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		<title>3 Ideen für entspannte 1:1-Coachings</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 14:32:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als Expertinnen sind wir es gewohnt, alle Antworten zu haben. Hand aufs Herz: fühlt sich ja auch verdammt gut an, dieses schöne rote Retter-Mäntelchen, das wir uns überwerfen. Ich liebe das auch. Achtung, jetzt wird&#8217;s kurz tiefenpsychologisch: Schwierig kann es werden, wenn wir unseren eigenen Wert zum Teil darüber definieren, wie gut wir die Probleme [&#8230;]</p>
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<p>Als Expertinnen sind wir es gewohnt, alle Antworten zu haben. Hand aufs Herz: fühlt sich ja auch verdammt gut an, dieses schöne rote Retter-Mäntelchen, das wir uns überwerfen. Ich liebe das auch. <em>Achtung, jetzt wird&#8217;s kurz tiefenpsychologisch: </em>Schwierig kann es werden, wenn wir unseren eigenen Wert zum Teil darüber definieren, wie gut wir die Probleme anderer lösen. </p>
</p>
<p>Wir machen so eine eklige drohende Wenn-Dann-Pädagogik mit uns selbst. Sprich: <em>Ich bin nur dann wertvoll (für meine Kundin), wenn ich ihre Probleme löse. </em>Wow. Das ist ein verdammt hoher Eigenanspruch. Tut mir fast körperlich weh, das hinzuschreiben. Und doch habe ich mich früher selbst ganz oft so gefühlt.</p>
</p>
<p>Lustigerweise ist dieses Expertinnen-Verhalten mit all den Lösungen ein eher männlich konnotiertes. Wer kennt das nicht? Du erzählst einem (muss nicht deiner sein) Mann von deinem Problem und willst eigentlich nichts weiter als das. Es erzählen. Und schwupps! hat er dir 3-8 Lösungsvorschläge gemacht. Kann natürlich bei einer Frau genauso passieren. Mir passiert es eher mit Männern. </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Wir sind es gewohnt, nur noch selten selbst nachdenken zu müssen</h4>
</p>
<p>Es ist natürlich auch sehr bequem, selbst nicht nachdenken zu müssen. Spart Energie. Oft auch Zeit. Wir sind es inzwischen gewohnt, alles in verdaulichen Häppchen serviert zu bekommen. Zu konsumieren. Videos (am besten mit Untertitel, damit wir nicht auch noch zuhören müssen), Schritt-für-Schritt-Anleitungen, in denen uns alles vorgekaut wird. Vielleicht spürst du das bei deinen Kundinnen auch. Vielleicht hast du das Gefühl, sie würden am liebsten gar nichts selbst tun, sondern erwarten von dir, dass du sie nicht nur begleitest, sondern Huckepack trägst. Falls du dieses Gefühl kennst, kannst du auch kurz darüber reflektieren, inwiefern das nur ein Glaubenssatz von dir sein könnte. Und inwiefern deine Kundinnen nur deshalb nicht selbst ins Tun kommen, weil du sie nicht lässt. </p>
</p>
<p>So richtig spürbar wird das, wenn du zu deinem Expertinnen-Thema auch 1:1-Coachings anbietest. Vielleicht machen dich diese Termine schon vorher total nervös, weil dir Sicherheit fehlt. Sicherheit in den Methoden, Sicherheit im Prozess. Kauf dir jetzt bitte kein Buch. 🙂</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Energieräuber Unsicherheit</h4>
</p>
<p>Es soll Expertinnen geben, die schlaflose Nächte haben vor diesen 1:1-Coaching-Terminen. Die alle möglichen Szenarien vorab im Kopf durchspielen, um so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Und sich dann trotzdem unsicher zu fühlen. Das raubt super viel Energie. <em>Was, wenn die Methode, die ich im Coaching nutzen will, bei der Kundin nicht funktioniert? Wenn sie sprachlos vor mir sitzt? Und ich ihr am Ende dann doch wieder die Lösung serviere? </em>Wenn du das machst, war alles umsonst. Dann hättest du dir echt keinen Stress zu machen brauchen. Und ihr zwei seid wieder in eurem gewohnten Tanz: Sie konsumiert, du ackerst. Blöd für die Kundin, blöd für dich.</p>
</p>
<p>Stell dir vor, du siehst dein absolutes Traumkleid im Schaufenster. An der Schaufensterpuppe sieht es fantastisch aus. Du verliebst dich auf den ersten Blick und willst es unbedingt haben. Du gehst in die Boutique und willst es anprobieren. Und jetzt sagt die Verkäuferin zu dir: <em>&#8222;Tut mir leid, anprobieren kannst du das Kleid leider nicht. Du darfst dir nur ansehen, wie es an der Schaufensterpuppe aussieht.&#8220;</em> </p>
</p>
<p>In dieser Analogie ist natürlich die Verkäuferin die Expertin. Das Kleid steht für die Expertise. Die Puppe zeigt die Expertise in der Theorie. Und du steckst in den Schuhen der Kundin, die die Theorie in ihre Realität mitnehmen möchte. </p>
</p>
<p>Viele von uns sind unter anderem deshalb Expertinnen geworden, weil sie Menschen helfen möchten. Wir möchten unsere Kundinnen an die Hand nehmen und von Punkt A zu Punkt B begleiten. Bis hierhin ist alles fein. Und dann kommt irgendwann der Punkt, an dem es gilt, loszulassen. An dem die Kundin ins Tun kommen muss, um das Gelernte nachhaltig in den Alltag zu integrieren. Ansonsten machen wir sie bloß abhängig von uns. Transformation ist etwas anderes. Wenn die gelingt, braucht die Kundin uns nicht mehr. </p>
</p>
<p>Vielleicht lässt dich das erstmal schlucken. Das kann ich gut verstehen. Nur: Wenn es dir gelingt, dass deine Kundin so erfolgreich in die Transformation kommt, dass sie dich nicht mehr braucht, wird sie gar nicht aufhören können, dich zu empfehlen. Und sie wird ziemlich sicher ohne mit der Wimper zu zucken weitere Angebote von dir kaufen. </p>
</p>
<p>Was nützt dir eine Kundin, die ohne dich nicht ans Ziel kommt? Die nur durch deine Anstrengung etwas erreicht? Das klingt für mich nicht nach einem nachaltigen Geschäftsmodell, an dem du langfristig Freude haben wirst. </p>
</p>
<p>Wie klingt stattdessen das: Du zeigst der Kundin deinen Weg (Expertin). Dann bringst du sie in die Reflexion, damit sie deinen Weg so anpassen kannt, dass er für sie passt (Coach). Deine Kundin erlebt im Coaching mit dir echte Aha-Momente, die es spielend leicht für sie machen, das von dir vorab vermittelte Wissen in ihre Realität umzusetzen. Und du gehst tiefenentspannt in die 1:1-Coachings, weil du genau weißt, wann welche Methode Sinn macht. Und weil du weißt, dass du jetzt gerade nicht das rote Retter-Mäntelchen brauchst, sondern deine Kundin in ihrer Selbstwirksamkeit unterstützt. Das nimmt dir den Erfolgsdruck, der beim Coaching nichts zu suchen hat. Du gibst den Rahmen. Die Arbeit macht sie. Klingt gut, oder?</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">3 Ideen zum Ausprobieren</h4>
</p>
<p>Zum Schluss hat die Expertin in mir noch ein paar Ideen für dich zum Ausprobieren:</p>
</p>
<ol class="has-primary-background-color has-background wp-block-list">
<li>Denk so oft du kannst folgenden Gedanken: <strong>&#8222;Ein guter Coach hat nicht alle Antworten. Ein guter Coach stellt die passenden Fragen.&#8220;</strong></li>
<li>Wenn deine Kundin dich im 1:1-Coaching auf deine Frage hin mit großen Augen anguckt und sowas sagt wie: &#8222;Das weiß ich auch nicht.&#8220;, <strong>sag einfach nichts.</strong> Schluck den Köder nicht. Guck stattdessen mal, wie lange du die Stille aushältst. Und beim nächsten Mal hältst du es schon etwas länger aus. </li>
<li>Wenn sie auf deine Frage sowas sagt wie: &#8222;Das finde ich schwer.&#8220;, sagst Du: <strong>&#8222;Tu mal kurz so, als wäre es ganz leicht.&#8220;</strong> Und dann zurück zu 2. </li>
</ol>
</p>
<p>Falls du es noch nicht weißt: Ich zeige Unternehmerinnen, wie sie ihre Kundinnen coachen können &#8211; auch ohne Coach-Ausbildung. Bei mir gibt es jede Menge Coaching-Hacks. <a href="https://www.instagram.com/saskiaachtruth/" target="_blank">Folg mir auf Instagram</a> und abonniere am besten jetzt gleich meinen Blog, um nichts zu verpassen!</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleib klar. </p>
</p>
<p>Deine Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Wieso Coaching wie Welpenschule ist</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 14:23:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern war ich zum ersten Mal mit unserem Welpenmädchen Mücke in der Welpenschule. Sehr aufregende Angelegenheit! Während ich mit den anderen Hundemenschen um die Wette zitterte vor Kälte, habe ich unglaublich viel über Hunde, Menschen und mein Lieblingsthema Coaching gelernt. Als allererstes haben wir uns im Kreis mit gutem Abstand zueinander mit den Hunden platziert, [&#8230;]</p>
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<p>Gestern war ich zum ersten Mal mit unserem Welpenmädchen Mücke in der Welpenschule. Sehr aufregende Angelegenheit! Während ich mit den anderen Hundemenschen um die Wette zitterte vor Kälte, habe ich unglaublich viel über Hunde, Menschen und mein Lieblingsthema Coaching gelernt. </p>
</p>
<p>Als allererstes haben wir uns im Kreis mit gutem Abstand zueinander mit den Hunden platziert, die Leinen abgenommen und dann eine Art Schutzraum mit Gatter für unseren jeweiligen Welpen gebildet. Dabei gehst du in die Hocke, lässt den Welpen zwischen deine Beine kommen und hältst dann bei Bedarf die Hände mit ausgestreckten Armen wie ein Gatter vor den Welpen, ohne ihn zu berühren. </p>
</p>
<p>Letzteres war besonders spannend für mich, denn ich habe, wie so viele Hundebesitzer, eher die Tendenz, sie schützend zu halten, zu umarmen und beschwichtigend zu streicheln. Das allerdings führt logischerweise dazu, dass ich durch meine Aktionen <strong>a) ihr Gefühl der Unsicherheit verstärke und b) ihr die Möglichkeit nehme, frei zu entscheiden, </strong>ob sie sich aus der &#8222;Höhle&#8220; trauen und die anderen Welpen kennenlernen will. </p>
</p>
<p>Die Parallele zu all dem, was ich hier und überall sonst, wo ich predige, immer erzähle, hat sich mir regelrecht aufgedrängt: Ich bin in diesem Bild die Expertin, die Trainerin, die Unternehmerin, die kontrollieren will, die glaubt, sie müsse schützen, lenken, sagen, wie es geht. Mücke ist die Kundin, die Klientin, die ihre eigenen Erfahrungen machen will, auf ihre eigene Art. <strong>Und ich lasse sie einfach nicht. </strong></p>
</p>
<p>Ja, okay, ich meine es gut. Ich will auf keinen Fall, dass ihr was passiert. Ich bin ja auch verantwortlich für sie. Doch dass ich mit meinen Beschwichtigungen nicht zeige, dass ich alles im Griff habe, <strong>sondern stattdessen signalisiere, dass es Grund gibt, sich Sorgen zu machen,</strong> ist nicht zielführend. <strong>Mein Job ist es, einen sicheren Rahmen zu geben, in dem sie sich frei bewegen kann. In dem sie ihre Lösungen ausprobieren und finden kann. </strong></p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Verantwortung zu übernehmen kann bedeuten, loszulassen</h4>
</p>
<p>Merkst du was? <strong>Genau so ist es, wenn du deinen Kundinnen nicht den Raum gibst, den sie brauchen, um selbst auszuprobieren, was für sie funktioniert. </strong>Deshalb ist es so wahnsinnig hilfreich, wenn du dir on top auf deine Expertise Coaching-Kompetenzen schaufelst.  Verantwortung zu übernehmen kann bedeuten, loszulassen. </p>
</p>
<p>Für dich bedeutet das: <strong>Loslassen. </strong>Für deine Kundin bedeutet das: Sie kann sich im von dir gehaltenen Rahmen so bewegen, dass sie neue Wahlmöglichkeiten entdeckt, weil sie entspannt &#8222;schnuppern&#8220; kann, was da alles so ist. </p>
</p>
<p>Wenn du sie jetzt wieder festhältst (aka ihr sagst, was sie machen soll) oder sie streichelst (aka sie durch dein Verhalten &#8211; ungewollt &#8211; klein machst und ihr Gefühl der Unzulänglichkeit verstärkst), wird&#8217;s nix mit der Entwicklung. </p>
</p>
<p><strong>Über all dem steht Vertrauen. </strong>Vertrauen in dich, Vertrauen in die Selbstkompetenz deiner Kundin, Vertrauen in den Prozess. </p>
</p>
<p>Ich hab&#8216; gestern in der Kälte auf dem Hundeplatz mal wieder sehr deutlich gespürt, wie sich Vertrauen anfühlt: Mega gut. Probier&#8217;s mal aus.</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Klarheit ist doch total unfreundlich. Oder?</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 13:08:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Irgendwie hat es mich schon immer dazu getrieben, Menschen zu bewegen. Und das sowohl körperlich als auch kognitiv. Beides ist für mich untrennbar miteinander verbunden. Das alte &#8222;Mens sana in corpore sano&#8220; (für alle Nicht-Lateiner: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper) ist für mich keine hohle Phrase, sondern gelebte Realität. Ohne mein tägliches Box- [&#8230;]</p>
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<p>Irgendwie hat es mich schon immer dazu getrieben, Menschen zu bewegen. Und das sowohl körperlich als auch kognitiv. Beides ist für mich untrennbar miteinander verbunden. Das alte &#8222;Mens sana in corpore sano&#8220; (für alle Nicht-Lateiner: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper) ist für mich keine hohle Phrase, sondern gelebte Realität. Ohne mein tägliches Box- oder Lauftraining (na gut, fast täglich&#8230;) funktioniert mein Hirn einfach nicht richtig. Und zwischendurch muss die ganze Energie, die ich gesammelt habe, auf die &#8222;Bühne&#8220;. Damit meine ich nicht zwingend das Rampenlicht; die Bühne steht für mich symbolisch für jede Form der Bereicherung anderer Menschen. Ob das eine Einzelperson im Coaching oder eine Gruppe von 50 Leuten im Live-Webinar ist. </p>
</p>
<p>Deshalb ist es wohl nicht weiter verwunderlich, dass es mich schon als Kind auf die &#8222;echte&#8220; Bühne gezogen hat. Ich habe in Musicals mitgespielt, war in allen Chören so ziemlich die Lauteste (was insbesondere bei der Leitung des Kirchenchors nicht so gut ankam), habe später mit Anfang 20 einen riesigen Gospelchor mit über 100 Leuten dirigiert und neben dem BWL-Studium Box-Fitness-Kurse geleitet. </p>
</p>
<p>Apropos BWL-Studium: Als Leistungskind war es nur vernünftig, diesen Weg einzuschlagen, obwohl mein Herz auch damals schon heimlich für Psychologie, Sport, Musik und das Schauspielen schlug. Zum Glück habe ich das trotzdem ganz brav kognitiv entschieden, denn der Weg durch die Wirtschaft hat mich letzten Endes dorthin geführt, wo ich heute bin. Ich kann mit Fug und Recht sagen, dass ich Vertrieb von der Pike auf gelernt habe. Und ich bringe echtes, handfestes, pragmatisches Know-How aus über 10 Jahren Führung &#8222;im Business&#8220; mit. Dieses Wissen (und Können!) habe ich über die letzten 15 Jahre nebenberuflich durch meine diversen Aus- und Weiterbildungen im Bereich Beratung, Training und Coaching für mich vervollkommnet. Im Jahr 2017 habe ich mir dann meinen Traum erfüllt und mich selbständig gemacht. Und es seither keinen Tag bereut. </p>
</p>
<p>Ich liebe es, meine Arbeit mit Menschen ganz frei zu gestalten, immer passgenau mit dem Kunden oder dem Klienten zu schauen, was sie oder er gerade braucht; meine volle Energie auf die Menschen zu verwenden, die gerade vor mir sitzen (ob in Präsenz oder virtuell), anstatt sie in sinnlosen Meetings und Machtkämpfen zu verschwenden. Das spüren meine Kunden sehr schnell, denke ich. Dass ich mich mit allem, was ich habe, für sie reinhänge.</p>
</p>
<p>Und warum jetzt eigentlich Klarheit? Ich glaube, Klarheit ist das von mir in den letzten 5 Jahren am meisten bemühte Wort in meinen Trainings. Und um da ganz klar zu sein (haha!): Meiner Erfahrung nach gibt es meist zu wenig davon. Meine These ist, dass wir schon ziemlich früh lernen, dass Klarheit irgendwie unfreundlich ist. Spätestens durch meinen Sohn weiß ich, dass Kinder erstmal total klar kommunizieren. Ich kann mich nicht erinnern, mal gerätselt zu haben, ob er etwas gut oder total doof findet. Und dann kommt irgendwann der Moment, in dem Erwachsene ihre eigenen Befindlichkeiten ins Spiel bringen. Das Kind lernt, &#8222;diplomatischer&#8220; zu sein. Sprich: Höflicher. Oder auch: Unklar. Das gefällt den meisten Tanten und Opas und so. Die feine englische Art. </p>
</p>
<p>So sehr ich die Briten liebe: Für ihre Klarheit sind sie nicht gerade berühmt. Und wenn wir dann immer weiter unklar sind in unserer Kommunikation, um bloß niemandem versehentlich auf die Füße zu treten, merken wir vielleicht irgendwann gar nicht mehr, dass wir unklar kommunizieren. Ich habe wirklich rein gar nichts gegen Höflichkeit und freue mich auch, wenn mein Sohn nicht nach meinen liebevollen Kochbemühungen Dinge sagt wie: &#8222;Mami, das Essen riecht schimmelig!&#8220; Wichtig finde ich nur, dass wir uns ganz bewusst sind, wann es vielleicht etwas Diplomatie braucht und wann wir wirklich straight sein sollten.</p>
</p>
<p>Ein kleines Beispiel aus dem Leben, das mir so oder so ähnlich wirklich schon sehr, sehr häufig begegnet ist: Eine Führungskraft, nennen wir sie Anneliese, will ihrem Mitarbeiter Jochen Feedback dazu geben, dass er schon wieder (!) nicht genügend Neukunden akquiriert hat. Wenn ich ihr ein paar Fragen dazu stelle, wird schnell deutlich, dass sie total enttäuscht ist, weil sie Jochen eingestellt hat und er sie jetzt irgendwie hängen lässt. Aber was sagt unsere Anneliese im &#8222;Feedback-Gespräch&#8220; zu Jochen? Sie spricht über das Thema Neukunden &#8211; obwohl es doch im Kern um etwas viel Tieferes, Größeres geht: Nämlich ihre persönliche Enttäuschung. Verrückt ist dann, und auch das erlebe ich immer wieder, dass Anneliese total perplex ist, wenn sie merkt, worum es ihr in Wirklichkeit geht. Das sind ganz besondere Momente für mich, weil die Klarheit da schon mal durchblitzt. Wenn ich Anneliese dann im weiteren Verlauf frage, ob es vielleicht eine gute Idee für sie sein könnte, mit Jochen mal über das eigentliche Thema zu sprechen, für das die fehlende Neukunden-Akquise eventuell nur ein Symptom ist, fragt sie mich sehr wahrscheinlich: &#8222;Kann ich das denn wirklich so sagen?!&#8220; Und ich sage: &#8222;Klar!&#8220; &#8211; Was sonst? Was ist denn wertschätzender als Klarheit, die auf Augenhöhe kommuniziert wird? (Kommunikation auf Augenhöhe bedeutet für mich übrigens, dass ich meine Emotionen und Bedürfnisse verbalisiere, also ausspreche, anstatt sie einfach nur am anderen auszuleben. Hmmm, das könnte ein spannendes Thema für einen weiteren Blog-Artikel sein&#8230;) Wer seine Mitmenschen liebt, ist klar. </p>
</p>
<p>Unterm Strich geht es mir in meiner Arbeit darum, die Menschen wieder mit ihrer ursprünglichen Klarheit in Kontakt kommen zu lassen. Die ist nämlich irgendwo noch da. Und ich möchte dadurch meinen kleinen, ganz bescheidenen Mini-Beitrag dazu leisten, dass Menschen darüber reflektieren, worum es ihnen wirklich geht, bevor sie ihre Kommunikation auf andere loslassen. Deshalb lautet eine meiner Lieblingsfragen an meine Klienten: &#8222;Wie lautet die Überschrift?&#8220; Wenn die klar ist, kommt der Rest wie magisch fast von allein. Stop wandering around the porridge. </p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Die dunkle Seite der Macht</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 13:07:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eure Kommentare zu meinem ersten Blog-Artikel &#8222;Klarheit ist doch total unfreundlich. Oder?&#8220; haben mich sehr inspiriert. Das war natürlich auch meine Hoffnung: Dass ich von Euch lernen kann, was Euch bewegt. Wie ich Euch vielleicht hier und da eine andersartige Perspektive oder auch nur Grund zum Grübeln anbieten kann. Einer meiner Lieblings-Kommentare kam von meinem [&#8230;]</p>
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<p>Eure Kommentare zu meinem ersten Blog-Artikel &#8222;Klarheit ist doch total unfreundlich. Oder?&#8220; haben mich sehr inspiriert. Das war natürlich auch meine Hoffnung: Dass ich von Euch lernen kann, was Euch bewegt. Wie ich Euch vielleicht hier und da eine andersartige Perspektive oder auch nur Grund zum Grübeln anbieten kann.</p>
</p>
<p>Einer meiner Lieblings-Kommentare kam von meinem yodamäßigen Box-Trainer Rüdiger May. Er schrieb mir: &#8222;Klarheit wird oft mit Angriff verwechselt.&#8220; Wie die Faust aufs Auge, im wahrsten Sinne. Für mich ist das eine sehr treffende Beschreibung dessen, was passieren kann, wenn wir mit Klarheit und den besten aller Intentionen kommunizieren. Es ist nämlich leider nicht gesagt, dass unser*e Gesprächspartner*in diese Klarheit überhaupt möchte und entsprechend begeistert reagiert <em>(&#8222;Wow, danke, dass Du so klar kommunizierst! Das ist auch überhaupt nicht schmerzhaft für mich, denn ich werde gern ungefragt mit den Dingen konfrontiert, die ich lieber unter der Oberfläche halten möchte.&#8220;)</em>.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Ist Klarheit also wirklich immer der beste Weg?&nbsp;Nö.</h4>
</p>
<p>So sehr ich alle verfügbaren Fahnen für die Klarheit hochhalte, ich weiß um ihre Schattenseiten. Denn Klarheit in der Kommunikation setzt voraus, dass die Beziehung sie aushält. Ich weiß das deshalb besonders gut, weil ich mich ja selbst lange Zeit vor ihr gedrückt habe. Und das oft bis heute tue. Nämlich immer dann, wenn ich nicht sicher bin, ob eine Beziehung stabil genug dafür ist. Oder wenn sie mir ganz besonders viel bedeutet.</p>
</p>
<p>Achtung, menschlicher Abgrund: Klarheit ist also immer dann besonders einfach, wenn uns die Beziehung zum Gesprächspartner nicht wichtig ist. Oder wenn wir uns irgendwie mächtiger fühlen als der andere. Müsst Ihr mal drauf achten. Ist nicht immer schön, kann aber ziemlich gute Erkenntnisse für Euch liefern.</p>
</p>
<p>Mir kam vorhin beim Joggen am Rhein ein Fußgänger entgegen. Genau auf &#8222;meiner Spur&#8220;, ganz rechts außen, so nah wie möglich am Wasser. Zu meiner Linken respektive seiner Rechten jede Menge Platz zum Ausweichen. Ich sah ihn schon aus weiterer Entfernung und gebe zu, dass sich mein rebellisches Kind-Ich dachte: &#8222;So. Ich bleib&#8216; mal bockig auf meiner Spur. Er kann ja ausweichen, ist ja genug Platz da.&#8220; Er schien vergleichbar sture Gedanken gehabt zu haben und hielt gnadenlos auf mich zu. Machte dann auch noch doofe Zeichen mit den Armen. Ich bin dann schließlich doch ausgewichen &#8211; und er rief mir zu allem Überfluss zu: &#8222;Ich kann ja da runter (gemeint war der Rhein)!&#8220; Mein Comeback: &#8222;Ja, ich auch. Was soll&#8217;n das?&#8220; Mega souverän also. Dafür klar. War leicht. Beziehung zu dem Kerl ist mir Wurscht. Und ich fühle mich auch noch irgendwie schlauer als er. Also mächtiger. Igitt. Alle, die von mir oder jemand anderem schon mal was über Transaktionsanalyse gehört haben, schlagen jetzt zu recht entsetzt die Hand vor den Mund. <em>We teach best what we most need to learn.</em></p>
</p>
<p>Mir geht es auch ohne Glanzleistung in zwischenmenschlicher Kommunikation tendenziell gut nach dieser zweifelhaften Begegnung, weil ich immerhin für mich gesorgt habe. Und das ist unterm Strich genau das, was ich mit meinem Appell zu mehr Klarheit in der Kommunikation erreichen möchte: Dass Ihr mehr für Euch sorgt. Und das insbesondere dann, wenn Euch die Beziehung zum Anderen eben nicht total Wurscht ist. Sobald Ihr ein kontextbezogenes Auswirkungsbewusstsein <em>(also: Was könnte meine Vorgehensweise eventuell für Auswirkungen auf die weitere Zusammenarbeit/Freundschaft/Partnerschaft/&#8230; habe</em>n?) für Eure Art der Kommunikation entwickelt und feststellt, dass Euch die Reaktion des Anderen wichtig ist, wird es komplizierter.</p>
</p>
<p>Um das möglichst gut hinzukriegen, müsst Ihr aus meiner Sicht zunächst einmal etwas Vorarbeit leisten <em>(keine Sorge, die lohnt sich!)</em> und Eure Werte sowie die sich daraus ergebenden Bedürfnisse für Euch klar haben. Das ist für mich die Basis.</p>
</p>
<p>Folgende Reflexionsfragen könnten Euch dabei helfen:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Was ist mir wirklich wichtig? </strong><em>(Das sind Deine Werte. Es kann sein, dass Du sie leichter erkennst, wenn sie verletzt werden. Du könntest Dich also auch fragen: Was regt mich so richtig auf? Die Antworten kehrst Du dann um und hast Deinen Wert. Beispiel: Aufreger ist Ungerechtigkeit, Wert ist also Gerechtigkeit.)</em></li>
<li><strong>Was brauche ich, damit ich diesen Wert als erfüllt erlebe?</strong> <em>(Das ist Dein Bedürfnis. In unserem Beispiel mit der Gerechtigkeit könnte das sowas sein wie: Ich brauche das Gefühl, die gleichen Entwicklungschancen wie meine Kollegen zu haben.)</em></li>
</ol>
</p>
<p>Das Ganze nennt sich im Coaching Werte-Arbeit, auf die ich schwöre. Wir Menschen lieben es, mit unseren Werten in Kontakt zu kommen. Passiert leider im Alltag verdächtig selten. Und wenn, dann wie gesagt eher, wenn sie verletzt werden. Ihr könnt das aber eben auch wunderbar für Euch in der Selbstreflexion machen. Das lohnt sich wirklich sehr. Macht mal.</p>
</p>
<p>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Anneliese aus meinem letzten Blog-Artikel, die wollte, dass Ihr Mitarbeiter mehr Neukunden akquiriert. Sobald sie sich die Fragen zu ihren Werten und Bedürfnissen gestellt hatte, war im wahrsten Sinne des Wortes alles klar für sie. Vorher tappte sie im Dunkeln und konnte deshalb auch nicht von ihrem Mitarbeiter erwarten, dass er in irgendeiner Form Betroffenheit spürt und sein Verhalten ändert. Sobald sie ihre Werte und Bedürfnisse für ihn transparent gemacht hatte, konnte er nachvollziehen, worum es ihr wirklich geht. Eine der Leadership-Hauptaufgaben aus meiner Sicht: Orientierung geben. Wie soll das gehen ohne Klarheit?</p>
</p>
<p>Die Kunst ist nun also, diejenigen Situationen für Euch zu identifizieren, in denen sich der klare Weg wirklich lohnt. Ein guter Indikator dafür kann sein, wenn Ihr für Euch passende Antworten auf diese Fragen gefunden habt:</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Was ist meine positive Absicht? <em>(Hier bitte sehr streng sein. „Die sollte endlich mal&#8230;“ zählt nicht.)</em></strong></li>
<li><strong>Worum geht es wirklich?</strong></li>
<li><strong>Bin ich gut vorbereitet?</strong></li>
<li><strong>Passt der Moment?</strong></li>
</ul>
</p>
<p>Zum Glück können wir mit etwas Übung eine sehr wertschätzende Form der Klarheit erreichen. Und das ist dann die strahlend helle Seite der Macht:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Ihr erreicht Eure Ziele, und das auch noch deutlich schneller.</strong></li>
<li><strong>Der Andere kann Euch besser verstehen, was ziemlich sicher die Zusammenarbeit (oder die Partnerschaft oder oder) verbessert.</strong></li>
<li><strong>Ihr handelt selbstwirksam &#8211; und das macht Euch super souverän <em>(und attraktiv &#8211; ohne Witz)</em>.</strong></li>
</ol>
</p>
<p>Wie erlebt Ihr das? Wann fällt es Euch vielleicht leicht, klar zu sein? Wann eher nicht so? Schreibt mir, ich bin gespannt, von Euch zu lesen.</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag!</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Ich kann nichts dafür, mein Gehirn hat sich das ausgedacht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 13:06:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser entwaffnende Satz stammt von meinem 5-jährigen Sohn. Eigentlich müsste ich nichts anderes tun, als die Dinge mitzuschreiben, die er so sagt – dann wäre mein wöchentlicher Artikel vermutlich nach 2 bis 3 Stunden im Kasten. Da ich mich aber nicht mit seinen Federn schmücken will, nutze ich seine Klarheit hauptsächlich als Inspiration. Die besten [&#8230;]</p>
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<p>Dieser entwaffnende Satz stammt von meinem 5-jährigen Sohn. Eigentlich müsste ich nichts anderes tun, als die Dinge mitzuschreiben, die er so sagt – dann wäre mein wöchentlicher Artikel vermutlich nach 2 bis 3 Stunden im Kasten. Da ich mich aber nicht mit seinen Federn schmücken will, nutze ich seine Klarheit hauptsächlich als Inspiration. Die besten Lehrer haben wir eh bei uns zu Hause sitzen, in Form von Ehemännern, Kindern, Partnerinnen, Haustieren, …&nbsp;</p>
</p>
<p>Zurück zum Gehirn, das sich „das“ ausgedacht hat: Ich überlege schon seit einigen Wochen, wie ich eines meiner Lieblingsthemen im Zusammenhang mit Klarheit am besten anpacken kann. Es ist nämlich, wie ich finde, ein ziemlich großes, komplexes, unbequemes Teil mit einem pseudo-akademischen, abschreckenden Namen: Konstruktivismus.&nbsp;</p>
</p>
<p>Manche von Euch denken jetzt vielleicht: „Häh? Das hat doch irgendwas mit Kunst zu tun?!“ Stimmt. Auch. Gleichzeitig ist es ein Begriff, der sich zum Beispiel in der Philosophie und in der Mathematik wiederfindet. Unterm Strich geht es (zumindest mir), vereinfacht gesagt, darum, dass jeder Mensch sich aufgrund seiner ganz individuellen Erfahrungen, Bedürfnisse und Interessen seine eigene, ganz persönliche Wirklichkeit konstruiert – also baut, oder eben&nbsp;<strong>ausdenkt</strong>. Es kommt, im wahrsten Sinne des Wortes, auf die Perspektive an, den Blickwinkel, aus dem ich etwas betrachte. Eine Freundin von mir hat sich in diesem Zusammenhang neulich an einen Comic aus ihrer Studienzeit erinnert, in dem zwei Männchen auf einen Apfel blicken, der auf dem Tisch vor ihnen liegt. Das eine Männchen sagt: „Es gibt wirklich nichts miss zu verstehen, das ist ein Apfel.“ Darauf das andere: „Welcher Apfel?“</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Wenn ich also davon ausgehe, dass niemand auf der Welt meine Wirklichkeit teilen kann, klingt das erstmal ziemlich einsam. </h4>
</p>
<p>Hier kommt für mich meine Freundin, die Klarheit, ins Spiel: Sie hilft mir dabei, der oder dem oder den Anderen meine Wirklichkeit etwas zugänglicher zu machen. Das kann aus meiner Sicht allerdings nur gelingen, wenn meine Intention passt. Sprich: Wenn ich mit dem Ziel klar kommuniziere, den anderen von meiner Wirklichkeit überzeugen zu wollen, passt die Intention nicht zum Kontext. Passender wäre es, wenn es mir um mehr Transparenz geht. Das heißt noch lange nicht, dass der andere meine Wirklichkeit gut finden muss. Sie wird aber vielleicht etwas klarer für ihn, so dass am Ende mehr gegenseitiges Verständnis entstehen kann. Das hat dann wieder was mit einer weiteren wichtigen Verwandten zu tun: der Selbstoffenbarung. Über die schreibe ich ganz sicher auch nochmal was. Es geht also darum, im rein übertragenden Sinne etwas näher aneinander zu rücken&nbsp;<em>(„Mami, denk‘ dran, Corona!“).&nbsp;</em></p>
</p>
<p>Aus meiner konstruierten Wirklichkeit heraus entstehen dann übrigens oft auch Glaubenssätze (als Beispiel einer meiner Glaubenssätze: <em>&#8222;Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern passend und nicht passend.&#8220;</em>). Manchmal ist es, denke ich, auch genau umgekehrt und die Wirklichkeit entsteht aus dem Glaubenssatz. Um das alles erkennen zu können, ist es echt hilfreich, regelmäßig darüber zu reflektieren. Kleine Randnotiz: Reflexionsfähigkeit ist aus meiner Sicht eine weitere Schlüssel-Kompetenz, die eine alltagstaugliche Führungskraft haben muss. Sie hilft allerdings auch, wenn Ihr keine Führungsverantwortung, sondern „nur“ eine rein zwischenmenschliche habt. Ich empfehle dringend den regelmäßigen Perspektivwechsel.&nbsp;<em>Walk a mile in her/his shoes.</em>&nbsp;Das hilft dabei, den eigenen Tellerrand zu verkleinern. Und gleichzeitig stellt es die eigene Wirklichkeitskonstruktion immer wieder in Frage. Ist das nicht total anstrengend? Aber ja. Und ich finde, das sind wir einander schuldig.&nbsp;</p>
</p>
<p>Damit Ihr direkt loslegen könnt, habe ich Euch selbstverständlich was mitgebracht. <strong>Hier sind 3 Fragen zur Selbstreflexion</strong>, die Ihr Euch im Sinne der Klarheit ab und zu mal stellen könntet:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Wessen Wirklichkeitskonstruktion&nbsp;<em>(zum Thema xy)</em>&nbsp;erscheint mir der meinen am ähnlichsten und woran mache ich das fest?</strong></li>
<li><strong>Wessen Wirklichkeitskonstruktion <em>(zum Thema xy)</em> strengt mich am meisten an und woran mache ich das fest?</strong></li>
<li><strong>Und wie, glaube ich, sieht diese*r zweite Andere mich und meine Wirklichkeitskonstruktion?</strong></li>
</ol>
</p>
<p>Ich bin wieder ganz gespannt auf Eure Kommentare! Bitte stellt mir auch gern Eure Fragen zu dem Thema und/oder lasst mich wissen, wenn Eure Wirklichkeitskonstruktion so gar nicht zu meiner passen will. Ihr wisst ja: Ich kann nichts dafür…</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleibt klar.&nbsp;</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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			</item>
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		<title>Wie Du Deine Ziele klar formulierst und dann wahrscheinlich sogar erreichst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 13:03:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bevor ich in mein heutiges Thema eintauche, möchte ich zunächst einmal etwas klarstellen: In meinem letzten Artikel „Ich kann nichts dafür, mein Gehirn hat sich das ausgedacht!“ schrieb ich über den Konstruktivismus unter anderem, dass er einen pseudo-akademischen Namen trage. Meine Freundin Melanie, die das Apfel-Beispiel lieferte, hat mich danach richtigerweise darauf hingewiesen, dass das [&#8230;]</p>
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<p>Bevor ich in mein heutiges Thema eintauche, möchte ich zunächst einmal etwas klarstellen: In meinem letzten Artikel „Ich kann nichts dafür, mein Gehirn hat sich das ausgedacht!“ schrieb ich über den Konstruktivismus unter anderem, dass er einen pseudo-akademischen Namen trage. Meine Freundin Melanie, die das Apfel-Beispiel lieferte, hat mich danach richtigerweise darauf hingewiesen, dass das missverständlich sein könnte. Sie schrieb mir – frei zitiert:&nbsp;<em>„Der (radikale) Konstruktivismus ist ein wesentlicher Teil der Erkenntnistheorie und gehört zu den Grundpfeilern der Kommunikationswissenschaft.“&nbsp;</em>Von pseudo also keine Spur. Ich meinte zwar mit meiner bewusst laxen Wortkonstruktion (ha!) lediglich, dass der Konstruktivismus meiner Erfahrung nach zu Unrecht allein schon wegen seines Namens oft deutlich weniger Beachtung findet, als er verdient hätte – dass genau das aber zu einem Missverständnis führen könnte, passt schon wieder hervorragend zum Kontext. Vielen Dank also an Dich, liebe Melanie, für Deinen Hinweis!</p>
</p>
<p>Jetzt aber: Heute mache ich mir vermutlich den einen oder anderen NLP-Anwender zum Feind. Hoffentlich nur kurzfristig. Es gibt Teile des NLP (das steht übrigens für Neurolinguistisches Programmieren), die ich sehr spannend finde und auch anwende. Ich bin allerdings kein 100%-Umsetzer (dafür fehlt mir auch die entsprechende Ausbildung), sondern ein pragmatischer Rosinen-Picker. Ein Coaching ohne Rapport, also einen guten Kontakt zu meinem Klienten, ist für mich zum Beispiel geradezu unvorstellbar. Ich bin auch hier Pragmatikerin und arbeite mit dem, was für mich und meine Klienten funktioniert.</p>
</p>
<p>Vielleicht habt Ihr an irgendeiner Stelle schon einmal mit den so genannten Metaprogrammen zu tun gehabt. Falls nicht, dann jetzt. Diese Metaprogramme wurden meines Wissens maßgeblich durch den US-Amerikaner Robert Dilts geprägt, der ein Schüler der NLP-Begründer John Grindel und Richard Bandler sowie des Psychologen und Psychotherapeuten Milton H. Erickson und des Anthropologen Gregory Bateson war. Ich finde das Thema Metaprogramme im Zusammenhang mit Zielerreichung sehr interessant und habe da so meinen ganz eigenen Ansatz. Ich bin gespannt, ob Ihr damit was anfangen könnt. </p>
</p>
<p>Im Englischen heißen die Metaprogramme „Sorting Styles“, was mir irgendwie besser gefällt, weil aus meiner Sicht schneller klar wird, worum es geht, nämlich um eine Art Sortier-System, über das laut NLP jeder von uns verfügt. Mich erinnert das ein wenig an den „Sorting Hat“ bei Harry Potter, der die Schüler von Hogwarts den vier Häusern zuteilt. Die Idee der Metaprogramme ist, dass die unfassbar vielen Eindrücke, die permanent von allen Seiten auf uns einwirken, durch eine Art Filter laufen, um die dadurch entstehende Komplexität unserer Erlebenswelt ein Stück weit zu reduzieren. Ganz einfach ausgedrückt, sind Metaprogramme für mich Verhaltens- und Denkmuster, die wir haben. Es gibt diverse Metaprogramme, zum Beispiel zur Entscheidungsfindung, zur Reaktion auf Stress, zur Richtung der Motivation uvm.</p>
</p>
<p>Wichtig dabei ist, dass es sich lediglich um Präferenzen bzw. Tendenzen handelt. Und keine davon ist besser oder schlechter als die andere, sondern eben das: anders. Es kann nur sein, dass – je nach Kontext – die eine Ausprägung zur&nbsp;<strong>Zielerreichung</strong>&nbsp;hilfreicher sein kann als die andere.&nbsp;</p>
</p>
<p>Und damit komme ich zum eigentlichen Punkt und zurück zu meiner heutigen Überschrift. Beim Metaprogramm zur Richtung der Motivation unterscheidet man im NLP zwischen „hin zu“ und „weg von“. Im ersten Fall entsteht die Motivation aus dem Wunsch, ein bestimmtes Ziel zu erreichen; im zweiten Fall entsteht sie aus der Vermeidung einer unerwünschten Situation.&nbsp;</p>
</p>
<p>Ein Beispiel für „hin zu“: <em>„Ich will in 6 Monaten eine Strecke von 10km in 50 Minuten laufen.“</em> Ein Beispiel für „weg von“:<em> „Ich will nicht mehr so viel Zeit auf dem Sofa verbringen.“</em></p>
</p>
<p>Man könnte jetzt herrlich darüber streiten, welche der beiden Zielformulierungen den größeren Erfolg verspricht. Normalerweise müsste ich als gute Systemikerin jetzt sagen:&nbsp;<em>„Naja, es kommt ja darauf an, was für den Klienten passt.“</em></p>
</p>
<p>Das stimmt grundsätzlich auch, nur ist es im Zusammenhang mit Zielen – ob im Coaching oder sonstwo im Leben, privat oder beruflich – meiner Erfahrung nach hilfreicher, sich ins „hin zu“ zu bewegen. Der Grund ist leicht erklärt: Sobald ich mein Ziel als „hin zu“ formuliere, also positiv und lösungsorientiert, mache ich es meinem Gehirn deutlich einfacher. Das liegt daran, dass es im Gegensatz zur „weg von“-Formulierung nicht erst im Ausschlussverfahren entscheiden muss, was dann also stattdessen zu tun ist. Wir nehmen ihm diesen wichtigen Arbeitsschritt schon vorher ab. Spart Energie. Und Zeit. Und Frust. Bei dem Sofa-Beispiel müsste das Hirn ja jetzt erstmal alle Möglichkeiten durchscannen – was könnte das genau bedeuten? Wahrscheinlich muss es das auch noch tun, während wir mit ihm auf dem Sofa sitzen. Doof. Denn, wie der Neurobiologe Gerald Hüther sagt, das Gehirn hat nur ein Ziel: Energie sparen. Ich halte die Erfolgschancen deshalb für eher schmal. (Ich weiß, es gibt natürlich gute Gegen-Beispiele. Aber so generell.)</p>
</p>
<p>Es kann gut sein, dass Ihr für Euch schon mal beim Lesen überlegt habt, wozu Ihr eher tendiert – „hin zu“ oder „weg von“. Oft ist es auch eine Mischung aus beidem, zum Beispiel sowas wie <em>„Ich will mehr Sport machen und weniger auf dem Sofa liegen.“</em> (Mein Hirn fragt sofort: <em>„Was heißt denn mehr? Und was weniger?“</em> Eures auch?) Und weil es mir so wichtig ist, sage ich es nochmal: Grundsätzlich sind beide Varianten wunderbar. Ihr könntet Euch nur fragen, welche Euch vielleicht eher hilft, wenn es darum geht, Eure Ziele zu formulieren und zu erreichen. </p>
</p>
<p>Ziele sind realistische Träume. Sie sind auf den Kopf gestellte Probleme. Sie bewirken unsere Fokussierung. Sie geben uns Orientierung, eine Richtung. Sie aktivieren Handlung. Sie fördern Transparenz und Bewusstsein. Sie schenken uns Energie. Und weil Ziele so etwas Wunderbares sind und ich die leider meist leere Phrase <em>&#8222;SMARTe Ziele&#8220; </em>nicht mehr hören kann, kommt sie hier nun also, die von mir frei adaptierte <strong>Magic List of Wohlgeformtheitskriterien von klaren Zielen</strong> aus meiner Ausbildung zum systemischen Coach, die ich in der Auftragsklärung nutze und die Ihr wunderbar auch mit Euch allein anwenden könnt. </p>
</p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Positiv formuliert </strong>
<ul>
<li>Streicht jedes NICHT und formuliert es um: Was wollt Ihr stattdessen?</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Selbstwirksam</strong>
<ul>
<li>Ich kann etwas ändern! Wenn jemand anderes zur Zielerreichung notwendig ist oder Ihr wenig bis keinen Einfluss auf die Zielerreichung habt, ist es kein gutes Ziel für Euch. Schaut Euch mal Eure Ziele durch, die Ihr vielleicht im Job habt für einen eventuellen Bonus. Die enthalten oft fantastische Negativ-Beispiele für Selbstwirksamkeit.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Kontextspezifisch</strong>
<ul>
<li>Wann genau?</li>
<li>Wie genau?</li>
<li>Was genau?</li>
<li>„Nein sagen“ macht zum Beispiel nicht in jedem Kontext Sinn.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Spezifisch</strong>
<ul>
<li>s.o. das Sofa-Beispiel: Was genau heißt „mehr“ oder „weniger“ oder „besser“ etc.? </li>
</ul>
</li>
<li><strong>Ökonomisch</strong>
<ul>
<li>Inwiefern lohnt sich das überhaupt? </li>
</ul>
<ul>
<li>Zu welchem Preis?</li>
</ul>
<ul>
<li>Was muss ich aufgeben?</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Ökologisch</strong>
<ul>
<li>Inwiefern passt das zu mir?</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie stimmig fühlt sich das an?</li>
</ul>
<ul>
<li>Wen betrifft das noch?</li>
<li>Beispiel: Ziel vom Vorgesetzten vs. eigene Ziele – wie bekomme ich das übereinander?</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Sinnvoll</strong>
<ul>
<li>Welchen Sinn macht das?</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Beweglich</strong>
<ul>
<li>Ruth Maria Sarica: „Ziele sind nicht in die Welt genagelt.“</li>
</ul>
</li>
</ol>
</p>
<p>Ich wünsche Euch viel Spaß und Erfolg beim Experimentieren! Vielleicht habt Ihr ja sogar Lust, Eure Erfahrungen mit mir zu teilen. Ich freue mich drauf!</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleibt klar.&nbsp;</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Privilegiert ist man dann, wenn man glaubt, ein Problem gäbe es nicht, nur weil es einen selbst nicht betrifft.</title>
		<link>https://saskiaachtruth.com/privilegiert-ist-man-dann-wenn-man-glaubt-ein-problem-gaebe-es-nicht-nur-weil-es-einen-selbst-nicht-betrifft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 13:01:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BLM]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstreflexion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>This is dedicated to my sister Traci. Die Überschrift meines heutigen Artikels habe ich mir vom Plakat eines US-amerikanischen Demonstranten geklaut, dessen Foto ich im Stern gesehen habe. Sein Statement hat mich nicht mehr losgelassen. Als ich vor wenigen Wochen meinen Blog gestartet habe, habe ich mir fest vorgenommen, über zwei Dinge niemals zu schreiben: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/privilegiert-ist-man-dann-wenn-man-glaubt-ein-problem-gaebe-es-nicht-nur-weil-es-einen-selbst-nicht-betrifft/">Privilegiert ist man dann, wenn man glaubt, ein Problem gäbe es nicht, nur weil es einen selbst nicht betrifft.</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="thrv_wrapper tve_wp_shortcode">
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<div class="tve_shortcode_rendered">
<p>This is dedicated to my sister Traci.</p>
</p>
<p>Die Überschrift meines heutigen Artikels habe ich mir vom Plakat eines US-amerikanischen Demonstranten geklaut, dessen Foto ich im Stern gesehen habe. Sein Statement hat mich nicht mehr losgelassen.</p>
</p>
<p>Als ich vor wenigen Wochen meinen Blog gestartet habe, habe ich mir fest vorgenommen, über zwei Dinge niemals zu schreiben: erstens über Politik, zweitens über Corona. Ersteres vor allem deshalb, weil Politik für mein persönliches Empfinden so oft dermaßen unklar ist, dass sie per se nicht so richtig gut in meinen Blog passt. Zweiteres, weil ich gucken wollte, ob das überhaupt geht.</p>
</p>
<p>Jetzt passieren allerdings gerade so viele unfassbare Dinge gleichzeitig, dass ich mich kaum noch beherrschen kann. Ich habe mich heute tatsächlich gefragt:</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Kann ich gerade <strong>ernsthaft</strong> einen Artikel <strong>schreiben</strong> und dabei den ganzen Kram <strong>einfach</strong> ausblenden?</h3>
</p>
<p>Ich habe es wirklich versucht, aber es will mir nicht gelingen. Zu schockiert bin ich. Ich hoffe, Ihr verzeiht mir, wenn ich heute also meinen eigenen Vorsatz breche, was die Politik betrifft. Dafür mache ich es kurz, ich habe nämlich Urlaub und nehme den ziemlich ernst. Deshalb wird es heute nur ein kleiner Artikel. Wahrscheinlich.</p>
</p>
<p>Vielleicht denkt Ihr jetzt, dass es hauptsächlich Donald Trump sein wird, der mich so fassungslos macht. Na klar, auch. Aber: Er bleibt sich ja im Grunde nur treu und zieht sein Ding durch. Auf eine unerträglich perverse Art ist er einer der klarsten Menschen, die es in der Öffentlichkeit so gibt. Unklarheit gehört zu den wenigen Dingen, die ich ihm nicht vorwerfen kann. Allerdings ist seine Form der Klarheit eine egozentrische, verletzende, ausgrenzende, rassistische, frauenfeindliche, selbstgerechte, machtmissbrauchende, „totale“ Klarheit, die mich in immer kürzeren Abständen laut ausrufen lässt: „Das kann er doch nicht wirklich so meinen!“ Doch, er kann.</p>
</p>
<p>Aber wie gesagt, es geht gar nicht so sehr um ihn. Er ist für mich nur eine Figur, ein Symbol. Eigentlich bräuchte er ein eigenes Muppet. Gibt es vielleicht sogar schon. Ich muss ihn mir bewusst ein bisschen lächerlich gestalten, damit ich überhaupt ertragen kann, dass es Menschen wie ihn gibt und ich irgendwie also auch mit ihm verbunden bin. Alternativ bleibt mir nur die Angst &#8211; und die will ich momentan noch nicht zulassen. Dazu kommt für mich persönlich erschwerend, dass auch er in meiner konstruktivistischen und systemischen Welt so handelt, wie es aus seiner (!) Sicht sinnvoll ist. Das ist harter Tobak, wenn man es ernst meint mit dem Konstruktivismus. Knacke ich täglich dran.</p>
</p>
<p>Tatsächlich geht es mir um das uralte Muster, das Trump wunderbar plakativ macht: Wir fühlen uns machtlos, angegriffen, als Opfer, wir brauchen einen Schuldigen, wir finden unseren vermeintlichen Antagonisten und wandeln unser eigenes Unvermögen und unsere Angst um in irgendeine Form von Gewalt, um nicht mehr selbst Opfer zu sein. Das gibt uns das Gefühl von Macht und Kontrolle zurück.</p>
</p>
<p>Für mich ist wie immer nicht entscheidend, ob uns das passiert. Für mich ist entscheidend, ob wir es bemerken. Und dann darüber nachdenken. Um dann beim nächsten Mal vielleicht anders zu entscheiden. Das ist das, was ein starker Leader tun würde. Ob er nun ein Land oder Mitarbeiter führt. Oder keins von beidem.</p>
</p>
<p>Nächste Woche schreibe ich wahrscheinlich darüber, was Klarheit mit Verletzlichkeit zu tun hat. Das wird dann wieder gänzlich unpolitisch. Versprochen.</p>
</p>
<p>Bis Freitag! Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</p>
</div>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/privilegiert-ist-man-dann-wenn-man-glaubt-ein-problem-gaebe-es-nicht-nur-weil-es-einen-selbst-nicht-betrifft/">Privilegiert ist man dann, wenn man glaubt, ein Problem gäbe es nicht, nur weil es einen selbst nicht betrifft.</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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		<title>Ein Auftrag ohne Klärung ist wie ein Arztbesuch ohne Untersuchung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:59:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stellt Euch vor, Ihr geht zum Arzt, weil Ihr Schmerzen habt. Und jetzt stellt Euch vor, der fängt einfach an, ein Rezept mit diversen Medikamenten zu schreiben, ohne Euch zu untersuchen oder auch nur eine einzige Frage zu stellen. Würdet Ihr da nochmal hingehen? Also ich nicht. Was klingt wie der Anfang von einem schlechten [&#8230;]</p>
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<p>Stellt Euch vor, Ihr geht zum Arzt, weil Ihr Schmerzen habt. Und jetzt stellt Euch vor, der fängt einfach an, ein Rezept mit diversen Medikamenten zu schreiben, ohne Euch zu untersuchen oder auch nur eine einzige Frage zu stellen. Würdet Ihr da nochmal hingehen? Also ich nicht. </p>
</p>
<p>Was klingt wie der Anfang von einem schlechten Witz, passiert so oder so ähnlich meiner Erfahrung nach täglich in Unternehmen. Nur dass es dort um Projekte und Aufgaben geht. Der Patient ist in meiner Analogie der Auftraggeber (oft die Führungskraft), der Arzt der Beauftragte (oft der Mitarbeiter). Die Führungskraft kommt also mit ihren Schmerzen zum Mitarbeiter und will eine Lösung. Weg 1 des Mitarbeiters könnte wie im Beispiel oben sein, sofort das &#8222;Rezept&#8220; zu schreiben, also ohne Rückfragen an der vermeintlich gewünschten Lösung zu arbeiten. Kann klappen, muss aber nicht. </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Ich empfehle Weg 2: Der Mitarbeiter führt eine saubere Auftragsklärung durch.</h4>
</p>
<p>Versteht mich nicht falsch, ich möchte damit nicht sagen, dass die Verantwortung zur Auftragsklärung rein beim Mitarbeiter liegt. Die Verantwortung teilen beide. Wie immer beim Sender-Empfänger-Prinzip versteht der Empfänger eh das, was er will. Also muss ich als Sender dafür sorgen, dass das möglichst nah an dem dran ist, was ich im Kopf habe. Genau wie ich nicht erwarten kann, dass ein Arzt ohne meine Informationen die passende Diagnose stellt, kann ich als Führungskraft nicht erwarten, dass mein Mitarbeiter Gedanken lesen kann, geschweige denn &#8222;doch wissen muss, was ich will&#8220;. Ich persönlich wäre sofort skeptisch, wenn ich als Führungskraft keine Fragen gestellt bekäme. </p>
</p>
<p>Gleichzeitig würde es mir sehr gut gefallen, wenn mehr Mitarbeiter die Auftragsklärung beim Auftraggeber einfordern würden. Ich möchte gar nicht erst anfangen, darüber nachzudenken, wie viele Ressourcen weltweit täglich verschwendet werden, weil der Auftrag nicht geklärt wurde. Wenn ich als Selbständige so arbeiten würde, könnte ich wahrscheinlich bald meinen Laden dicht machen. </p>
</p>
<p>Weshalb mir die Auftragsklärung so wichtig ist? Sehr oft habe ich in meiner Arbeit als Beraterin, Trainerin und Coach mit Auftraggebern zu tun, die zu Gesprächsbeginn selbst noch gar nicht genau wissen, was sie eigentlich wollen. Ich finde das total verständlich und sehe es als meine erste Aufgabe an, ihm oder ihr schon an dieser Stelle zu mehr Klarheit zu verhelfen. Ich stelle meinen Kunden in meiner Auftragsklärung deshalb ganz zu Anfang eine sehr banale Frage: </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Was soll danach anders sein? </h4>
</p>
<p>Der Zauber dieser Frage ist in ihrer Einfachheit begründet. Sie hat folgende Vorteile:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li>Der Auftraggeber wird zum Nachdenken angeregt.</li>
<li>Der Auftraggeber formuliert sein Ziel positiv <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/05/29/wie-du-deine-ziele-klar-formulierst-und-dann-wahrscheinlich-sogar-erreichst/">(dazu mehr in meinem Artikel über Zielsetzung)</a>.</li>
<li>Der Auftraggeber bewegt sich vom Problem- in den Lösungsraum.</li>
</ol>
</p>
<p>Oft wird diese erste Frage gefolgt von dieser hier:</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Woran werden Sie das erkennen?</h4>
</p>
<p>Diese vertiefende Frage führt in der Regel dazu, dass beobachtbares Verhalten beschrieben wird. Sie lässt sich sehr schön kontextabhängig variieren:</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Woran werden Ihre Kunden das erkennen? </li>
<li>Woran Ihre Mitarbeiter? etc. </li>
</ul>
</p>
<p>Im unternehmensinternen Kontext könnte der Auftragnehmer dann entsprechend zum Beispiel fragen: </p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Woran werden unsere Kunden das erkennen?</li>
<li>Woran wird Abteilung xy das erkennen?</li>
<li>Woran wird unsere Inhaberin das erkennen? etc.</li>
</ul>
</p>
<p>Ich erlebe immer wieder, dass Mitarbeiter sich schlicht nicht trauen, die &#8222;Sinn-Frage&#8220; zu stellen. Vielleicht kennt Ihr das auch. Wenn ich Menschen frage, was sie hindert, ihren Auftrag zu klären, bevor sie viel Zeit und Energie in die Lösung stecken, bekomme ich in der Regel mindestens eine der folgenden drei Antworten: </p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li>&#8222;Wenn ich nachfrage, sieht das doch so aus, als würde ich meine Chefin hinterfragen. Dann fühlt sie sich bestimmt provoziert.&#8220; </li>
<li>&#8222;Bestimmt wirkt das dann so, als wäre ich inkompetent. Ein guter Mitarbeiter versteht seinen Chef doch blind und weiß sofort, was zu tun ist.&#8220; </li>
<li>&#8222;Meine Chefin weiß ja, was sie tut. Sie wird also einen guten Grund für den Auftrag haben, auch wenn ich ihn nicht kenne.&#8220; </li>
</ol>
</p>
<p>Ich kenne diese Glaubenssätze auch selbst sehr gut aus meiner Konzern-Zeit. Besonders den zweiten. Es gibt wenig, das mir wichtiger ist, als meine Kompetenz. Und ich bilde mir relativ viel auf meine Fähigkeit ein, schnell zu begreifen und/oder zu spüren, was der Andere braucht. Klappt auch meistens ganz gut. Mein Mann nennt mich manchmal liebevoll &#8222;den Mentalist&#8220;. Nur bin ich damit auch schon oft genug auf die Nase gefallen, wenn ich vielleicht doch nicht ganz richtig lag. Das ist dann meist in Stress für mich ausgeartet, weil ich in wenig Zeit viel anpassen musste. Und ich kann mich noch schmerzlich an Situationen erinnern, in denen mich zwei große Chef-Augen ungläubig anblickten, wenn klar wurde, dass ich meinen Auftrag ganz anders verstanden hatte als er gemeint war. Dieses Risiko halte ich schlicht für unnötig. </p>
</p>
<p>Also habe ich vor einigen Jahren angefangen, meine &#8222;Anders-Frage&#8220; zu stellen. Ich habe einfach wenig Lust darauf, nach dem Gießkannenprinzip zu arbeiten und dabei zu hoffen, zufällig den richtigen Nerv zu treffen. In meiner Branche hat man auch nicht allzu viele Versuche. Und was mir immer wieder zeigt, wie gut die Frage ist, ist die Tatsache, dass kaum jemand sie ad hoc beantworten kann. Gute Fragen sind für mich fast immer diejenigen, die mein Gegenüber zum Nachdenken anregen. Und dieses Nachdenken führt dazu, dass mein Auftraggeber seine Ziele reflektiert. Aus welchem Grund sollte das unternehmensintern anders sein? In dem Moment, in dem ich den Anderen zum Nachdenken anrege, werde ich zu einem wertvollen Gesprächspartner. Ansonsten bin ich Befehlsempfänger. Und das auch noch, ohne den Befehl wirklich zu kennen. Klingt wenig attraktiv, oder?</p>
</p>
<p>Sorgt für Euch. Ob als Auftraggeber oder als Auftragnehmer: Je klarer der Auftrag ist, desto besser für alle. Diese Gespräche lohnen sich und müssen gar nicht lange dauern. Sie kosten allemal einen Bruchteil der Zeit und Ressourcen, die für späteres Justieren drauf gehen. Dann doch lieber gleich die passende &#8222;Diagnose&#8220; stellen.</p>
</p>
<p>Wie sind Eure Erfahrungen mit der Klärung von Aufträgen in Unternehmen?</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
<p>P.S.: Das Thema Zweifel habe ich weiterhin auf dem Schirm. Kommt noch. </p>
</p>
</div>
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		<title>Warum Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern eine Notwendigkeit.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontext]]></category>
		<category><![CDATA[Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertschätzung]]></category>
		<category><![CDATA[Verbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vulnerability]]></category>
		<category><![CDATA[zerotohero]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich meine Gedanken dazu mit Euch teilen, warum wir uns meiner Meinung nach oft nicht trauen, klar zu sein. Warum fällt es uns eigentlich so schwer, klar zu kommunizieren? Was hindert uns? Was befürchten wir? So viel vorab, und das ist mir wichtig: Es macht ganz sicher nicht in allen Situationen Sinn, mehr [&#8230;]</p>
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<p>Heute möchte ich meine Gedanken dazu mit Euch teilen, warum wir uns meiner Meinung nach oft nicht trauen, klar zu sein. Warum fällt es uns eigentlich so schwer, klar zu kommunizieren? Was hindert uns? Was befürchten wir?</p>
</p>
<p>So viel vorab, und das ist mir wichtig: Es macht ganz sicher nicht in allen Situationen Sinn, mehr Klarheit in unsere Kommunikation zu bringen. In meinem Artikel &#8222;Die dunkle Seite der Macht&#8220; habe ich schon darüber geschrieben, dass Klarheit für mich kontextabhängig ist. <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/05/15/die-dunkle-seite-der-macht/">(Hier könnt Ihr den Artikel lesen.)</a> Eine sehr kluge Freundin von mir hat neulich in einem spannenden Gespräch noch den Wunsch geäußert, <em>adressatengerecht</em> klar zu kommunizieren. Das, finde ich, ist eine sehr schöne Ergänzung und macht es noch klarer. </p>
</p>
<p>Ein Kernproblem, das uns hindern kann, klar zu sein, ist für mich dieses: Wir nehmen uns zu wenig Zeit für die Reflexion, die notwendig wäre, um zu durchdringen, was wir eigentlich genau erreichen wollen. Was ist mein Ziel? Was ist die &#8222;Überschrift&#8220;? <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/05/29/wie-du-deine-ziele-klar-formulierst-und-dann-wahrscheinlich-sogar-erreichst/">(Hier könnt Ihr noch mehr zum Thema Ziele lesen.)</a> Wir sind also schon unklar, bevor wir auch nur den Mund aufgemacht haben. Und selbst wenn wir uns vorbereitet haben auf ein Gespräch, reicht das nicht immer aus. So lange wir uns in unserer Vorbereitung nur mit der Spitze des Eisbergs beschäftigen und nicht darauf schauen, was alles unter Wasser liegt, können wir uns zwar selbst auf die Schulter klopfen, weil wir uns ja so toll vorbereitet haben. Daran kann es also nicht liegen, dass das Gespräch trotzdem nicht so gelaufen ist wie geplant. Wenn wir es ehrlich meinen, braucht es aber mehr. Und dazu müssen wir gewillt sein, im wahrsten Sinne ins kalte Wasser zu springen, abzutauchen und herauszufinden, worum es uns wirklich geht. Welche unserer Werte, welche unserer Bedürfnisse führen uns dazu, mit dem anderen Menschen in eine Auseinandersetzung zu gehen? Erst wenn wir das für uns wissen, können wir den Versuch wagen, es dem Anderen zu vermitteln. </p>
</p>
<p>Ich stolpere gerade über das Wort &#8222;Auseinandersetzung&#8220;, das in meinem eigenen Sprachgebrauch irgendwie negativ belegt ist. Das klingt so nach Streit. Kurz vor fairem Kampf mit Messern. Und doch gibt es für mich auch noch eine andere, absolut positive Bedeutung dieses Begriffs: Nämlich die, dass wir ein komplexes Emotionsknäuel, das als &#8222;Sache&#8220; getarnt daher kommt, auseinander wickeln und Stück für Stück betrachten, beleuchten und hinterfragen, anstatt es einfach einem anderen Menschen an den Kopf zu werfen. Das hat für mich auch viel mit Respekt zu tun. Dass das trotzdem immer wieder passieren kann, ist ganz natürlich. Passiert mir ziemlich oft. Ich bilde mir nur ein, dass ich es im Nachgang (fast) immer bemerke. Genau so wichtig wie die Reflexion vorab ist nämlich die danach. Denn bei allen guten Vorsätzen und auch der besten Vorbereitung kann das Gespräch anders verlaufen als geplant. Da ist nämlich auch noch die andere Person mit ihren ganz eigenen Knäueln. Deshalb frage ich mich in solchen Fällen während meiner Selbstreflexion unter anderem: <em>&#8222;Was hätte ich an welcher Stelle besser machen können? Und wenn schon nicht besser, dann zumindest anders?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Vielleicht denkt Ihr jetzt: <em>&#8222;Warum überhaupt solche klärenden Gespräche führen? Ohne kommt man doch auch ganz gut zurecht. Vielleicht sogar besser.&#8220; </em>Das mag in manchen Fällen sogar stimmen. Es kommt für mich allerdings darauf an, was es zu gewinnen gibt. Nicht darauf, was es zu verlieren gibt. Und für mich kam irgendwann der Punkt, an dem ich mir dachte: <em>&#8222;Ich will zumindest versuchen, alles dafür zu tun, um mich anderen besser verständlich zu machen.&#8220;</em> </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Mein großes Ziel ist die Verbindung zu anderen. Ich glaube, dafür sind wir überhaupt da.</h4>
</p>
<p>Für mich gibt es drei Situationen, in denen ich ganz besonders für Klarheit plädiere: </p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li>Sobald es um einen Menschen geht, der Euch wirklich wichtig ist.</li>
<li>Wenn Ihr merkt, dass Ihr Euer Gesprächsziel mit der bisherigen Vorgehensweise nicht erreicht. Das können zum Beispiel Gespräche mit Mitarbeitern oder Vorgesetzten sein. Gehaltsverhandlungen. Bewerbungsgespräche. Die Liste ist lang.</li>
<li>Diese Situationen, in denen wir uns im Nachhinein wünschten, wir könnten die Zeit zurückspulen. Und dann die super schlagfertigen Dinge sagen, die uns wie immer erst eingefallen sind, als es schon zu spät war. Kurz: Das sind für mich Situationen, in denen wir für uns sorgen. Für uns einstehen. <strong>Weil wir das wert sind.</strong></li>
</ol>
</p>
<p>Manchmal ist es auch eine Kombination aus mehreren dieser Faktoren. Oder gar alle drei auf einmal. </p>
</p>
<p>Mein Gefühl ist, dass wir uns oft nicht trauen, klar zu sein, weil wir Angst davor haben, dass das für den Anderen &#8222;zu viel&#8220; sein könnte. Achtung, <em>truth bomb</em>: Ja, das kann passieren. Ich würde jetzt wirklich gern sagen, dass diese Gefahr nicht besteht. Kann ich leider nicht machen, das habe ich selbst schon oft genug sehr schmerzhaft erfahren müssen. Und ich mache trotzdem weiter mit meiner Klarheit. Denn die entscheidende Frage ist doch: Wenn es wirklich für den anderen zu viel ist &#8211; wie tief geht unsere Verbindung dann wirklich? Und auch wenn es tierisch schmerzt, manchmal ist es besser, das herauszufinden, als sich weiter etwas vor zu machen. Meine Hypothese ist, dass die Vorteile überwiegen. Die Momente, in denen wir mit unserer Klarheit den Anderen auf einer Ebene erreichen, die bisher nicht möglich war, sind magisch. Das schafft echte Verbundenheit. Und die ist es wirklich wert. Vor allem: Wir sind es wert. Da kann ich mich nur wiederholen. Mach&#8216; ich direkt nochmal: Wir sind es wert! Es ist für mich eine Frage der Selbstwertschätzung, wie sehr wir uns öffnen. Wie viel wir von uns selbst zu zeigen bereit sind. Dabei geht es um Selbstoffenbarung. Mal die Maske fallen lassen. Mal kurz den Schutzschild zur Seite legen. Die Deckung öffnen. <strong>Verletzlichkeit nicht als Schwäche begreifen, sondern als Notwendigkeit.</strong></p>
</p>
<p>Wenn wir selbst nicht glauben, dass unsere Bedürfnisse okay sind, wie soll es dann der Andere glauben? Ich habe schon Situationen erlebt, die &#8211; man kann es sich vielleicht kaum vorstellen, weil ich so viel von Verbundenheit und Bedürfnissen geschrieben habe &#8211; tatsächlich fast alle im beruflichen Kontext passiert sind. Da fiel es meinen Klienten wie Schuppen von den Augen, als sie mit ihren eigenen Werten und Bedürfnissen in Kontakt kamen und endlich gemerkt haben: Ach, darum geht es hier eigentlich. Das sind die Momente, die ich in meiner Arbeit mit am meisten liebe. Und weil ich diese Momente immer wieder erleben darf, dabei sein darf, wenn das passiert, kämpfe ich so leidenschaftlich für mehr Klarheit. Besonders in dieser total verrückten, schnellen, krisenbelasteten, ungewissen Zeit braucht es doch genau das. <strong>Weil wir das wert sind.</strong></p>
</p>
<p>Ich bekomme gerade richtig Lust, noch mehr über das Thema Selbstoffenbarung und Verletzlichkeit zu schreiben. Was denkt Ihr? Ich freue mich auf Eure Gedanken!</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia </p>
</p>
</p>
</div>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/warum-verletzlichkeit-keine-schwaeche-ist-sondern-eine-notwendigkeit/">Warum Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern eine Notwendigkeit.</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die innere Rampensau wachküssen: 7 Tipps fürs freie Sprechen</title>
		<link>https://saskiaachtruth.com/die-innere-rampensau-wachkuessen-7-tipps-fuers-freie-sprechen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:56:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freies Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennt Ihr das? Diesen Moment, bevor Ihr im Meeting die wichtige Präsentation geben müsst? Das Bewerbungsgespräch habt? Vor Leuten sprechen sollt? Den Moment, in dem Ihr Euch ganz weit weg wünscht? Euer Mund trocken wird und Eure Hände feucht? Und Ihr Euch fragt, ob Euer Deo noch wirkt? Zugegeben, nicht jeder Mensch ist für die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/die-innere-rampensau-wachkuessen-7-tipps-fuers-freie-sprechen/">Die innere Rampensau wachküssen: 7 Tipps fürs freie Sprechen</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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<p>Kennt Ihr das? Diesen Moment, bevor Ihr im Meeting die wichtige Präsentation geben müsst? Das Bewerbungsgespräch habt? Vor Leuten sprechen sollt? Den Moment, in dem Ihr Euch ganz weit weg wünscht? Euer Mund trocken wird und Eure Hände feucht? Und Ihr Euch fragt, ob Euer Deo noch wirkt?</p>
</p>
<p>Zugegeben, nicht jeder Mensch ist für die Bühne geboren. Das wäre ja auch nahezu unerträglich. Das Problem ist leider, dass jeden Tag viele Menschen gezwungen sind, auf die Bühne zu gehen, obwohl sie sich lieber einen spitzen Gegenstand ins Auge stechen würden. Mit „Bühne“ meine ich jedwede Situation, in der wir vor anderen sprechen. Diese Situationen können in vielerlei Gestalt daherkommen: Wortmeldungen in Meetingräumen, Präsentationen in kleinem oder großem Rahmen oder (brandaktuell) Web-Konferenzen &#8211; um nur eine kleine Auswahl an Beispielen zu nennen. Besonders Führungskräfte, wenn auch nicht ausschließlich, finden sich oft in der Position wieder, auf die Bühne zu müssen, ohne wirklich zu wollen. Und wenn Ihr wüsstet, wie oft das Thema in meiner Arbeit ist, wärt Ihr vermutlich ziemlich überrascht. Ist irgendwie ein Tabu-Thema, weil in vielen Köpfen zu einem starken Anführer dazugehört, dass er gern laut brüllt (im übertragenden Sinne natürlich).</p>
</p>
<p>Ich selbst höre mich zwar zugegebenermaßen wahnsinnig gern sprechen; allerdings heißt das nicht, dass ich vollkommen angstfrei bin, wenn mich plötzlich alle anstarren. Mein Anspruch ist nämlich, zu jeder Zeit möglichst kompetent und unterhaltsam oder zumindest eins von beidem zu sein. Meine innere Latte hängt verdammt hoch. Das verträgt sich nicht so gut mit Lampenfieber. Trotzdem bringe ich mich selbst immer und immer wieder in Situationen, in denen ich vor Leuten sprechen muss. Kurz davor frage ich mich selbst manchmal: <em>„Warum?! Musste das denn wieder sein? Konntest Du Dich nicht EIN Mal hübsch bescheiden zurückhalten?“</em> Leider nein. Andere haben einen inneren Schweinehund, ich habe eine innere Rampensau. Und die lebt von Nervenkitzel und Scheinwerferlicht. </p>
</p>
<p>Weil mich immer wieder Menschen fragen, wie ich „das“ mache (auf Nachfrage habe ich erfahren, dass sie meinen, wie ich es hinbekomme, mich vor Menschen zu stellen und meistens sehr klar auf den Punkt meine Botschaften zu vermitteln, ohne vorher alles Wort für Wort ausgearbeitet und auf Moderationskarten geschrieben zu haben), habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, die ich heute gern mit Euch teilen möchte. Wichtig: Das sind meine ganz persönlichen Zutaten. Ich sage nicht, dass es die einzig wahren sind.</p>
</p>
<p>1. <strong>Ich mache nie, niemals „Trockenübungen“. </strong>Ich weiß nicht, woher das kommt, aber viele Leute scheinen zu denken, dass man nur gut vor anderen sprechen kann, wenn man vorab jedes Wort auswendig gelernt hat. Ganz ehrlich: Dann könnt Ihr auch gleich alles aufschreiben und ablesen. Der Effekt ist für mich als Zuhörer vergleichbar. Es wirkt steif &#8211; und eben auswendig gelernt. Das mag niedlich sein bei 4-jährigen, die dem Weihnachtsmann ein Gedicht aufsagen. Das war‘s. </p>
</p>
<p>2. Was ich stattdessen mache? <strong>Ich setze mir einen Rahmen.</strong> Das heißt konkret: Ich schreibe mir die ersten ein bis drei Sätze auf. Und die letzten ein bis drei. Auswendig lerne ich die trotzdem nicht, denn ich kann aus Erfahrung sagen, dass oft genug unvorhergesehene Dinge passieren, auf die ich spontan eingehen können will. Deshalb merke ich mir nur die grobe Richtung dieser ersten drei bzw. letzten drei Sätze. Das gibt mir Sicherheit. Wenn ich erstmal angefangen habe zu sprechen, kommt der Rest quasi „von allein“. Und das ist tatsächlich nicht nur bei mir so. Vertraut mir.</p>
</p>
<p>3. <strong>Ich unterstütze diesen Rahmen gern mit einem so genannten „Plan“.</strong> Ich habe mal ein spannendes Training bei Bernd Höcker besucht, das „Think on your feet“ heißt. Dort haben wir unter anderem gelernt, in Plänen zu sprechen. Gemeint ist damit, simpel ausgedrückt, mein Thema in ein Erstens, Zweitens und Drittens zu gießen. Ein Beispiel:<em> „Heute geht es um das Thema Frei Sprechen vor Leuten. Ich werde Euch als erstes etwas darüber erzählen, was Ihr gegen Lampenfieber tun könnt (Erstens). Dann werde ich Euch meine fünf besten Tipps zur Vorbereitung verraten (Zweitens). Und zum Schluss möchte ich mit Euch in den Austausch gehen und Eure Fragen beantworten (Drittens).“ </em> Wichtig ist mir dabei, dass es nicht darum geht, die Spannung wegzunehmen. Ich piekse die Themen bewusst nur an. Ziel ist, meine Zuhörer darauf vorzubereiten, was sie erwartet. Ansonsten kann sich das ein bisschen so anfühlen wie ein Meeting ohne Agenda. Grob gesagt folge ich der uralten Regel<em> „Sag, worüber Du sprechen wirst. Sprich drüber. Sag, worüber Du gesprochen hast.“</em> (Wie durch Magie wieder ein Dreischritt.) Kritiker merken jetzt eventuell an, dass große Redner wie Obama oder (Oh Gott, warum fällt mir jetzt kein anderer ein?!)&#8230; Okay. Dass große Redner wie Obama auch nicht ankündigen, worüber sie sprechen werden. Da haben sie recht. Für mich ist der entscheidende Unterschied, dass ich nun mal nicht Obama bin, bei dem bereits der Name Programm ist. So lange Menschen noch nicht Schlange stehen, um Euch sprechen zu hören, kann diese Art der Vorbereitung durchaus sinnvoll sein.</p>
</p>
<p>4. <strong>Ich schreibe niemals mehr als 3 Worte auf ein PowerPoint-Slide.</strong> Wer schon mal einen TedTalk gesehen hat, weiß warum. Wenn nicht: Schaut Euch da dringend mal um. Kleiner Tipp: Wenn auf dem Slide alles steht, was ich sage &#8211; wozu bin ich dann da?</p>
</p>
<p>5. <strong>Ich baue ziemlich am Anfang eine persönliche Anekdote ein, die zum Thema passt.</strong> Das macht mich nahbar und bricht das Eis. <em>„Ach, sie ist ja eine von uns.“ </em>Das ist auch einfacher für mich, weil ich die persönliche Anekdote ja selbst erlebt habe und deshalb besonders gut frei erzählen kann. Damit habe ich direkt meinen Start-Rahmen gesetzt. Ist das nicht unprofessionell und zu privat? Nö. Mein Ziel ist doch, die Menschen zu erreichen. Das gelingt mir persönlich nicht so gut, indem ich meine Menschlichkeit hinter einer Maske (no pun intended) verberge. Passt auch zu meinem letzten Artikel über Selbstoffenbarung und Verletzlichkeit.</p>
</p>
<p>6. <strong>Ich gehe mit den Leuten in Interaktion. </strong>Wie? Indem ich Fragen stelle. Meistens klappt es ganz gut, erstmal mit Handzeichen zu arbeiten. Das trauen sich wirklich fast alle. Und dann habe ich wirklich immer jemanden dabei, der noch mehr dazu sagen will. Schon seid Ihr im Dialog. Falls nicht: Nicht schlimm. Den meisten Leuten reichen die Handzeichen, um sich integriert zu fühlen. Die nächste Stufe ist dann, offene Fragen zu stellen, bei denen Ihr nur Schlagwörter zur Antwort hören wollt, die Ihr dann in Euren Vortrag integriert. Ich gebe zu, das ist dann schon etwas höhere Schule. Aber auch kein Hexenwerk. </p>
</p>
<p>7.<strong> Ich feiere mich innerlich selbst ein bisschen dafür, dass ich da oben/da vorne stehe.</strong> Ihr müsst ja nicht gleich stagediven, aber ein wenig innerliches Eigenlob hat selten geschadet. </p>
</p>
<p>Würde ich länger nachdenken, könnte ich die Liste vermutlich noch um 28 Punkte erweitern, aber diese sieben sind definitiv diejenigen, die für mich persönlich den größten Unterschied machen. Und klar, Ihr habt gemerkt, dass es vor meinem inneren Auge dabei eher um die „große“ Vortrags-Bühne ging. Allerdings könnt Ihr alle sieben Punkte auch auf andere „bühnenartige“ Situationen übertragen. Okay, vielleicht Nummer 5 nicht unbedingt. Die ist gut, wenn die Leute Euch noch nicht kennen. Immer im Hinterkopf behalten: Was ist Euer Ziel? Stumpf ohne Sinn und Verstand die „7 goldenen Schritte zum erfolgreichen freien Sprechen“ nach Schema F abzuarbeiten ist ganz sicher nicht das, was ich Euch empfehlen möchte. Im Gegenteil. Bitte prüft kritisch für Euch, bei welchen meiner Tipps Ihr Euch wiederfindet &#8211; und bei welchen nicht. In letzterem Fall wäre es dann toll, wenn Ihr für Euch direkt eine Alternative findet, die besser zu Euch passt. Und noch besser, wenn Ihr die mit mir teilen mögt. </p>
</p>
<p>Ich freue mich drauf, von Euch zu hören!</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag. Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</div>
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