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	<title>Kommunikation Archive | saskiaachtruth.com</title>
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	<title>Kommunikation Archive | saskiaachtruth.com</title>
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		<title>Wieso Coaching wie Welpenschule ist</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 14:23:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern war ich zum ersten Mal mit unserem Welpenmädchen Mücke in der Welpenschule. Sehr aufregende Angelegenheit! Während ich mit den anderen Hundemenschen um die Wette zitterte vor Kälte, habe ich unglaublich viel über Hunde, Menschen und mein Lieblingsthema Coaching gelernt. Als allererstes haben wir uns im Kreis mit gutem Abstand zueinander mit den Hunden platziert, [&#8230;]</p>
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<p>Gestern war ich zum ersten Mal mit unserem Welpenmädchen Mücke in der Welpenschule. Sehr aufregende Angelegenheit! Während ich mit den anderen Hundemenschen um die Wette zitterte vor Kälte, habe ich unglaublich viel über Hunde, Menschen und mein Lieblingsthema Coaching gelernt. </p>
</p>
<p>Als allererstes haben wir uns im Kreis mit gutem Abstand zueinander mit den Hunden platziert, die Leinen abgenommen und dann eine Art Schutzraum mit Gatter für unseren jeweiligen Welpen gebildet. Dabei gehst du in die Hocke, lässt den Welpen zwischen deine Beine kommen und hältst dann bei Bedarf die Hände mit ausgestreckten Armen wie ein Gatter vor den Welpen, ohne ihn zu berühren. </p>
</p>
<p>Letzteres war besonders spannend für mich, denn ich habe, wie so viele Hundebesitzer, eher die Tendenz, sie schützend zu halten, zu umarmen und beschwichtigend zu streicheln. Das allerdings führt logischerweise dazu, dass ich durch meine Aktionen <strong>a) ihr Gefühl der Unsicherheit verstärke und b) ihr die Möglichkeit nehme, frei zu entscheiden, </strong>ob sie sich aus der &#8222;Höhle&#8220; trauen und die anderen Welpen kennenlernen will. </p>
</p>
<p>Die Parallele zu all dem, was ich hier und überall sonst, wo ich predige, immer erzähle, hat sich mir regelrecht aufgedrängt: Ich bin in diesem Bild die Expertin, die Trainerin, die Unternehmerin, die kontrollieren will, die glaubt, sie müsse schützen, lenken, sagen, wie es geht. Mücke ist die Kundin, die Klientin, die ihre eigenen Erfahrungen machen will, auf ihre eigene Art. <strong>Und ich lasse sie einfach nicht. </strong></p>
</p>
<p>Ja, okay, ich meine es gut. Ich will auf keinen Fall, dass ihr was passiert. Ich bin ja auch verantwortlich für sie. Doch dass ich mit meinen Beschwichtigungen nicht zeige, dass ich alles im Griff habe, <strong>sondern stattdessen signalisiere, dass es Grund gibt, sich Sorgen zu machen,</strong> ist nicht zielführend. <strong>Mein Job ist es, einen sicheren Rahmen zu geben, in dem sie sich frei bewegen kann. In dem sie ihre Lösungen ausprobieren und finden kann. </strong></p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Verantwortung zu übernehmen kann bedeuten, loszulassen</h4>
</p>
<p>Merkst du was? <strong>Genau so ist es, wenn du deinen Kundinnen nicht den Raum gibst, den sie brauchen, um selbst auszuprobieren, was für sie funktioniert. </strong>Deshalb ist es so wahnsinnig hilfreich, wenn du dir on top auf deine Expertise Coaching-Kompetenzen schaufelst.  Verantwortung zu übernehmen kann bedeuten, loszulassen. </p>
</p>
<p>Für dich bedeutet das: <strong>Loslassen. </strong>Für deine Kundin bedeutet das: Sie kann sich im von dir gehaltenen Rahmen so bewegen, dass sie neue Wahlmöglichkeiten entdeckt, weil sie entspannt &#8222;schnuppern&#8220; kann, was da alles so ist. </p>
</p>
<p>Wenn du sie jetzt wieder festhältst (aka ihr sagst, was sie machen soll) oder sie streichelst (aka sie durch dein Verhalten &#8211; ungewollt &#8211; klein machst und ihr Gefühl der Unzulänglichkeit verstärkst), wird&#8217;s nix mit der Entwicklung. </p>
</p>
<p><strong>Über all dem steht Vertrauen. </strong>Vertrauen in dich, Vertrauen in die Selbstkompetenz deiner Kundin, Vertrauen in den Prozess. </p>
</p>
<p>Ich hab&#8216; gestern in der Kälte auf dem Hundeplatz mal wieder sehr deutlich gespürt, wie sich Vertrauen anfühlt: Mega gut. Probier&#8217;s mal aus.</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Die dunkle Seite der Macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 13:07:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eure Kommentare zu meinem ersten Blog-Artikel &#8222;Klarheit ist doch total unfreundlich. Oder?&#8220; haben mich sehr inspiriert. Das war natürlich auch meine Hoffnung: Dass ich von Euch lernen kann, was Euch bewegt. Wie ich Euch vielleicht hier und da eine andersartige Perspektive oder auch nur Grund zum Grübeln anbieten kann. Einer meiner Lieblings-Kommentare kam von meinem [&#8230;]</p>
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<p>Eure Kommentare zu meinem ersten Blog-Artikel &#8222;Klarheit ist doch total unfreundlich. Oder?&#8220; haben mich sehr inspiriert. Das war natürlich auch meine Hoffnung: Dass ich von Euch lernen kann, was Euch bewegt. Wie ich Euch vielleicht hier und da eine andersartige Perspektive oder auch nur Grund zum Grübeln anbieten kann.</p>
</p>
<p>Einer meiner Lieblings-Kommentare kam von meinem yodamäßigen Box-Trainer Rüdiger May. Er schrieb mir: &#8222;Klarheit wird oft mit Angriff verwechselt.&#8220; Wie die Faust aufs Auge, im wahrsten Sinne. Für mich ist das eine sehr treffende Beschreibung dessen, was passieren kann, wenn wir mit Klarheit und den besten aller Intentionen kommunizieren. Es ist nämlich leider nicht gesagt, dass unser*e Gesprächspartner*in diese Klarheit überhaupt möchte und entsprechend begeistert reagiert <em>(&#8222;Wow, danke, dass Du so klar kommunizierst! Das ist auch überhaupt nicht schmerzhaft für mich, denn ich werde gern ungefragt mit den Dingen konfrontiert, die ich lieber unter der Oberfläche halten möchte.&#8220;)</em>.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Ist Klarheit also wirklich immer der beste Weg?&nbsp;Nö.</h4>
</p>
<p>So sehr ich alle verfügbaren Fahnen für die Klarheit hochhalte, ich weiß um ihre Schattenseiten. Denn Klarheit in der Kommunikation setzt voraus, dass die Beziehung sie aushält. Ich weiß das deshalb besonders gut, weil ich mich ja selbst lange Zeit vor ihr gedrückt habe. Und das oft bis heute tue. Nämlich immer dann, wenn ich nicht sicher bin, ob eine Beziehung stabil genug dafür ist. Oder wenn sie mir ganz besonders viel bedeutet.</p>
</p>
<p>Achtung, menschlicher Abgrund: Klarheit ist also immer dann besonders einfach, wenn uns die Beziehung zum Gesprächspartner nicht wichtig ist. Oder wenn wir uns irgendwie mächtiger fühlen als der andere. Müsst Ihr mal drauf achten. Ist nicht immer schön, kann aber ziemlich gute Erkenntnisse für Euch liefern.</p>
</p>
<p>Mir kam vorhin beim Joggen am Rhein ein Fußgänger entgegen. Genau auf &#8222;meiner Spur&#8220;, ganz rechts außen, so nah wie möglich am Wasser. Zu meiner Linken respektive seiner Rechten jede Menge Platz zum Ausweichen. Ich sah ihn schon aus weiterer Entfernung und gebe zu, dass sich mein rebellisches Kind-Ich dachte: &#8222;So. Ich bleib&#8216; mal bockig auf meiner Spur. Er kann ja ausweichen, ist ja genug Platz da.&#8220; Er schien vergleichbar sture Gedanken gehabt zu haben und hielt gnadenlos auf mich zu. Machte dann auch noch doofe Zeichen mit den Armen. Ich bin dann schließlich doch ausgewichen &#8211; und er rief mir zu allem Überfluss zu: &#8222;Ich kann ja da runter (gemeint war der Rhein)!&#8220; Mein Comeback: &#8222;Ja, ich auch. Was soll&#8217;n das?&#8220; Mega souverän also. Dafür klar. War leicht. Beziehung zu dem Kerl ist mir Wurscht. Und ich fühle mich auch noch irgendwie schlauer als er. Also mächtiger. Igitt. Alle, die von mir oder jemand anderem schon mal was über Transaktionsanalyse gehört haben, schlagen jetzt zu recht entsetzt die Hand vor den Mund. <em>We teach best what we most need to learn.</em></p>
</p>
<p>Mir geht es auch ohne Glanzleistung in zwischenmenschlicher Kommunikation tendenziell gut nach dieser zweifelhaften Begegnung, weil ich immerhin für mich gesorgt habe. Und das ist unterm Strich genau das, was ich mit meinem Appell zu mehr Klarheit in der Kommunikation erreichen möchte: Dass Ihr mehr für Euch sorgt. Und das insbesondere dann, wenn Euch die Beziehung zum Anderen eben nicht total Wurscht ist. Sobald Ihr ein kontextbezogenes Auswirkungsbewusstsein <em>(also: Was könnte meine Vorgehensweise eventuell für Auswirkungen auf die weitere Zusammenarbeit/Freundschaft/Partnerschaft/&#8230; habe</em>n?) für Eure Art der Kommunikation entwickelt und feststellt, dass Euch die Reaktion des Anderen wichtig ist, wird es komplizierter.</p>
</p>
<p>Um das möglichst gut hinzukriegen, müsst Ihr aus meiner Sicht zunächst einmal etwas Vorarbeit leisten <em>(keine Sorge, die lohnt sich!)</em> und Eure Werte sowie die sich daraus ergebenden Bedürfnisse für Euch klar haben. Das ist für mich die Basis.</p>
</p>
<p>Folgende Reflexionsfragen könnten Euch dabei helfen:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Was ist mir wirklich wichtig? </strong><em>(Das sind Deine Werte. Es kann sein, dass Du sie leichter erkennst, wenn sie verletzt werden. Du könntest Dich also auch fragen: Was regt mich so richtig auf? Die Antworten kehrst Du dann um und hast Deinen Wert. Beispiel: Aufreger ist Ungerechtigkeit, Wert ist also Gerechtigkeit.)</em></li>
<li><strong>Was brauche ich, damit ich diesen Wert als erfüllt erlebe?</strong> <em>(Das ist Dein Bedürfnis. In unserem Beispiel mit der Gerechtigkeit könnte das sowas sein wie: Ich brauche das Gefühl, die gleichen Entwicklungschancen wie meine Kollegen zu haben.)</em></li>
</ol>
</p>
<p>Das Ganze nennt sich im Coaching Werte-Arbeit, auf die ich schwöre. Wir Menschen lieben es, mit unseren Werten in Kontakt zu kommen. Passiert leider im Alltag verdächtig selten. Und wenn, dann wie gesagt eher, wenn sie verletzt werden. Ihr könnt das aber eben auch wunderbar für Euch in der Selbstreflexion machen. Das lohnt sich wirklich sehr. Macht mal.</p>
</p>
<p>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Anneliese aus meinem letzten Blog-Artikel, die wollte, dass Ihr Mitarbeiter mehr Neukunden akquiriert. Sobald sie sich die Fragen zu ihren Werten und Bedürfnissen gestellt hatte, war im wahrsten Sinne des Wortes alles klar für sie. Vorher tappte sie im Dunkeln und konnte deshalb auch nicht von ihrem Mitarbeiter erwarten, dass er in irgendeiner Form Betroffenheit spürt und sein Verhalten ändert. Sobald sie ihre Werte und Bedürfnisse für ihn transparent gemacht hatte, konnte er nachvollziehen, worum es ihr wirklich geht. Eine der Leadership-Hauptaufgaben aus meiner Sicht: Orientierung geben. Wie soll das gehen ohne Klarheit?</p>
</p>
<p>Die Kunst ist nun also, diejenigen Situationen für Euch zu identifizieren, in denen sich der klare Weg wirklich lohnt. Ein guter Indikator dafür kann sein, wenn Ihr für Euch passende Antworten auf diese Fragen gefunden habt:</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Was ist meine positive Absicht? <em>(Hier bitte sehr streng sein. „Die sollte endlich mal&#8230;“ zählt nicht.)</em></strong></li>
<li><strong>Worum geht es wirklich?</strong></li>
<li><strong>Bin ich gut vorbereitet?</strong></li>
<li><strong>Passt der Moment?</strong></li>
</ul>
</p>
<p>Zum Glück können wir mit etwas Übung eine sehr wertschätzende Form der Klarheit erreichen. Und das ist dann die strahlend helle Seite der Macht:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Ihr erreicht Eure Ziele, und das auch noch deutlich schneller.</strong></li>
<li><strong>Der Andere kann Euch besser verstehen, was ziemlich sicher die Zusammenarbeit (oder die Partnerschaft oder oder) verbessert.</strong></li>
<li><strong>Ihr handelt selbstwirksam &#8211; und das macht Euch super souverän <em>(und attraktiv &#8211; ohne Witz)</em>.</strong></li>
</ol>
</p>
<p>Wie erlebt Ihr das? Wann fällt es Euch vielleicht leicht, klar zu sein? Wann eher nicht so? Schreibt mir, ich bin gespannt, von Euch zu lesen.</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag!</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Privilegiert ist man dann, wenn man glaubt, ein Problem gäbe es nicht, nur weil es einen selbst nicht betrifft.</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 13:01:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>This is dedicated to my sister Traci. Die Überschrift meines heutigen Artikels habe ich mir vom Plakat eines US-amerikanischen Demonstranten geklaut, dessen Foto ich im Stern gesehen habe. Sein Statement hat mich nicht mehr losgelassen. Als ich vor wenigen Wochen meinen Blog gestartet habe, habe ich mir fest vorgenommen, über zwei Dinge niemals zu schreiben: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/privilegiert-ist-man-dann-wenn-man-glaubt-ein-problem-gaebe-es-nicht-nur-weil-es-einen-selbst-nicht-betrifft/">Privilegiert ist man dann, wenn man glaubt, ein Problem gäbe es nicht, nur weil es einen selbst nicht betrifft.</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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<p>This is dedicated to my sister Traci.</p>
</p>
<p>Die Überschrift meines heutigen Artikels habe ich mir vom Plakat eines US-amerikanischen Demonstranten geklaut, dessen Foto ich im Stern gesehen habe. Sein Statement hat mich nicht mehr losgelassen.</p>
</p>
<p>Als ich vor wenigen Wochen meinen Blog gestartet habe, habe ich mir fest vorgenommen, über zwei Dinge niemals zu schreiben: erstens über Politik, zweitens über Corona. Ersteres vor allem deshalb, weil Politik für mein persönliches Empfinden so oft dermaßen unklar ist, dass sie per se nicht so richtig gut in meinen Blog passt. Zweiteres, weil ich gucken wollte, ob das überhaupt geht.</p>
</p>
<p>Jetzt passieren allerdings gerade so viele unfassbare Dinge gleichzeitig, dass ich mich kaum noch beherrschen kann. Ich habe mich heute tatsächlich gefragt:</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Kann ich gerade <strong>ernsthaft</strong> einen Artikel <strong>schreiben</strong> und dabei den ganzen Kram <strong>einfach</strong> ausblenden?</h3>
</p>
<p>Ich habe es wirklich versucht, aber es will mir nicht gelingen. Zu schockiert bin ich. Ich hoffe, Ihr verzeiht mir, wenn ich heute also meinen eigenen Vorsatz breche, was die Politik betrifft. Dafür mache ich es kurz, ich habe nämlich Urlaub und nehme den ziemlich ernst. Deshalb wird es heute nur ein kleiner Artikel. Wahrscheinlich.</p>
</p>
<p>Vielleicht denkt Ihr jetzt, dass es hauptsächlich Donald Trump sein wird, der mich so fassungslos macht. Na klar, auch. Aber: Er bleibt sich ja im Grunde nur treu und zieht sein Ding durch. Auf eine unerträglich perverse Art ist er einer der klarsten Menschen, die es in der Öffentlichkeit so gibt. Unklarheit gehört zu den wenigen Dingen, die ich ihm nicht vorwerfen kann. Allerdings ist seine Form der Klarheit eine egozentrische, verletzende, ausgrenzende, rassistische, frauenfeindliche, selbstgerechte, machtmissbrauchende, „totale“ Klarheit, die mich in immer kürzeren Abständen laut ausrufen lässt: „Das kann er doch nicht wirklich so meinen!“ Doch, er kann.</p>
</p>
<p>Aber wie gesagt, es geht gar nicht so sehr um ihn. Er ist für mich nur eine Figur, ein Symbol. Eigentlich bräuchte er ein eigenes Muppet. Gibt es vielleicht sogar schon. Ich muss ihn mir bewusst ein bisschen lächerlich gestalten, damit ich überhaupt ertragen kann, dass es Menschen wie ihn gibt und ich irgendwie also auch mit ihm verbunden bin. Alternativ bleibt mir nur die Angst &#8211; und die will ich momentan noch nicht zulassen. Dazu kommt für mich persönlich erschwerend, dass auch er in meiner konstruktivistischen und systemischen Welt so handelt, wie es aus seiner (!) Sicht sinnvoll ist. Das ist harter Tobak, wenn man es ernst meint mit dem Konstruktivismus. Knacke ich täglich dran.</p>
</p>
<p>Tatsächlich geht es mir um das uralte Muster, das Trump wunderbar plakativ macht: Wir fühlen uns machtlos, angegriffen, als Opfer, wir brauchen einen Schuldigen, wir finden unseren vermeintlichen Antagonisten und wandeln unser eigenes Unvermögen und unsere Angst um in irgendeine Form von Gewalt, um nicht mehr selbst Opfer zu sein. Das gibt uns das Gefühl von Macht und Kontrolle zurück.</p>
</p>
<p>Für mich ist wie immer nicht entscheidend, ob uns das passiert. Für mich ist entscheidend, ob wir es bemerken. Und dann darüber nachdenken. Um dann beim nächsten Mal vielleicht anders zu entscheiden. Das ist das, was ein starker Leader tun würde. Ob er nun ein Land oder Mitarbeiter führt. Oder keins von beidem.</p>
</p>
<p>Nächste Woche schreibe ich wahrscheinlich darüber, was Klarheit mit Verletzlichkeit zu tun hat. Das wird dann wieder gänzlich unpolitisch. Versprochen.</p>
</p>
<p>Bis Freitag! Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Die innere Rampensau wachküssen: 7 Tipps fürs freie Sprechen</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:56:22 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[freies Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennt Ihr das? Diesen Moment, bevor Ihr im Meeting die wichtige Präsentation geben müsst? Das Bewerbungsgespräch habt? Vor Leuten sprechen sollt? Den Moment, in dem Ihr Euch ganz weit weg wünscht? Euer Mund trocken wird und Eure Hände feucht? Und Ihr Euch fragt, ob Euer Deo noch wirkt? Zugegeben, nicht jeder Mensch ist für die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/die-innere-rampensau-wachkuessen-7-tipps-fuers-freie-sprechen/">Die innere Rampensau wachküssen: 7 Tipps fürs freie Sprechen</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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<p>Kennt Ihr das? Diesen Moment, bevor Ihr im Meeting die wichtige Präsentation geben müsst? Das Bewerbungsgespräch habt? Vor Leuten sprechen sollt? Den Moment, in dem Ihr Euch ganz weit weg wünscht? Euer Mund trocken wird und Eure Hände feucht? Und Ihr Euch fragt, ob Euer Deo noch wirkt?</p>
</p>
<p>Zugegeben, nicht jeder Mensch ist für die Bühne geboren. Das wäre ja auch nahezu unerträglich. Das Problem ist leider, dass jeden Tag viele Menschen gezwungen sind, auf die Bühne zu gehen, obwohl sie sich lieber einen spitzen Gegenstand ins Auge stechen würden. Mit „Bühne“ meine ich jedwede Situation, in der wir vor anderen sprechen. Diese Situationen können in vielerlei Gestalt daherkommen: Wortmeldungen in Meetingräumen, Präsentationen in kleinem oder großem Rahmen oder (brandaktuell) Web-Konferenzen &#8211; um nur eine kleine Auswahl an Beispielen zu nennen. Besonders Führungskräfte, wenn auch nicht ausschließlich, finden sich oft in der Position wieder, auf die Bühne zu müssen, ohne wirklich zu wollen. Und wenn Ihr wüsstet, wie oft das Thema in meiner Arbeit ist, wärt Ihr vermutlich ziemlich überrascht. Ist irgendwie ein Tabu-Thema, weil in vielen Köpfen zu einem starken Anführer dazugehört, dass er gern laut brüllt (im übertragenden Sinne natürlich).</p>
</p>
<p>Ich selbst höre mich zwar zugegebenermaßen wahnsinnig gern sprechen; allerdings heißt das nicht, dass ich vollkommen angstfrei bin, wenn mich plötzlich alle anstarren. Mein Anspruch ist nämlich, zu jeder Zeit möglichst kompetent und unterhaltsam oder zumindest eins von beidem zu sein. Meine innere Latte hängt verdammt hoch. Das verträgt sich nicht so gut mit Lampenfieber. Trotzdem bringe ich mich selbst immer und immer wieder in Situationen, in denen ich vor Leuten sprechen muss. Kurz davor frage ich mich selbst manchmal: <em>„Warum?! Musste das denn wieder sein? Konntest Du Dich nicht EIN Mal hübsch bescheiden zurückhalten?“</em> Leider nein. Andere haben einen inneren Schweinehund, ich habe eine innere Rampensau. Und die lebt von Nervenkitzel und Scheinwerferlicht. </p>
</p>
<p>Weil mich immer wieder Menschen fragen, wie ich „das“ mache (auf Nachfrage habe ich erfahren, dass sie meinen, wie ich es hinbekomme, mich vor Menschen zu stellen und meistens sehr klar auf den Punkt meine Botschaften zu vermitteln, ohne vorher alles Wort für Wort ausgearbeitet und auf Moderationskarten geschrieben zu haben), habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, die ich heute gern mit Euch teilen möchte. Wichtig: Das sind meine ganz persönlichen Zutaten. Ich sage nicht, dass es die einzig wahren sind.</p>
</p>
<p>1. <strong>Ich mache nie, niemals „Trockenübungen“. </strong>Ich weiß nicht, woher das kommt, aber viele Leute scheinen zu denken, dass man nur gut vor anderen sprechen kann, wenn man vorab jedes Wort auswendig gelernt hat. Ganz ehrlich: Dann könnt Ihr auch gleich alles aufschreiben und ablesen. Der Effekt ist für mich als Zuhörer vergleichbar. Es wirkt steif &#8211; und eben auswendig gelernt. Das mag niedlich sein bei 4-jährigen, die dem Weihnachtsmann ein Gedicht aufsagen. Das war‘s. </p>
</p>
<p>2. Was ich stattdessen mache? <strong>Ich setze mir einen Rahmen.</strong> Das heißt konkret: Ich schreibe mir die ersten ein bis drei Sätze auf. Und die letzten ein bis drei. Auswendig lerne ich die trotzdem nicht, denn ich kann aus Erfahrung sagen, dass oft genug unvorhergesehene Dinge passieren, auf die ich spontan eingehen können will. Deshalb merke ich mir nur die grobe Richtung dieser ersten drei bzw. letzten drei Sätze. Das gibt mir Sicherheit. Wenn ich erstmal angefangen habe zu sprechen, kommt der Rest quasi „von allein“. Und das ist tatsächlich nicht nur bei mir so. Vertraut mir.</p>
</p>
<p>3. <strong>Ich unterstütze diesen Rahmen gern mit einem so genannten „Plan“.</strong> Ich habe mal ein spannendes Training bei Bernd Höcker besucht, das „Think on your feet“ heißt. Dort haben wir unter anderem gelernt, in Plänen zu sprechen. Gemeint ist damit, simpel ausgedrückt, mein Thema in ein Erstens, Zweitens und Drittens zu gießen. Ein Beispiel:<em> „Heute geht es um das Thema Frei Sprechen vor Leuten. Ich werde Euch als erstes etwas darüber erzählen, was Ihr gegen Lampenfieber tun könnt (Erstens). Dann werde ich Euch meine fünf besten Tipps zur Vorbereitung verraten (Zweitens). Und zum Schluss möchte ich mit Euch in den Austausch gehen und Eure Fragen beantworten (Drittens).“ </em> Wichtig ist mir dabei, dass es nicht darum geht, die Spannung wegzunehmen. Ich piekse die Themen bewusst nur an. Ziel ist, meine Zuhörer darauf vorzubereiten, was sie erwartet. Ansonsten kann sich das ein bisschen so anfühlen wie ein Meeting ohne Agenda. Grob gesagt folge ich der uralten Regel<em> „Sag, worüber Du sprechen wirst. Sprich drüber. Sag, worüber Du gesprochen hast.“</em> (Wie durch Magie wieder ein Dreischritt.) Kritiker merken jetzt eventuell an, dass große Redner wie Obama oder (Oh Gott, warum fällt mir jetzt kein anderer ein?!)&#8230; Okay. Dass große Redner wie Obama auch nicht ankündigen, worüber sie sprechen werden. Da haben sie recht. Für mich ist der entscheidende Unterschied, dass ich nun mal nicht Obama bin, bei dem bereits der Name Programm ist. So lange Menschen noch nicht Schlange stehen, um Euch sprechen zu hören, kann diese Art der Vorbereitung durchaus sinnvoll sein.</p>
</p>
<p>4. <strong>Ich schreibe niemals mehr als 3 Worte auf ein PowerPoint-Slide.</strong> Wer schon mal einen TedTalk gesehen hat, weiß warum. Wenn nicht: Schaut Euch da dringend mal um. Kleiner Tipp: Wenn auf dem Slide alles steht, was ich sage &#8211; wozu bin ich dann da?</p>
</p>
<p>5. <strong>Ich baue ziemlich am Anfang eine persönliche Anekdote ein, die zum Thema passt.</strong> Das macht mich nahbar und bricht das Eis. <em>„Ach, sie ist ja eine von uns.“ </em>Das ist auch einfacher für mich, weil ich die persönliche Anekdote ja selbst erlebt habe und deshalb besonders gut frei erzählen kann. Damit habe ich direkt meinen Start-Rahmen gesetzt. Ist das nicht unprofessionell und zu privat? Nö. Mein Ziel ist doch, die Menschen zu erreichen. Das gelingt mir persönlich nicht so gut, indem ich meine Menschlichkeit hinter einer Maske (no pun intended) verberge. Passt auch zu meinem letzten Artikel über Selbstoffenbarung und Verletzlichkeit.</p>
</p>
<p>6. <strong>Ich gehe mit den Leuten in Interaktion. </strong>Wie? Indem ich Fragen stelle. Meistens klappt es ganz gut, erstmal mit Handzeichen zu arbeiten. Das trauen sich wirklich fast alle. Und dann habe ich wirklich immer jemanden dabei, der noch mehr dazu sagen will. Schon seid Ihr im Dialog. Falls nicht: Nicht schlimm. Den meisten Leuten reichen die Handzeichen, um sich integriert zu fühlen. Die nächste Stufe ist dann, offene Fragen zu stellen, bei denen Ihr nur Schlagwörter zur Antwort hören wollt, die Ihr dann in Euren Vortrag integriert. Ich gebe zu, das ist dann schon etwas höhere Schule. Aber auch kein Hexenwerk. </p>
</p>
<p>7.<strong> Ich feiere mich innerlich selbst ein bisschen dafür, dass ich da oben/da vorne stehe.</strong> Ihr müsst ja nicht gleich stagediven, aber ein wenig innerliches Eigenlob hat selten geschadet. </p>
</p>
<p>Würde ich länger nachdenken, könnte ich die Liste vermutlich noch um 28 Punkte erweitern, aber diese sieben sind definitiv diejenigen, die für mich persönlich den größten Unterschied machen. Und klar, Ihr habt gemerkt, dass es vor meinem inneren Auge dabei eher um die „große“ Vortrags-Bühne ging. Allerdings könnt Ihr alle sieben Punkte auch auf andere „bühnenartige“ Situationen übertragen. Okay, vielleicht Nummer 5 nicht unbedingt. Die ist gut, wenn die Leute Euch noch nicht kennen. Immer im Hinterkopf behalten: Was ist Euer Ziel? Stumpf ohne Sinn und Verstand die „7 goldenen Schritte zum erfolgreichen freien Sprechen“ nach Schema F abzuarbeiten ist ganz sicher nicht das, was ich Euch empfehlen möchte. Im Gegenteil. Bitte prüft kritisch für Euch, bei welchen meiner Tipps Ihr Euch wiederfindet &#8211; und bei welchen nicht. In letzterem Fall wäre es dann toll, wenn Ihr für Euch direkt eine Alternative findet, die besser zu Euch passt. Und noch besser, wenn Ihr die mit mir teilen mögt. </p>
</p>
<p>Ich freue mich drauf, von Euch zu hören!</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag. Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Ein langweiliges Online-Format ist wie eine  schlechte Party: 3 Tipps für glückliche Teilnehmende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:44:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[clarity]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[glückliche Teilnehmende]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>To read this article in English, please scroll down. Nach meinem Artikel letzte Woche mit meinen 7 Lieblings-Tipps für großartige Video-Calls hat mich mehrfach die Bitte erreicht, doch zusätzlich noch Tipps dazu zu geben, wie Du Deine Teilnehmenden immer wieder aufs Neue begeistern kannst. Ich habe erstmal darüber nachgedacht, wie es mir als Teilnehmende virtueller [&#8230;]</p>
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<p>To read this article in English, please scroll down. Nach meinem Artikel letzte Woche mit meinen <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/08/28/meine-7-lieblings-tipps-fur-grosartige-video-calls/" target="_blank">7 Lieblings-Tipps für großartige Video-Calls</a> hat mich mehrfach die Bitte erreicht, doch zusätzlich noch Tipps dazu zu geben, wie Du Deine Teilnehmenden immer wieder aufs Neue begeistern kannst. Ich habe erstmal darüber nachgedacht, wie es mir als Teilnehmende virtueller Meetings so ergeht. Was mich selbst begeistert hat, welche guten Trainings oder Meetings ich online schon mitgemacht habe. Die Bilanz war ziemlich ernüchternd.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Was tun Gäste, die sich auf einer Party langweilgen? Sie trinken zu viel Schaps.</h4>
</p>
<p>Inzwischen ist es schon so normal für die meisten Menschen geworden, an Video-Trainings, -Calls, -Konferenzen und so weiter teilzunehmen, dass sich nach der anfänglichen Aufregung nun langsam Gewöhnung einstellt. Und darauf folgt unter Umständen erste Langeweile. Insbesondere dann, wenn sich der jeweilige Dozent/Meetingleiter/Trainer nicht an die schon noch neue Situation anpasst, sondern seinen alten Stiefel weiter macht, weil er oder sie froh ist, dass überhaupt irgendwie alles weiterläuft. Und mit dieser Trägheit des Gastgebers kommt unter Umständen schleichend die Langeweile der Gäste. Was tun Gäste, die sich auf einer Party langweilen? Sie trinken zu viel Schnaps. Oder sie durchsuchen neugierig die Badezimmerschränke. Kurz gesagt: Sie benehmen sich auf die eine oder andere Art daneben. Im übertragenden Sinne kann ich dieses schlechte Benehmen bei mir als Teilnehmende virtueller Formate immer öfter feststellen. Zum Glück habe ich es bisher (noch) nicht bei meinen eigenen Teilnehmenden erlebt. Vielleicht können die es aber auch einfach nur richtig gut verbergen.</p>
</p>
<p>Was &#8222;damals&#8220; zur Zeit der Präsenz-Meetings das mehr oder weniger heimliche Getippe auf dem Smartphone unterm Tisch oder (für mich aufgrund der Dimension des Geräts und der physischen Abschirmung noch respektloser) dem aufgeklappten Laptop war, kann heute gänzlich schamlos betrieben werden. Es ist ja auch um einiges einfacher geworden, weil nur ein Ausschnitt des Körpers zu sehen ist. Ich kann also gleichzeitig so aussehen, als würde ich zuhören, meine Mails checken, den Getränke-Lieferservice bestellen und anderen Teilnehmern WhatsApp-Nachrichten schreiben. Die ganz Verwegenen unter uns lackieren sich sogar die Fingernägel. (Das habe ich selbst noch nicht ausprobiert, aber es dauert sicher nicht mehr lange.) </p>
</p>
<p>Mein Mann hat seine Fahrradrolle im Arbeitszimmer stehen. Ich habe schon ein paar Mal überlegt, ob ich nicht mal ein bisschen strampeln sollte, wenn ich an einem mehrstündigen Training teilnehme. Dieses Rumgesitze ist eh nichts für mich &#8211; und außerdem bringe ich meine Gehirnhälften miteinander in Kontakt und lerne vielleicht sogar besser. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und meinen Sport schon mal in den Tag einbauen? Bisher hat mich meine Erziehung davon noch abgehalten. Ich weiß gar nicht genau, ob ich das gut finden soll&#8230; Eventuell würde ich mich viel besser konzentrieren, wenn ich mich zwischendurch bewegen könnte. Dann bräuchte mein Hirn vielleicht nicht so viel Ablenkung, wenn das Training oder Meeting mal eine kleine inhaltliche Schlappe hat. Ich glaube, mir persönlich wäre eine Teilnehmende, die für sich sorgt und gleichzeitig bei der Sache ist, deutlich lieber als die, die &#8211; bildlich gesprochen (hoffentlich) &#8211; den Schnaps suchen geht. </p>
</p>
<p><strong>Und so kommen sie hier nun also, meine 3 Tipps, wie Du als (Online-)Gastgeber Deine Teilnehmenden begeisterst:</strong></p>
</p>
<p><strong>1. Mach Deine Teilnehmenden zu Teilgebenden. </strong>Für mich war das Allerwichtigste, was ich damals in meiner Trainerausbildung gelernt habe, dass ich als Trainerin die Aufgabe habe, meine Teilnehmenden ins Arbeiten zu bringen. Im besten Fall mache ich 20%, die anderen 80%. Das entlastet mich und ist gleichzeitig total wertschätzend für meine Teilnehmenden: Jeder Mensch, mit dem ich arbeite, bringt ganz viel eigenes Wissen und Erfahrungen mit, die wertvoll für die Gruppe sind. Jeder von uns wird gern danach gefragt. Ich habe jedenfalls noch nie etwas anderes erlebt. Das gilt immer, auch wenn Du kein Training gibst, sondern zum Beispiel ein Meeting leitest. Nutze es. Einfache Beispiele für aktivierende Fragen sind: </p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;Wie erlebt Ihr das?&#8220; </li>
<li>&#8222;Welche Erfahrungen habt Ihr mit xy bisher gemacht?&#8220; </li>
<li>&#8222;Was wisst Ihr über xy?&#8220; </li>
<li>&#8222;Wie geht Ihr mit xy um?&#8220; </li>
</ul>
</p>
<p>Du merkst schon, die guten alten W-Fragen, also offene Fragen, helfen. Das ist echt kein Hexenwerk &#8211; und wirkt doch geradezu magisch.</p>
</p>
<p><strong>2. Mache ausreichend Pausen. </strong>Das kann ich nicht oft genug wiederholen. Es hat schon seinen Sinn, dass eine reguläre Schulstunde 45 Minuten lang ist. Meine Erfahrung mit Erwachsenen ist, dass spätestens alle 90 Minuten 10-15 Minuten Pause gut tun. Gerne darfst Du eine außerplanmäßige Pause vorschlagen, wenn Du merkst, dass Du oder Deine Gäste sie brauchen. Dafür musst Du natürlich sowohl mit Dir selbst als auch mit Deinen Teilnehmenden achtsam sein. Es kommt auch darauf an, wie die Zeit verbracht wird. Auch hier ist meine Erfahrung: Je länger ein Teilnehmender passiv ist, also &#8222;nur&#8220; zuhört, desto eher braucht er eine Pause. Je aktiver alle Teilnehmenden eingebunden sind, desto länger am Stück kann gearbeitet oder diskutiert werden. Aber eben maximal 90 Minuten. Ich sage meinen Teilnehmenden auch immer, dass sie jeder Zeit aufstehen und/oder sich bewegen sollen, wenn sie das brauchen. Das ist für mich nebenbei ein guter visueller Indikator, ob es Zeit für eine Pause sein könnte. </p>
</p>
<p><strong>3. Bitte, BITTE übertrage Dein Präsenz-Format nicht 1:1 in ein virtuelles. Du <span style="text-decoration:underline;">musst</span> es anpassen. </strong>Das gilt aus meiner Sicht insbesondere für Trainingsformate, aber auch für Meetings. Anzupassen sind mindestens die Dauer (virtuell = kürzer) und die Methoden. Das ist auch eine gute Chance, um insgesamt die Inhalte und die Darreichungsform zu hinterfragen. Ich bin, wie Du vielleicht schon weißt, kein Freund von Slides. Wenn Du die in Präsenz-Formaten oft benutzt hast, ist jetzt Deine Chance, Dich davon zu verabschieden. Spätestens in virtuellen Formaten machen Slides überhaupt keinen Sinn mehr. Die kann sich jeder auch allein auf dem Klo angucken. Mach Dich vertraut mit den tollen technischen Möglichkeiten, die verschiedene Anbieter entwickelt haben. Break-Out-Rooms sind zum Beispiel super für größere Gruppen. So kann man sehr gut Gruppenarbeiten durchführen lassen oder auch Diskussionen in der Kleingruppe. Bringt alles Dampf in die Veranstaltung, weil die Leute was zu tun bekommen, anstatt sich passiv beschallen zu lassen. Wenn Du schon mal versucht hast, 25 Leute gleichzeitig online zu moderieren, weißt Du, wovon ich rede. Auch für Meetings finde ich den einen oder anderen Break-Out eine feine Sache. Das geht übrigens auch in Präsenz. Bring die Leute ins Tun. Da schließt sich der Kreis zum ersten Tipp. </p>
</p>
<p>Du hast es gemerkt: Für Online-Formate gelten dieselben Erfolgsrezepte wie für Präsenz-Formate. Nur ist es so, dass Online-Versionen um ein Vielfaches deutlicher zeigen, was funktioniert und was nicht. Sie sind irgendwie gnadenloser, auch weil Du weniger durch den persönlichen Kontakt wettmachen kannst. Ich sehe es als großartige Chance, mich weiter zu verbessern. Es gibt in den Unternehmen so, so viele miese virtuelle Meetings. Der Markt ist überschwemmt von richtig schlechten Web-Trainings. Lass uns die Welt Stück für Stück davon befreien. </p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleib klar.</p>
</p>
<p><p>Deine Saskia</p>
</p>
</p>
<p><h1>A boring online format is like a bad party: 3 tips for happy attendees</h1>
</p>
</p>
<p>After my article last week with my <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/08/28/meine-7-lieblings-tipps-fur-grosartige-video-calls/" target="_blank">7 favorite tips for amazing video calls</a>, I was asked several times for some tips on how to inspire your participants again and again. First of all, I thought about how I feel as a participant in virtual meetings. What inspired me, what good trainings or meetings I have already participated in online. The balance sheet was pretty disillusioning .</p>
</p>
<p><h4>What do bored guests at a party do? They get wasted on your schnaps.</h4>
</p>
</p>
<p>In the meantime it has become so normal for most people to take part in video trainings, calls, conferences and so on that after the initial excitement they have slowly got used to it. And this may be followed by first signs of boredom. Especially when the respective lecturer/meeting host/trainer does not adapt to the new situation, but continues his or her old boot because he or she is happy that everything is still going on somehow. And with the host&#8217;s indolence, the guests may gradually become bored. What do guests who are bored at a party do? They drink too much of your schnaps. Or they curiously browse the bathroom cabinets. In short, they are misbehaving in one way or another. Metaphoircally speaking, as a participant in virtual formats, I observe this bad behavior more and more often &#8211; on myself. Fortunately, I have not (yet) witnessed it on my own participants. Or maybe they can just hide it really well.</p>
</p>
<p>What was &#8222;back in the day“, at the time of mainly face-to-face meetings, the more or less secret typing on the smartphone under the table or (even more disrespectful for me due to the size of the device and the physical shielding) the opened laptop, can now be done without any shame whatsoever. It has also become a lot easier to do because only a section of the body can be seen. So at the same time, I can look as if I&#8217;m listening, check my emails, order the beverage delivery service and send WhatsApp messages to other participants. The very daring among us even paint do their nails. (I haven&#8217;t tried that one myself yet, but it sure won&#8217;t be long.)</p>
</p>
<p>My husband has his bicycle roll in the study. I&#8217;ve already wondered a few times whether I should ride the bike a little bit when I take part in a training session lasting several hours. Sitting around is not for me anyway &#8211; and besides, I bring my brain halves into contact and maybe even learn better. So why not kill two birds with one stone and incorporate my workout into the day? So far, my upbringing has kept me from doing it. I&#8217;m not sure if I should like that … Maybe I would concentrate much better if I could move around in between. Then my brain might not need so much distraction if the training or meeting has a little content problem. I think that personally I would prefer a participant who takes care of themselves and is at the same time involved than the one who &#8211; figuratively speaking (hopefully) &#8211; goes looking for the schnaps.</p>
</p>
<p><strong>And so here they come, my 3 tips on how you as an (online) host inspire your participants:</strong></p>
</p>
<p><strong>1. Transform your participants into contributors. </strong>For me, the most important thing that I learned in my training to be a trainer at the time was that it is my job to get my participants to work. In the best case, I&#8217;ll do 20%, the others 80%. That relaxes me and at the same time is really appreciative for my participants: Every person I work with brings a lot of their own knowledge and experience that are valuable for the group. Each of us is happy to be asked about it. I&#8217;ve never experienced anything else. This always applies, even if you do not give any training, but host a meeting, for example. Take advantage of it. Simple examples of activating questions are:</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;How do you experience that?&#8220;</li>
<li>&#8222;What experiences have you had with xy so far?&#8220;</li>
<li>&#8222;What do you know about xy?&#8220;</li>
<li>&#8222;How do you deal with xy?&#8220;</li>
</ul>
</p>
<p>You can already tell that the good old open questions help. This really isn’t rocket science &#8211; and yet it works downright magically.</p>
</p>
<p><strong>2. Take enough breaks. </strong>I cannot repeat that often enough. It does make sense that a regular school lesson in Germany is 45 minutes long. My experience with adults is that a 10-15 minute break every 90 minutes is good. You are welcome to suggest an unscheduled break if you notice that you or your guests need it. To do this, of course, you have to be mindful with yourself as well as with your participants. It also depends on how the time is spent. Here, too, my experience is: The longer a participant is passive, i.e. &#8222;just&#8220; listens, the sooner he needs a break. The more actively all participants are involved, the longer you can work or discuss a topic without a break. But for a maximum of 90 minutes. I also always tell my participants that they should get up and/or move around whenever they need it. For me, this is also a good visual indicator of whether it might be time for a break.</p>
</p>
<p><strong>3. Please, PLEASE do not transfer your presence format 1:1 into a virtual one. </strong>You have to adjust it. In my opinion, this applies in particular to training formats, but also to meetings. At least the duration (virtual = shorter) and the methods must be adapted. This is also a good chance to question the content and the dosage form as a whole. As you may already know, I am not a fan of slides. If you&#8217;ve used them a lot in presence formats, now is your chance to say goodbye. In virtual formats at the latest, slides no longer make any sense. Anyone can Book at those alone on the toilet. Familiarize yourself with the great technical possibilities that various providers have developed. Break-out rooms, for example, are great for larger groups. This is a very good way of having group work carried out or discussions in small groups. Gets everyone to work. If you&#8217;ve ever tried to moderate 25 people online at the same time, you know what I&#8217;m talking about. I also think that one or two break-outs are a great idea for meetings. Incidentally, this also works in presence. Get people to act. That closes the circle on my first tip.</p>
</p>
<p>As you can see, the same „recipes“ for success apply to online formats as to face-to-face formats. The thing is that online versions show much more clearly what works and what doesn&#8217;t. They are somehow more merciless, also because you can’t really make up for bad content using personal contact as much as you used to be able to. I see it as a great opportunity to keep improving. There are so, so many lousy virtual meetings in companies. The market is inundated with really bad web training. Let us rid the world of it little by little.</p>
</p>
<p>Till next Friday! Stay clear.</p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Übers Müssen</title>
		<link>https://saskiaachtruth.com/uebers-muessen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:36:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>To read this article in English, please scroll down. Da geht es direkt los. Ich muss endlich rausfinden, wie ich es hinbekomme, dass meine armen englischsprachigen Leser nicht immer durch den ganzen deutschen Artikel scrollen müssen, um die englische Version zu finden. Das muss ich schon seit Wochen. Und habe es trotzdem noch nicht gemacht. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/uebers-muessen/">Übers Müssen</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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<p>To read this article in English, please scroll down. Da geht es direkt los. Ich <strong>muss</strong> endlich rausfinden, wie ich es hinbekomme, dass meine armen englischsprachigen Leser nicht immer durch den ganzen deutschen Artikel scrollen müssen, um die englische Version zu finden. Das muss ich schon seit Wochen. Und habe es trotzdem noch nicht gemacht. Ich muss auch unbedingt jeden Freitag einen neuen Artikel veröffentlichen. Und ich muss, während ich diesen Artikel schreibe, unbedingt noch zwei Ladungen Wäsche waschen und daran denken, unseren Putzmann zu bezahlen, den ich im Hintergrund rumoren höre. Und ich muss endlich meditieren lernen und aufhören, Kaffee zu trinken.</p>
</p>
<p>An einem einigermaßen normalen Tag bin ich so gegen 10 Uhr vormittags vermutlich schon bei ungefähr 328 Müssens, die ich noch abarbeiten muss (argh!). Neulich habe ich mit einer Freundin übers Loslassen gesprochen. Sie hat da so ein paar Dinge, die sie gern loslassen möchte &#8211; und irgendwie will es nicht gelingen. Jedenfalls nicht so, wie sie sich das vorstellt, glaube ich. Da es mir naturgemäß ziemlich leicht fiel, ihr zu sagen, was sie alles loslassen soll (sollen ist irgendwie auch schon wieder ganz schön nah an müssen dran&#8230;), habe ich mal drüber nachgedacht, was ich selbst eigentlich alles loslassen könnte. </p>
</p>
<p>Das ist für mich als Leistungskind gar keine leichte Übung. Ich definiere mich ja zu einem großen Teil über meine inneren Checklistenpunkte, die ich abzuhaken habe. Grundsätzlich spricht da auch nichts gegen, denn meine größten Antreiber &#8222;Beeil Dich&#8220; und &#8222;Sei stark&#8220; haben mich maßgeblich dorthin gebracht, wo ich heute bin. Gleichzeitig könnten sie gern ab und zu mal ihre Peitschen wegpacken und die Klappe halten. Mich sein lassen, mit all meinen Unzulänglichkeiten, Fehlern und, igitt, Imperfektionen. Es geht nämlich in Wirklichkeit gar nicht um To Do-Listen, sondern um das Annehmen meiner Selbst. Oder, ganz pathetisch ausgedrückt: um Liebe. Dafür braucht es, denke ich, eine intensive Auseinandersetzung mit uns selbst. Und die versuchen wir nur allzu oft durch permanente Aktion und Deflektion zu vermeiden. Schnell, gebt mir ein Smartphone, ich sitze schon seit 10 Sekunden untätig herum!</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Wo lohnt sich das Müssen wirklich?</h4>
</p>
<p>Das Müssen halte ich für eine andere Form von Deflektion. Es ist sozusagen ein drängender Impuls, der oft zunächst von außen kommt und sich dann auf unser Inneres überträgt. Selten hinterfragen wir dieses Müssen. Manche „Müssens“ sind schon so uralt, dass wir glauben, sie gehören zu uns. Ich denke, es lohnt sich, genau dort mal hinzuschauen: </p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Wo lohnt sich das Müssen wirklich? </strong></li>
<li><strong>Wo nicht? </strong></li>
<li><strong>Wo lässt sich das Müssen durch ein Können oder ein Dürfen ersetzen? </strong></li>
<li><strong>Wo gar durch ein Wollen?</strong></li>
</ul>
</p>
<p>Aber wie geht das praktisch? Ich finde, auch hier hilft es wieder, mich zu fragen, wofür es gut wäre, wenn ich xy hätte/könnte/wäre. Und wofür das dann gut wäre. Und wofür wiederum das gut wäre. Und so weiter. Wenn ich dabei irgendwann auf einen Wert stoße, dann könnte es sein, dass dieses Müssen sich lohnt. Meine Erfahrung im Coaching sagt, dass es im Schnitt 5 Mal die Frage &#8222;Wofür wäre das gut&#8220; braucht, bis der Wert kommt. So kannst Du zum Beispiel gut rausfinden, ob es sich um alte Glaubenssätze handelt, die mit Dir bei genauerer Betrachtung wenig bis nichts zu tun haben, oder ob da mehr hintersteckt. Diese alten Glaubenssätze sind ganz oft ein Produkt unserer Sozialisation. Wenn mir zum Beispiel ein für mich wichtiger Erwachsener im Laufe meiner Kindheit immer wieder signalisiert, dass ich nur okay bin, wenn ich mich auf eine bestimmte Weise verhalte, dann ist die Chance (oder Gefahr) groß, dass daraus ein Glaubenssatz für mich wird. Ein Beispiel könnte sein: Ich bin nur liebenswert, wenn ich gefalle. So entstehen im übrigen, stark vereinfacht erklärt, auch die oben erwähnten Antreiber. Ich zum Beispiel trage tief in mir den Glaubenssatz: Ich bin nur okay, wenn ich schnell bin. Das gilt bei mir sowohl fürs Handeln als auch fürs Denken. </p>
</p>
<p>Wenn ich also solche mächtigen Glaubenssätze habe, führen sie mich fast automatisch ins Müssen. Wichtig ist mir dabei, dass ich gar nichts gegen Glaubenssätze habe. Sehr oft sind die sehr hilfreich! Systemisch ausgedrück: Alle Glaubenssätze sind Kompetenzen und haben eine positive Absicht. Entscheidend ist, ob ich sie erkenne, sie dann reflektiere und prüfe, inwiefern sie mir gut tun. Dafür ist der Kontext mal wieder extrem wichtig. Nicht in allen Situationen ist jeder meiner Glaubenssätze mein Freund, positive Absicht hin oder her.</p>
</p>
<p>Was ich ebenfalls herausfordernd finde beim Loslassen, ist, dass ich mir ja nun mal leidenschaftlich gern Ziele setze und verfolge. Und erreiche. Außerdem sind Ziele ein wesentlicher Teil meiner Coachings und Trainings. Und Ziele beinhalten doch auch immer ein Müssen. Oder nicht? Ein gesetztes Ziel, das auf dem Weg (oder schon bereits vor dem Start) wieder losgelassen wird, löst zunächst großen Widerstand in mir aus. Das fühlt sich nach Versagen an. Wenn ich da nun aber mein noch stärkeres Motiv, die Klarheit, drüberlege, dann merke ich schnell, dass beides einander bedingt: Durch das Loslassen habe ich mehr Klarheit (aka Fokus auf die wesentlichen Ziele, die ich erreichen WILL, nicht muss), durch die Klarheit, die ich durch die Frage nach dem Wofür erreiche, kann ich leichter loslassen. Vielleicht möchtest Du das jetzt sondieren und mich fragen: &#8222;Was kommt zuerst, hast Du mehr Klarheit, wenn Du loslässt, oder lässt Du leichter los, wenn Du Klarheit hast?&#8220; Ich muss Dich enttäuschen. Es ist tatsächlich beides. Und das macht es so kraftvoll, glaube ich. </p>
</p>
<p>To Do-Listen sind total okay. Sie geben Struktur und parken Dinge aus Deinem Hirn auf einem Blatt Papier, damit Du wieder mehr Platz für wichtige Gedanken hast. Ich lade Dich lediglich dazu ein, diese Listen zu hinterfragen. Besonders wenn sie gar nicht Deine To Dos enthalten, sondern die von anderen. Das nächste Mal, wenn Du denkst oder Dich sagen hörst: &#8222;Ich muss noch&#8230;&#8220;, halte Dich vielleicht an Helmut Schmidt. Der soll auf nervige Fragen von Journalisten immer mal wieder gesagt haben: <strong>&#8222;Wo steht das?&#8220; </strong>Selbstverständlich nachdem er zunächst einen ordentlichen Zug von seiner obligatorischen Zigarette genommen hatte. Das kannst Du weglassen. </p>
</p>
<p>Vielleicht lohnt es sich auch, statt an Deiner To Do-Liste öfter mal an Deiner Bucket-Liste zu arbeiten. Oder auch Löffel-Liste, wie ich kürzlich gelernt habe. Das ist die Liste der Dinge, die Du machen willst, bevor Du den Löffel abgibst. Das klingt doch nach einer To Do-Liste, die ganz viel Wollen und ganz wenig Müssen beinhaltet, oder? Und daraus ergeben sich, ich bin sicher, ganz wunderbare Ziele für Dein Leben, die viel größer und kraftvoller sind als die alten. Wenn Dir das dann bewusst wird, ist ganz bestimmt auch das Loslassen auf einmal ein Klacks. Ich hol&#8216; mir jetzt noch &#8217;nen Kaffee. Den will ich nämlich gar nicht loslassen. Dafür habe ich durchgeschrieben und nicht eine einzige Ladung Wäsche gewaschen. Yes!</p>
</p>
<p>Was möchtest Du gern loslassen? Und was &#8222;musst&#8220; Du so alles? Ich bin gespannt, von Dir zu hören.</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleib klar.</p>
</p>
<p>Deine Saskia</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">About „musts“</h2>
</p>
<p>To read this article in English, you had to scroll down all the way here. It starts right there. I <strong>must</strong> finally figure out how to make sure that my poor English-speaking readers don&#8217;t have to scroll through the whole German article to find the English version. I&#8217;ve had to for weeks. And still haven&#8217;t done it yet. I also <strong>have to</strong> publish a new article every Friday. And while I am writing this article, I absolutely have to wash two loads of laundry and remember to pay our cleaning man, whom I can hear rumbling in the background. And I finally have to learn to meditate and stop drinking coffee.</p>
</p>
<p>On a fairly normal day, around 10 a.m., I&#8217;m probably already at about 328 musts or have-tos that I still have to work through (argh!). I was talking to a friend the other day about letting go. She has a few things that she would like to let go of &#8211; and somehow it won&#8217;t work. At least not in the way she would like it to, I think. Since it was naturally quite easy for me to tell her what she should let go of  („should“ is somehow pretty close to „must“…), I thought about what I could actually let go of myself.</p>
</p>
<p>As a performance child, this is no easy exercise for me. I define myself to a large extent by my inner checklist points that I have to tick off. Basically nothing speaks against it, because my biggest motivators “Hurry up” and “Be strong” have brought me to where I am today. At the same time, they might like to put their whips away from time to time and shut up. Let me be, with all my shortcomings, mistakes and, yuck, imperfections. It&#8217;s actually not about to-do lists, but about accepting myself. Or, to put it very pathetically: about love. For that, I think, we need an intensive examination of ourselves. And we all too often try to avoid this through permanent action and deflection. Quick, give me a smartphone, I&#8217;ve been sitting idly for 10 seconds!</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">When is <strong>i</strong>t really worth <strong>i</strong>t to „must“?</h4>
</p>
<p>I consider the „must“ to be another form of deflection. It is, so to speak, an urgent impulse that often first comes from outside and then transfers to our inner being. We seldom question this must. Some musts are so ancient that we believe they belong to us. I think it&#8217;s worth taking a look there:</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>When is it really worth it to „must“?</strong></li>
<li><strong>When is ist not?</strong></li>
<li><strong>Where can the „must“ be replaced by a „could“ or an „allow myself to“?</strong></li>
<li><strong>Where even by „want to“?</strong></li>
</ul>
</p>
<p>But how does that work in practice? I think that here too it helps to ask myself what it would be good for if I had/could/would be xy. And what that would be good for. And what that would be good for. And so on. If at some point I come across a value, then it could be that this „must“ is actually worthwhile. My experience in coaching says that it takes an average of 5 questions of &#8222;What would that be good for&#8220; before the value comes up. For example, you can find out whether these are old beliefs that, on closer inspection, have little or nothing to do with you, or whether there is more to it than that. These old beliefs are quite often a product of our socialization. If, for example, an adult that is important to me repeatedly signals to me in the course of my childhood that I am only okay if I behave in a certain way, then the chance (or danger) is great that it will turn into a belief for me. An example could be: I am only loveworthy if I am being kind . This is how, in a very simplified way, the drivers mentioned above are also created. For example, I have the belief deep down: I&#8217;m only okay if I&#8217;m quick. For me, this applies to both acting and thinking.</p>
</p>
<p>So when I have such powerful beliefs, they almost automatically make me „have to“. It is important to me to say that I have nothing against beliefs. Very often they are very helpful! To put it systemically: all beliefs are competencies and have a positive intention. The decisive factor is whether I recognize them, then reflect on them and check to what extent they are good for me. The context is extremely important for this. Not all of my beliefs are my friends in all situations, positive intention or not.</p>
</p>
<p>What I also find challenging when letting go is that I am passionate about setting and pursuing goals. And achieving them. In addition, goals are an essential part of my coaching and training sessions. And goals always include a must. Or not? A set goal that is let go on the way (or even before the start) initially triggers great resistance in me. That feels like failure. But when I think about my even stronger motive, the clarity, then I quickly notice that both are mutually dependent: By letting go, I have more clarity (aka focus on the essential goals that I WANT to achieve, I don&#8217;t have to), the clarity I achieve by asking „what for“ helps me to let go. Perhaps you would like to dig deeper now and ask me: “Which comes first, do you have more clarity when you let go, or do you let go easier when you have clarity?” I have to disappoint you. It is actually both. And that&#8217;s what makes it so powerful, I think.</p>
</p>
<p>To-do lists are totally okay. They give structure and park things from your brain on a piece of paper so that you have more space for important thoughts. I just invite you to question these lists. Especially if they don&#8217;t contain your to-dos at all, but those of others. The next time you think or hear yourself say: &#8222;I still have to …&#8220;, maybe stick to Helmut Schmidt, my favorite former German Chancellor. In response to annoying questions from journalists, he is said to have replied time and again: “Where is that written?” Naturally for him, he did so after deeply inhaling some nicotine. You can leave that out.</p>
</p>
<p>Perhaps it is also worthwhile to work on your bucket list more often instead of your to-do list. If you’re fairly new to this, like me: This is the list of things you want to do before you die. That sounds like a to-do list that contains a lot of „wants“ and very few „musts“, doesn&#8217;t it? And that results in, I am sure, very wonderful goals for your life, which are much bigger and more powerful than the old ones. When you become aware of this, letting go is definitely a piece of cake. </p>
</p>
<p>I&#8217;ll go get another cup of coffee now. I really don&#8217;t want to let go of my caffeine. The good news is: I wrote this article without stopping and did not do a single load of laundry. Yes!</p>
</p>
<p>What would you like to let go of? And what do you &#8222;have to&#8220; do? I look forward to hearing from you.</p>
</p>
<p>Till next Friday! Stay clear.</p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Wir sind alle Genies. Sobald wir mit dem Planen aufhören.</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:19:11 +0000</pubDate>
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<p>To read this article in English, please scroll down. Am Mittwochabend hat die deutsche Nationalelf gegen Tschechien gespielt. Ich weiß erst seit heute Morgen, wie das Spiel ausgegangen ist. Wir haben gewonnen. 1:0. Normalerweise wüsste ich das Ergebnis aus erster Hand, weil ich selten ein Spiel unserer Mannschaft verpasse. Am Mittwoch habe ich mich zum ersten Mal bewusst gegen das Spiel im Fernsehen und für das sehr frühe Zubettgehen entschieden. Das ist insofern etwas artfremd für mich, weil ich normalerweise das Gemecker und Gemäkel &#8222;der Anderen&#8220; an Jogi Löw und seinen Jungs richtig ätzend finde und ihnen optimistisch und zuversichtlich die Stange halte. Dass selbst ich in meiner grenzenlosen Loyalität jetzt lieber die Augen schließe als mir das Spiel anzusehen, spricht für mich alarmierende Bände. Und es bringt mich zum Nachdenken: Was ist es, dass uns Menschen begeistert, uns mitreißt, uns unterhält? Und was hat das mit menschlichem Verhalten in der Kommunikation im Unternehmenskontext zu tun?</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Kreative Spieler*innen beherrschen die mentale Simulation</h4>
</p>
<p>In meiner Recherche zum Thema fiel mir ein Artikel von Tobias Bug wieder ein, den ich vor einigen Monaten in der Zeit Wissen gelesen hatte. Der Artikel trägt die Überschrift &#8222;Der tödliche Pass&#8220; und behandelt die Verbindung zwischen Neurowissenschaft und Fußball. Die Quintessenz: Kreative Spieler*innen beherrschen die mentale Simulation. Das bedeutet, sie haben die Fähigkeit, verschiedene Lösungsoptionen im Kopf durchzuspielen. Wenn diese Kompetenz dann gepaart wird mit Spielintelligenz, also die jeweils beste Lösung für ein aktuelles Problem zu finden, haben wir es mit Genie zu tun. Das klappt dadurch, dass bekannte, &#8222;normale&#8220; Denkmuster mit ihren &#8222;alten&#8220; Lösungen hinterfragt werden. Je mehr sich ein*e Spieler*in dann für die Umgebung öffnet (in diesem Falle für die Gegen- und Mitspieler*innen und deren Bewegungen), desto kreativer die Entscheidung. Das hat Daniel Memmert, der Leiter des Instituts für Trainingswissenschaft und Sportinformatik in Köln, über seinen Kreativitätstest für Fußballer herausgefunden. Den hat er gemeinsam mit Neurowissenschaftlern der Universität Graz entwickelt. Und seitdem ich das weiß, erscheint es mir absolut logisch, dass die wenigen Momente in einem Spiel, in denen genau das passiert und die Spieler kreative Lösungen finden, diejenigen sind, die mich begeistern. Das erklärt auch, weshalb Weltklasse-Spieler wie Ronaldo oder Messi nur dann wirklich ihre Genialität zeigen können, wenn sie ihre Mitspieler einbeziehen: &#8222;Abschotten und die Umgebung ausblenden ist hinderlich&#8220;, das ist eine der Erkenntnisse von Daniel Memmert. </p>
</p>
<p>Langweilige Spiele sind diejenigen, in denen scheinbar nur nach Plan gespielt wird. Jeder bleibt brav auf seiner Position und tut das, was der Gegner, der vorher selbstverständlich x Videoanalysen gesehen hat, erwartet. Ein Torhüter, der wie Neuer plötzlich &#8222;mitspielt&#8220;, ein Sechser, der ein völlig unerwartetes Tor macht, das ist das, was uns begeistert. Diese These lässt sich wunderbar auf alle mir bekannten Sportarten übertragen. Klar, ich denke da auch schnell ans Boxen. Die wirklich großen Boxer waren schon immer diejenigen, die für Überraschungen gesorgt haben. Diese Begeisterung, die wir spüren, wenn wir ein solches Spiel, einen solchen Kampf sehen, dieses Kribbeln, darum geht es. </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Planung gaukelt uns vor, wir könnten die Zukunft beherrschen</h4>
</p>
<p>Im Umkehrschluss heißt das vielleicht: Wenn wir uns zu intensiv, zu genau vorbereiten, kann es passieren, dass uns genau das im entscheidenden Moment handlungsunfähig macht. Mein Bruder hat neulich einen Kommentar in diese Richtung zu meinem Artikel <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/10/30/back-to-base-teil-2-was-du-tun-kannst-wenn-dir-dein-plan-um-die-ohren-fliegt/" target="_blank">&#8222;Back to Base Teil 2&#8220;</a> hinterlassen: Er fragte sich (und mich), inwiefern seine Angst vor dem Versagen ihn zum &#8222;Über-Vorbereiten&#8220; verleitet &#8211; und inwiefern das wiederum erst Recht zum Versagen des Plans führen mag. Ich bin da ganz bei ihm. Ich denke auch, dass wir uns durch die extensive Planung im Vorfeld gern die Illusion vorgaukeln möchten, wir könnten die Zukunft vorhersehen. Oder gar beherrschen. Da bist Du ja wieder, Kontrolle, alte Freundin. Und das klingt wie? Genau, langweilig. Von unrealistisch einmal ganz abgesehen. Und es führt unweigerlich zu Frustration, wenn wir einen (bestimmt guten) Plan für alle möglichen Szenarien vorbereitet haben und die Wirklichkeit dann etwas ganz anderes vor hat. </p>
</p>
<p>Spätestens hier wird die Parallele zum Unternehmenskontext für mich deutlich: Aus lauter Sorge davor, schlecht da zu stehen, fokussieren wir uns oft stärker darauf, möglichst viele Pläne auszuarbeiten, als darauf, neue innovative Lösungen zu generieren, die uns und andere begeistern. Zu oft sind wir schon im Nachhinein gefragt worden: <em>Wieso waren wir darauf nicht vorbereitet? </em>Du merkst es längst, das hat auch viel mit Fehlerkultur zu tun. Die ist in Deutschland noch ausbaufähig, um es freundlich zu formulieren. Es ist natürlich gut, zu analysieren, um denselben Fehler in Zukunft nicht noch einmal zu machen. Aber doch bitte nicht als Rechtfertigungs-Strategie. Im Sinne von: Ich plane, um später Antworten geben zu können, wenn es schief gegangen ist. <em>Guck mal, ich hab&#8216; soooo viel geplant, an mir lag es nicht. </em>Das ist rückwärtsgerichtet und das Gegenteil von Agilität. Und doch wird genau dieses Verhalten weiterhin von vielen Führungskräften gefördert. </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Krisen verstärken das, was eh schon vorhanden ist</h4>
</p>
<p>Wohin das führen kann, zeigt uns aktuell sehr klar und teilweise schmerzhaft die Pandemie. Achtung, schlimmes Wortspiel: P(l)andemie. Mein Eindruck ist, dass diejenigen, die sich selbst den Raum für Kreativität geben &#8211; ob Privatperson oder Unternehmen &#8211; gut für sich mit der Krise umgehen. Krisen haben generell gemein, dass sie bereits Vorhandenes verstärken. Das gilt im Guten wie im Schlechten. Will sagen: Ein Unternehmen, das bereits vor der Krise zu wenig zukunftsfähig agiert hat, schafft es vielleicht nicht durch die Krise. Wenn ich mir erst in der Krise Gedanken mache, wie ich relevant bleibe, kann es zu spät sein. Mache ich mir diese Gedanken permanent, hilft mir diese Agilität in der &#8222;Entspannung&#8220; auch in der Krise. Klingt nach Planung? Jein. Gemeint ist echtes Unternehmertum, und das braucht aus meiner Erfahrung heraus ein ständiges Beobachten des Marktes, inklusive agiler Anpassung. Ich bin, sozusagen, stets bereit für den überraschenden Pass. Ich halte mich anspielbar. Klug finde ich es, wenn wir Pläne eher als Ideen oder Möglichkeiten betrachten. Das macht es psychologisch irgendwie auch viel einfacher, sie wieder loszulassen. Viele verschiedene Ideen für verschiedene Szenarien zu haben, ist für mich Intelligenz. Und dann auf Basis dieser vorbereiteten Ideen im passenden Moment aus dem alten Muster auszubrechen und etwas völlig anderes zu machen als bisher. So entsteht etwas Geniales.</p>
</p>
<p>Das Virus ist wenig planbar. Das ist für viele Menschen sehr schwierig. &#8222;Aber ich fahre doch immer zwei Mal im Jahr in den Urlaub!&#8220; oder &#8222;Weihnachten ohne die Großfamilie? Das geht doch nicht!&#8220; sind zwar absolut verständliche Bedürfnisse; die Frage ist nur, wie hilfreich es ist, wenn wir uns an unserem Plan festkrallen in einer Situation, auf die wir so wenig Einfluss haben. Mich macht das eher depressiv, weshalb ich mich in der Regel ziemlich schnell mit den Gegebenheiten abfinde und versuche, die Veränderung als neugewonnene Freiheit zu erleben. Das klingt vielleicht erstmal paradox, funktioniert aber überraschend gut, wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat. Je öfter du die Change-Kurve bewusst durchläufst, desto schneller kannst Du darin werden, in den &#8222;Ausprobier-Bereich&#8220; zu gelangen (siehe hierzu auch meinen Artikel <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/10/30/back-to-base-teil-2-was-du-tun-kannst-wenn-dir-dein-plan-um-die-ohren-fliegt/" target="_blank">Back to Base Teil 2 &#8211; Was Du tun kannst, wenn Dir Dein Plan um die Ohren fliegt</a>). Vielleicht stellst Du ja plötzlich fest, dass Du es gar nicht so schlimm findest, Dich am Weihnachtsabend mal nicht über Deine Schwiegermutter aufzuregen. </p>
</p>
<p>Ich mache nächste Woche übrigens Urlaub. Eigentlich hatten wir geplant (!), in die Eifel zu fahren. Da das jetzt nicht geht, bleiben wir zu Hause und kuscheln uns hier ein. Und ich werde mir mal wieder eine kurze Schreib-Pause gönnen, damit habe ich ja im Sommer bereits gute Erfahrungen gemacht. Wer weiß, was die Musterunterbrechung an Kreativität zu Tage fördert. </p>
</p>
<p>Zum Abschluss meine Einladung an Jogi Löw: Vielleicht lohnt es sich, Ihre Offenheit für Kreativität zu reflektieren? Lassen Sie die Jungs kurz raus Ihrem System, um den Raum für neue Ideen zu öffnen. Dann gucke ich auch gern wieder zu und feuere Sie und Ihre Mannschaft an. Sie können mich gern dazu anrufen. 🙂</p>
</p>
<p>Bis übernächsten Freitag! Bleib klar.</p>
</p>
<p>Deine Saskia</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">We are all geniuses. As soon as we stop making plans.</h2>
</p>
<p>The German national team played against the Czech Republic on Wednesday evening.&nbsp;I&#8217;ve only found out how the game ended this morning.&nbsp;We won.&nbsp;1-0.&nbsp;I usually know the result firsthand because I rarely miss a &#8222;Die Mannschaft&#8220; game.&nbsp;On Wednesday I made a conscious decision not to watch the game on TV and to go to bed very early for the first time.&nbsp;This is somewhat alien to me, because I usually find the mumbling and grumbling of &#8222;the others&#8220; about Jogi Löw and his team really annoying and manage to stay optimistic and confident.&nbsp;That even I, in my boundless loyalty, would rather close my eyes than watch the game, alarms me.&nbsp;And it makes me think: What is it that inspires us, carries us away, entertains us?&nbsp;And what does this have to do with human behavior in communication in a corporate context?</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Creative players are proficient in mental simulation</h4>
</p>
<p>In my research on the topic, I remembered an article by Tobias Bug that I had read a few months ago in the magazine Zeit Wissen. The article is entitled &#8222;The Deadly Pass&#8220; and discusses the connection between neuroscience and football. The quintessence: Creative players master the mental simulation. This means that they have the ability to work out different solution options in their heads. When this competence is then paired with game intelligence, i.e. finding the best solution for a current problem, we are dealing with genius. This works because known, &#8222;normal&#8220; thought patterns with their &#8222;old&#8220; solutions are challenged. The more a player opens up to perceive his or her environment (in this case  the opponents and fellow players and their movements), the more creative the decision. Daniel Memmert, the head of the Institute for Training Science and Sports Informatics in Cologne, found this out through his creativity test for footballers. He developed it together with neuroscientists from the University of Graz. And since I&#8217;ve learned this, it seems absolutely logical to me that the few moments in a game when that is exactly what happens and the players come up with creative solutions are the ones that inspire me. This also explains why world-class players like Ronaldo or Messi can only really show their genius if they include their teammates: &#8222;Isolating and blocking out the surroundings is a hindrance,&#8220; that is one of Daniel Memmert&#8217;s findings.</p>
</p>
<p>Boring games are those that seem to just be played according to plan.&nbsp;Everyone stays in his or her position and does what the opponent, who of course has seen many video analyzes beforehand, expects.&nbsp;A goalkeeper who like Neuer suddenly &#8222;plays along&#8220;, a defensive player who scores a completely unexpected goal, that&#8217;s what inspires us.&nbsp;This thesis can be applied wonderfully to all sports known to me.&nbsp;Naturally, I quickly think of boxing.&nbsp;The really great boxers have always been the ones who caused surprises.&nbsp;This enthusiasm that we feel when we see such a game, such a fight, this tingling sensation, that&#8217;s what it&#8217;s all about.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Planning leads us to believe that we can rule the future</h4>
</p>
<p>Conversely, this might mean: If we prepare too intensively, too precisely, it can happen that precisely that makes us unable to act at the crucial moment.&nbsp;My brother recently left a comment on my article <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/10/30/back-to-base-teil-2-was-du-tun-kannst-wenn-dir-dein-plan-um-die-ohren-fliegt/" target="_blank">&#8222;Back to Base Part 2&#8220;</a>: He asked himself (and me) to what extent his fear of failure led him to &#8222;over-prepare&#8220; &#8211; and to what extent that may even more so lead to said failure of the plan.&nbsp;I am with him on this one.&nbsp;I also think that through extensive planning in advance, we would like to give ourselves the illusion that we can foresee the future.&nbsp;Or even master it.&nbsp;There you are again, control, old friend.&nbsp;And that sounds &#8230; ?&nbsp;Exactly, boring.&nbsp;Not to mention unrealistic.&nbsp;And it inevitably leads to frustration when we have prepared a (certainly good) plan for all possible scenarios and reality then has something completely different in mind.</p>
</p>
<p>At this point, at the latest, the parallel to the corporate context becomes clear to me: Out of sheer concern about looking bad, we often focus more on working out as many plans as possible than on generating new, innovative solutions that inspire us and others.&nbsp;Too often have we been asked in retrospect: <em>Why weren&#8217;t we prepared?</em>&nbsp;You have long since noticed that it has a lot to do with the culture of mistakes.&nbsp;In Germany there is still room for improvement, to put it in a friendly way.&nbsp;It is of course good to analyze so as not to make the same mistake again in the future.&nbsp;But please not as a justification strategy.&nbsp;In the sense of: I plan to be able to give answers later if it went wrong.&nbsp;<em>Look, I&#8217;ve planned soooo much, it wasn&#8217;t my fault.&nbsp;</em>This is backward thinking and the opposite of agility.&nbsp;And yet it is precisely this behavior that continues to be encouraged by many managers.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Crises reinforce what is already there</h4>
</p>
<p>The pandemic is currently showing us very clearly and sometimes painfully where this can lead. Warning, pun intended: p(l)andemic. My impression is that those who give themselves the space to be creative &#8211; whether private individuals or companies &#8211; deal with the crisis well for themselves. Crises generally have in common that they reinforce what is already there. This applies to both good and bad. That is to say: a company that did not act enough for the future before the crisis may not make it through the crisis. If I only start thinking about how to stay relevant during the crisis, it can be too late. If I keep thinking about these things, this agility helps me to &#8222;relax&#8220; even in a crisis. Sounds like planning? Yes and no. What is meant is real entrepreneurship, and in my experience that requires constant observation of the market, including agile adaptation. I am, so to speak, always ready for the surprising pass. I keep myself &#8222;playable&#8220;. I think it&#8217;s wise if we see plans more as ideas or possibilities. That makes it a lot easier psychologically to let go of them. Having lots of different ideas for different scenarios is intelligence for me. And then, on the basis of these prepared ideas, break out of the old pattern at the right moment and do something completely different than before. This creates something ingenious.</p>
</p>
<p>The virus is hard to plan. This is very difficult for many people. &#8222;But I always go on vacation twice a year!&#8220; or &#8222;Christmas without the extended family? No way!&#8220; are absolutely understandable needs; the only question is, how helpful it is when we cling to our plan in a situation over which we have so little control. It makes me more depressed, which is why I usually come to terms with the circumstances pretty quickly and try to experience the change as a newfound freedom. That might sound like a paradox at first, but it works surprisingly well once you get used to it. The more you consciously go through the change curve, the faster you can get to the &#8222;try out area&#8220; (see also my article <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/10/30/back-to-base-teil-2-was-du-tun-kannst-wenn-dir-dein-plan-um-die-ohren-fliegt/" target="_blank">Back to Base Part 2 &#8211; What you can do when your plan is up to you flies</a>). Maybe you suddenly realize that you don&#8217;t think it&#8217;s so bad not to get pissed at your mother-in-law on Christmas Eve.</p>
</p>
<p>By the way, I&#8217;m on vacation next week. We had actually planned (!) to go to the Eifel. Since that is not possible now, we stay at home and cuddle up here. And I&#8217;ll take a short break from writing again, as I&#8217;ve already had good experiences with that in the summer. Who knows what creativity the pattern interruption brings to light.</p>
</p>
<p>Finally, my invitation to Jogi Löw: Perhaps it is worthwhile to reflect on your openness to creativity?&nbsp;Just let them go out of the system for a little bit to open up space for new ideas.&nbsp;Then I promise to watch again and cheer you and your guys on.&nbsp;You are welcome to give me a call.&nbsp;🙂</p>
</p>
<p>Until Friday after next! Stay clear.</p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Der Test zum Fest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:06:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[souveränes auftreten]]></category>
		<category><![CDATA[stärken]]></category>
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		<category><![CDATA[stresstypen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>To read this article in English, please scroll down. Heute gleich zwei ungewöhnliche Dinge: 1. Mein Blogpost kommt diese Woche schon am Mittwoch. 2. Er enthält ein Geschenk für Dich. Juchhu! Man kann einiges über das Jahr 2020 sagen &#8211; und das meiste erinnert vermutlich nicht gerade an eine Liebeserklärung. Was ich allerdings auch ganz [&#8230;]</p>
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<p>To read this article in English, please scroll down. Heute gleich zwei ungewöhnliche Dinge: 1. Mein Blogpost kommt diese Woche schon am Mittwoch. 2. Er enthält ein Geschenk für Dich. Juchhu!</p>
</p>
<p>Man kann einiges über das Jahr 2020 sagen &#8211; und das meiste erinnert vermutlich nicht gerade an eine Liebeserklärung. Was ich allerdings auch ganz dringend sagen will: Ich habe die fetteste Lernkurve seit ungefähr 20 Jahren hingelegt. Ich bin von 0,5% digital auf schätzungsweise 80% gegangen. Und alles self-made. </p>
</p>
<p>Zugegeben, das sieht man vielleicht auch hier und da. Mir ist allerdings grundsätzlich immer wichtiger, erstmal ins Tun zu kommen. Was ich nämlich auch festgestellt habe, ist, dass Du beim Digital-Werden nichts gebacken bekommst, wenn Du nicht mutig erstmal veröffentlichst. Schönmachen geht dann später immer noch. Ich werde zum Beispiel spätestens in 2022 jemanden engagieren, der Ahnung hat und mir alles synchronisiert aufhübschen kann. Also Website, Facebook, Instagram, LinkedIn, komplettes Branding aus einem Guss. </p>
</p>
<p>Manchmal vergesse ich zwischendurch, von wo aus ich gestartet bin &#8211; und was ich jetzt schon alles ganz allein gewuppt habe. Zum Glück erinnert mein Mann mich immer wieder daran, wenn ich gerade mal wieder einen Ausraster habe, weil ich die verflixte Landingpage für mein brandneues Freebie (auch zwei Begriffe, die ich erst in diesem Jahr gelernt habe) nicht mit meiner Website verknüpft bekommen habe. Ich habe innerhalb von 2 Tagen eine Website aus dem Boden gestampft, DNS-Einträge angepasst, mich in Mailchimp reingefuchst und, ach ja, einen Blog gestartet (diesen).</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Wofür ich das alles mache? Das hat mehrere Gründe:</h4>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Dich.</strong> Ich habe so viel Herzblut und Leidenschaft in den Aufbau meines Business gesteckt, so viele wertvolle Partnerschaften zu meinen Kunden aufgebaut &#8211; die wollte ich unbedingt erhalten. Wenn nicht physisch, dann eben digital.</li>
<li>Ich wollte eh schon immer digitaler werden. <strong>Zukunftsfähigkeit</strong> und so. Siehe auch 3.</li>
<li>Ich beobachte, dass Menschen <strong>anders lernen</strong> als früher. Das physische Training von Kompetenzen ist eine sterbende Kunst. <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/12/10/5-trends-zum-thema-lernen-meine-prognose-fuer-2021/">(</a><a href="https://saskiaachtruth.com/2020/12/10/5-trends-zum-thema-lernen-meine-prognose-fuer-2021/" target="_blank">Hier habe ich darüber geschrieben.)</a></li>
<li>Ich träume seit Jahren davon, <strong>automatisierte Produkte</strong> anzubieten. Je automatisierter Dein Business, desto größer Deine Freiheit. Und das geht am besten digital.</li>
<li>Und nicht zu vergessen: Mir ging im März der Hintern erstmal gehörig <strong>auf Grundeis</strong>. Umsatz musste her. Siehe 4.</li>
</ol>
</p>
<p>Damit das hier nicht doch noch in einen Jahresrückblick ausartet, die ich bekanntermaßen nicht besonders mag, schnell einen Blick in die Zukunft: </p>
</p>
<p>Ich arbeite auf Hochtouren am Launch meines <strong>ersten Onlinekurses.</strong> Was am längsten gedauert hat, war ironischerweise, Klarheit darüber zu finden, was das Thema sein soll. Ich hatte eindeutig zu viele Ideen. Ich habe mich dafür entschieden, mich im ersten Kurs auf mein Herzensthema zu konzentrieren: <strong>Frauen und ihre Klarheit</strong>. </p>
</p>
<p>Ich selbst habe schon immer eine große Sehnsucht nach Klarheit in mir gespürt: Klarheit im Denken, Klarheit im Handeln, Klarheit in der Kommunikation. Ich hatte nur leider keine Ahnung, wie ich sie finden sollte, diese Klarheit. Also habe ich mich auf die Suche gemacht.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Mit meinem Onlinekurs BLOOM zu mehr Klarheit</h4>
</p>
<p>Inzwischen habe ich sie gefunden. Als Expertin für Klarheit helfe ich Menschen in meinen Coachings, Trainings und bald eben auch Onlinekursen mit Klarheit ans Ziel. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Klarheit schon in uns ist. Manchmal können wir sie nur noch nicht erkennen. <strong>Besonders uns Frauen fällt es oft schwer, unserer eigenen Klarheit zu vertrauen.</strong></p>
</p>
<p>Und wenn wir in <strong>Stress</strong> geraten, zum Beispiel während eines wichtigen Meetings oder beim Präsentieren, verfallen wir oft in uralte Muster, die uns daran hindern, unser volles Potential zu entfalten. Plötzlich machen wir uns <strong>klein</strong>, fühlen uns <strong>wertlos</strong> und <strong>inkompetent</strong>. Ich weiß genau, wie es sich anfühlt, im Business vor anderen ins Haspeln zu geraten, unsicher zu werden und mich wie ein kleines Mädchen zu fühlen.</p>
</p>
<p>Aber ich weiß auch, wie man es schaffen kann, mit <strong>Klarheit in Sprache und Auftritt</strong> seine <strong>Souveränität</strong> zu finden. Und genau das möchte ich mit Dir in meinem ersten Onlinekurs <strong>BLOOM</strong> teilen. </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Dein Geschenk: Der kostenlose Stresstypen-Test</h4>
</p>
<p>Jetzt aber endlich zu Deinem Geschenk: Ich habe als kleinen Teaser für <strong>BLOOM</strong> einen <strong>Stresstypen-Test</strong> entwickelt. Ich arbeite in meinen Kommunikations-Trainings gemeinsam mit meinen Seminarschauspielern bereits seit vielen Jahren mit einem an Virginia Satirs Forschungen angelehnten Modell. Virginia Satir ist die Go-To-Familientherapeutin und hat die Stresstypen entwickelt. Auf ihren Erkenntnissen beruhen diverse bekannte Persönlichkeitsmodelle, zum Beispiel DISG (das ist diese Rot-Grün-Blau-Geschichte, die Du vielleicht kennst), um nur eines zu nennen. Im Laufe der Jahre habe ich meine eigene Version entwickelt und habe diese nun als Schnell-Selbst-Test zu Papier gebracht. Der ist selbstverständlich zu 100% unwissenschaftlich, was allerdings nicht bedeutet, dass er keine Erkenntnisse liefert. Im Gegenteil. Ich habe schon ganze Team-Workshops auf der Basis der Typen geleitet, was jedes Mal maßgeblich zur Selbstreflexion der einzelnen Teammitglieder, zum tieferen Verständnis füreinander und somit einer deutlich verbesserten Zusammenarbeit beigetragen hat. </p>
</p>
<p><strong>Dein Geschenk, den kostenlosen Stresstypen-Test, findest Du in meinem exklusiven Mitgliederbereich.</strong> <a href="https://kurse.saskiaachtruth.com/lp/mach-den-kostenlosen-stresstypentest/" target="_blank">Um Zugang zu erhalten, klickst Du einfach hier und kannst dann auf der Seite in den Mitgliederbereich eintreten.</a> Dort findest Du bald auch meinen Onlinekurs <strong>BLOOM</strong>. </p>
</p>
<p>Durch den Test lernst Du, welcher der vier Stresstypen Dir am meisten entspricht. Bist Du ein*e <strong>Optimierer*in</strong>? Ein*e <strong>Macher*in</strong>? Ein*e <strong>Teamplayer*in</strong>? Oder ein*e<strong> Ideengeber*in</strong>? Du erfährst <strong>spannende Insights über Deine Stressfallen in der Kommunikation</strong> &#8211; und natürlich auch die <strong>Stärken</strong>, die in Wirklichkeit dahinter stecken. </p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://saskiaachtruth.com/wp-content/uploads/2020/12/produktbild-freebie-stresstypen-test-a4-arbeitsblatt.png?w=724" alt="" class="wp-image-1120" width="362" height="512" /><figcaption>So sieht das Titelblatt des Stresstypen-Tests aus.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<div class="wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-background-color has-text-color has-background" href="https://kurse.saskiaachtruth.com/lp/mach-den-kostenlosen-stresstypentest/" style="background-color:#e11ebd;" target="_blank">Hier geht es zum kostenlosen Stresstypen-Test</a></div>
</div>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Eine gelunge Kommunikation startet immer mit Dir.</h4>
</p>
<p>Dein erster Schritt ist es, Dich und Deine Stressfallen besser kennenzulernen. Was Du kennst, kannst Du aktiv gestalten. Und das ist nicht zuletzt heute, einen Tag vor Heiligabend, eine gute Idee. Auch wenn wir dieses Jahr nicht im großen Familienkreis und somit ohne Schwiegermütter und peinliche Onkel feiern, bieten die Feiertage stets unverhofftes Stress-Potential. Je besser Du vorbereitet bist, desto entspannter für alle. </p>
</p>
<p>Ich wünsche Dir viel Spaß damit und entspannte Weihnachten!</p>
</p>
<p>Bis zum nächsten Mal &#8211; von dem ich noch nicht genau weiß, wann es sein wird. 🙂</p>
</p>
<p>Bleib klar.</p>
</p>
<p>Deine Saskia</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">All I want for Christmas is no stress</h2>
</p>
<p>Two unusual things today: 1. I am posting on a Wednesday. 2. I have a present for you. Whoop whoop! (Well, to be honest with you: Unless you secretly read German, it&#8217;s not really a present for you &#8211; yet. If you are interested, please contact me and I will provide you with an English version that I yet need to create.)</p>
</p>
<p>You can say a lot about 2020 &#8211; and most of it probably won&#8217;t sound like a declaration of love. What I really need to share, however, is that I have had the largest learning curve in about 20 years. I went from 0.5% digital to an estimated 80%. And everything is self-made.</p>
</p>
<p>Admittedly, you might notice that here and there. However, it&#8217;s always more important to me to get down to business first. What I also found is that you won&#8217;t get anything done when you go digital if you don&#8217;t boldly publish it first. You can always make it beautiful later. For example, by 2022 at the latest, I will hire someone who has a clue and who can synchronize everything for me. So website, Facebook, Instagram, LinkedIn, complete branding from a single source.</p>
</p>
<p>Sometimes I forget where I started from &#8211; and what I have already managed to do on my own. Fortunately, my husband keeps reminding me whenever I have a freak out because I didn&#8217;t get the darn landing page for my brand new freebie (also two terms that I have only learned this year) linked to my website. Within 2 days I built a website, adjusted DNS entries, dug into Mailchimp and, oh yes, started a blog (this one). And I have been posting continuously since then. </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">What am I doing all this for? There are several reasons:</h4>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li><strong>You.</strong> I put so much heart and soul into building my business, building so many valuable partnerships with my customers &#8211; I really wanted to keep them. If not physically, then digitally. </li>
<li>I&#8217;ve always wanted to be more digital. <strong>Sustainability</strong> and such. See also 3. </li>
<li>I observe that <strong>people learn differently</strong> than before. The physical training of skills is a dying art. <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/12/10/5-trends-zum-thema-lernen-meine-prognose-fuer-2021/" target="_blank">(This is where I wrote about it.) </a></li>
<li>I&#8217;ve dreamed of offering <strong>automated products</strong> for years. The more automated your business, the greater your freedom. And that&#8217;s best done digitally. </li>
<li>And not to forget: In March I was <strong>freaking out</strong> just a tiny bit. I needed some sales. See 4.</li>
</ol>
</p>
<p>So that this doesn&#8217;t degenerate into a review of the year, which as you know I do not particularly like, a quick look into the future:</p>
</p>
<p>I&#8217;m working at full speed on the launch of <strong>my first online course.</strong> Ironically, what took the longest was to find clarity about what the topic was supposed to be. I clearly had too many ideas. I finally decided to focus on my heart issue in the first course: <strong>women and their clarity.</strong></p>
</p>
<p>I myself have always felt a great longing for clarity in myself: clarity in thinking, clarity in action, clarity in communication. Unfortunately, I had no idea how to find it, this clarity. So I went looking.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">More clarity with my online course BLOOM </h4>
</p>
<p>I have now found it. As an expert in clarity, I help people achieve their goals with clarity in my coaching, training and soon also online courses. I know from my own experience that the clarity is already within us. Sometimes we just can&#8217;t see it yet. We women especially find it difficult to trust our own clarity.</p>
</p>
<p>And when we get stressed, for example during an important meeting or when giving a presentation, we often fall into age-old patterns that prevent us from developing our full potential. Suddenly we feel <strong>small</strong>, <strong>worthless</strong> and <strong>incompetent</strong>. I know exactly what it feels like to get lost in business in front of others, become insecure and feel like a little girl.</p>
</p>
<p>But I also know how you can manage to <strong>find your sovereignty with clarity in language and appearance.</strong> And that&#8217;s exactly what I want to share with you in my first online course <strong>BLOOM</strong>.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Your gift: The free stress type test</h4>
</p>
<p>But now finally to your present: I developed a <strong>stress type test</strong> as a little teaser for <strong>BLOOM</strong>. I have been working with my seminar actors in my communication trainings for many years using a model based on Virginia Satir&#8217;s research. Virginia Satir is the go-to family therapist and she developed the stress types. Various well-known personality models are based on their findings, for example DISG (that&#8217;s this red-green-blue thing that you may know), to name just one. Over the years I have developed my own version and have now put it on paper as a quick self-test. It is of course 100% unscientific, but that does not mean that it does not provide any knowledge. On the contrary. I have already led entire team workshops on the basis of the types, which each time has contributed significantly to the self-reflection of the individual team members, to a deeper understanding for one another and thus to a significantly improved cooperation.</p>
</p>
<p>You can find your gift, the free stress type test, in my exclusive member area. <a href="https://kurse.saskiaachtruth.com/lp/mach-den-kostenlosen-stresstypentest/" target="_blank">To gain access, simply click here and then enter the member&#8217;s area on the site.</a> You will soon also find my online course <strong>BLOOM</strong> there.</p>
</p>
<p>The test will show you which of the four stress types corresponds to you most. Are you an <strong>optimizer</strong>? A <strong>doer</strong>? A <strong>team player</strong>? Or an <strong>idea giver</strong>? You will learn <strong>exciting insights about your stress traps in communication</strong> &#8211; and of course the <strong>strengths</strong> that are actually behind them.</p>
</p>
<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://saskiaachtruth.com/wp-content/uploads/2020/12/produktbild-freebie-stresstypen-test-a4-arbeitsblatt.png?w=724" alt="" class="wp-image-1120" width="362" height="512" /><figcaption>This it what the test&#8217;s cover looks like.</figcaption></figure>
</div>
</p>
<div class="wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-background-color has-text-color has-background" href="https://kurse.saskiaachtruth.com/lp/mach-den-kostenlosen-stresstypentest/" style="background-color:#e11ebd;" target="_blank">Click here to take the free test</a></div>
</div>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Successful communication always starts with you.</h4>
</p>
<p>Your first step is to get to know yourself and your stress traps better. You can actively shape what you know. And that is a good idea, not least today, the day before Christmas Eve. Even if we are not celebrating with the extended family this year and therefore without mothers-in-law and embarrassing uncles, the holidays <strong>always</strong> offer unexpected stress potential. The better prepared you are, the more relaxing for everyone.</p>
</p>
<p>I wish you a lot of fun with the test and a relaxed Christmas!</p>
</p>
<p>Until next time &#8211; I don&#8217;t yet know exactly when it will be. 🙂</p>
</p>
<p>Stay clear. </p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
<div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Die 3 größten Mythen über klare Kommunikation und warum sie falsch sind</title>
		<link>https://saskiaachtruth.com/die-3-groessten-mythen-ueber-klare-kommunikation-und-warum-sie-falsch-sind/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freundliche Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[nonverbal]]></category>
		<category><![CDATA[verbal]]></category>
		<category><![CDATA[vokal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>To read this article in English, please scroll down. Mythos Nr. 1: Klare Kommunikation ist unfreundlich. Wenn Du unter &#8222;freundlicher Kommunikation&#8220; verstehst, dass Du für Dein Gegenüber möglichst komfortabel und mit so wenig wahrgenommenem Handlungsbedarf wie möglich kommunzieren möchtest, gebe ich Dir recht. Ich habe allerdings den Verdacht, dass das nicht immer in Deinem Sinne [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/die-3-groessten-mythen-ueber-klare-kommunikation-und-warum-sie-falsch-sind/">Die 3 größten Mythen über klare Kommunikation und warum sie falsch sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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<p>To read this article in English, please scroll down.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Mythos Nr. 1: Klare Kommunikation ist unfreundlich.</h4>
</p>
<p>Wenn Du unter &#8222;freundlicher Kommunikation&#8220; verstehst, dass Du für Dein Gegenüber möglichst komfortabel und mit so wenig wahrgenommenem Handlungsbedarf wie möglich kommunzieren möchtest, gebe ich Dir recht. Ich habe allerdings den Verdacht, dass das nicht immer in Deinem Sinne ist.</p>
</p>
<p>Es ist ein Paradoxon: Auf der einen Seite erlebe ich eine große Sehnsucht nach Klarheit bei meinen Klienten (und im Grunde allen Menschen, mit denen ich mich länger als zehn Minuten und nicht nur übers Wetter unterhalte). Nicht zuletzt deshalb kommen sie ja zu mir. Auf der anderen Seite scheint das Gefühl, dass Klarheit gleichzeitig und immer auch Unfreundlichkeit in der Kommunikation bedeutet, ein echtes Hindernis für viele zu sein. </p>
</p>
<p>Kein Wunder also, dass viele Menschen gute Gründe dafür finden, lieber weiter unklar zu kommunzieren. Vielleicht haben sie tatsächlich auch hier und da die Erfahrung gemacht, dass ihre &#8222;zu klare&#8220; (also eindeutige) Kommunikation nicht so gut ankam. </p>
</p>
<p>Meine These ist, dass wir das schon im Kindesalter erleben können, nämlich dann, wenn wir mit allem, was wir haben, kommunzieren, dass (uns) etwas nicht passt. Dieses klare Verhalten, das sich auf allen Ebenen der Kommunikation abspielt <em>(verbal, vokal, nonverbal &#8211; dazu später mehr)</em> und hinter dem sich nicht mehr und nicht weniger als ein unerfülltes Bedürfnis verbirgt, wurde und wird bis heute von vielen Erwachsenen entweder ignoriert oder bestraft. Und noch eine These: Bei Mädchen noch stärker als bei Jungs. Ich weiß, gewagt, und ich habe auch keine Beweise. Es ist lediglich ein Erklärungsansatz, der für mich Sinn ergibt. </p>
</p>
<p>Ich vermute, dass ich deshalb noch öfter von Frauen als von Männern die Sorge höre, dass eine klare Kommunikation vom Gegenüber als Unfreundlichkeit aufgefasst werden könnte. Und Mädchen sind nun mal freundlich und hauen nicht, das weiß doch jede*r.</p>
</p>
<p>Ich will jetzt gar nicht den Freud raushängen lassen. Weder bin ich Psychologin, noch habe ich zu dem Thema geforscht. Gleichzeitig sagen mir mein Verstand und meine tägliche Erfahrung, dass es einen Zusammenhang geben könnte. Die so genannte Wahrheit ist vermutlich deutlich komplexer. Und wie so oft entscheidet der Kontext.</p>
</p>
<p>Das Verrückte ist, dass die unklare, verschleierte, um-den-heißen-Brei-Kommunikation tatsächlich zunächst (!) besser ankommt beim Gegenüber. Das ist aber nur ein Kurzfrist-Effekt. Na klar, erstmal finde ich es besser, wenn Du mich mit Deinen Bedürfnissen nicht so direkt konfrontierst, damit ich möglichst viel Interpretationsspielraum habe. Das nagelt mich weniger fest. Ich entscheide, was ich verstehen will. <em>(Das ist im Übrigen immer so. Und: Je klarer ich sende, desto größer die Chance, dass meine Botschaft ungefähr so ankommt wie von mir gewünscht.) </em>Bei der/dem Sendenden führt das zwangsläufig dazu, dass sie/er zwar als angenehme*r Gesprächspartner*in empfunden wird. Doch heißt &#8222;angenehm&#8220; hier, dass es für mich als Empfänger*in der Botschaft keinen Handlungsbedarf gibt. </p>
</p>
<p>Sobald ich mir allerdings Orientierung wünsche (Orientierung = Sicherheit), gilt das nicht mehr. Das hat jede*r schon mal erlebt, die/der sich im Job gefragt hat, was &#8222;die da oben&#8220; eigentlich wollen. </p>
</p>
<p>Wenn Du also langfristig handeln willst, wenn Du Dir wünschst, nicht alles 20 Mal sagen zu müssen, dann macht es vielleicht Sinn, durch den heißen Brei durch zu kommunizieren statt drumherum. Die gute Nachricht: Dafür brauchst Du nicht zur Maschine zu werden. Es geht nicht darum, einen Schalter umzulegen. An oder aus. Es geht darum, im entscheidenden Moment klar zu sein. Es gibt einen Dimmer. Versprochen. </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Mythos Nr. 2: Klare Kommunikation können nur Männer.</h4>
</p>
<p>Das ist jetzt nichts, was ich jemals von einem Mann gehört hätte. Diesen (Glaubens-)Satz höre ich ausschließlich von Frauen. </p>
</p>
<p>Meine Erfahrung ist anders. Ja, ich sehe auch, dass es in unserer Gesellschaft Männern oft leichter gemacht wird als Frauen, klar zu kommunzieren. Das habe ich ja oben im Zusammenhang mit Kindern bereits kurz beschrieben. Gleichzeitig erlebe ich immer wieder Männer in meinen Kommunikationscoachings, deren größtes Hindernis sie selbst sind. Und da ist es egal, ob es ums Verkaufen geht, also um Kundengespräche, um die Kommunikation mit den Kolleg*innen im Team oder um Führung. </p>
</p>
<p>Es ist auch bei diesen Männern immer wieder die unklare Kommunikation, die zu Schwierigkeiten führt. Da gibt es verschiedene Varianten: Mal ist es die Salamitaktik, bei der scheibchenweise preisgegeben wird, worum es geht. Mal wird aus persönlicher Unsicherheit heraus in zig Schleifen argumentiert und erklärt, bis der/die Andere vor Erschöpfung aufgibt. Mal werden in Verhandlungen Informationen zurückgehalten, weil das vermeintlich die Verhandlungsmasse stärkt. </p>
</p>
<p>Ein interessanter Unterschied zwischen Männern und Frauen, den ich beobachte, ist der, dass Männer oft denken, dass sie bereits sehr klar kommunizieren. Das liegt meines Erachtens daran, dass sie Argumentationsreichtum mit Klarheit verwechseln. Frauen wissen oft bereits, dass sie nicht klar genug sind. Und haben dann aufgrund der diversen hinderlichen Glaubenssätze zum Thema klare Kommunikation und aufgrund der über lange Zeit eingeübten Verhaltensmuster verständlicherweise Schwierigkeiten, das zu ändern. Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe: Die jeweiligen Gesprächspartner*innen verstehen die Botschaft nicht. </p>
</p>
<p>Nur so zum Spaß: Stell Dir mal bitte kurz eine Nachrichtensprecherin vor, die nicht klar kommuniziert. Die um den heißen Brei herumredet und die ganze Zeit lächelt. Das wäre sehr irritierend, oder? Der Kontext entscheidet. Wenn sie dann die Lottozahlen ankündigt, kann sie kurz wieder lächeln. <em>(Auch wenn ich persönlich diesen Moment immer etwas irre finde.)</em></p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Mythos Nr. 3: Klare Kommunikation ist total schwierig.</h4>
</p>
<p>Schwierig? Nein. Komplex? Definitiv. Alle Ebenen der Kommunikation müssen passen: die verbale, die vokale, die nonverbale. Die <strong>verbale</strong> Ebene betrifft den reinen Inhalt der Botschaft. Also: <strong>Was wird gesagt?</strong> Die <strong>vokale</strong> Ebene ist diejenige, die u.a. über Tonalität, Sprechtempo, Rhythmus und Pausen entscheidet, unabhängig vom Inhalt. Also: <strong>Wie wird es gesagt?</strong> Die Bedeutung der <strong>nonverbalen</strong> Ebene, also der Körpersprache, wird oft unterschätzt. Und die ist übrigens auch bei virtuellen Gesprächen wichtig, auch wenn wir nur einen reduzierten Teil wahrnehmen können. Die Körperhaltung beeinflusst außerdem die Stimme und die Atmung, also die vokale Ebene. Die Körpersprache kann Geheimwaffe oder Kryptonit sein: Entweder unterstützt und stärkt sie durch Kongruenz unsere verbale Botschaft &#8211; oder sie macht sie zunichte, wenn eben diese Übereinstimmung fehlt. Einfach ausgedrückt: Je kongruenter verbale, vokale und nonverbale Ebene sind, desto klarer ist unsere Botschaft für andere. Also: <strong>Wie gut passt alles zusammen?</strong></p>
</p>
<p>Nur klar auf der verbalen Ebene zu sein ist demnach zu wenig. Oft konzentrieren wir uns trotzdem sehr stark auf die inhaltliche Ebene. Jedenfalls dann, wenn wir gerade senden. Als Empfänger*in sind uns plötzlich auch die anderen beiden Ebenen sehr wichtig. Und da stets die/der Empfänger*in entscheidet, was ankommt, macht es Sinn, dass Du als Sender*in so viel wie möglich für die Kongruenz tust. Also eigentlich sogar einfacher als die gewohnte, vermeintlich &#8222;freundliche&#8220; Kommunikation, sofern Du zielgerichtet genau wie ich einfacher findest als 28 Schleifen. </p>
</p>
<p><strong>Für mich steht und fällt alles damit, wie klar ich mir über meine Ziele bin, bevor ich überhaupt in die Kommunikation nach außen einsteige:</strong></p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Worum geht es mir eigentlich wirklich? </strong></li>
<li><strong>Was sind meine (maximal 3) Kernbotschaften? </strong></li>
<li><strong>Was will ich erreichen?</strong></li>
</ul>
</p>
<p>Weil genau das meiner Erfahrung nach der erste Schritt zu einer gelungenen, klaren Kommunikation ist, bereite ich gerade ein kleines &#8222;Bootcamp&#8220; zum Thema Zielsetzung vor. Vielleicht ist das ja spannend für Dich?</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleib klar.</p>
</p>
<p>Deine Saskia</p>
</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://saskiaachtruth.com/wp-content/uploads/2021/01/the-3-biggest-myths-about-clear-communication.png?w=940" alt="" class="wp-image-1214" /></figure>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Myth #1: Clear Communication is unfriendly.</h4>
</p>
<p>If by &#8222;friendly communication&#8220; you mean that you want to communicate as comfortably as possible for your counterpart and with as little need for action as possible, then I agree. However, I suspect that this is not always what you want.</p>
</p>
<p>It&#8217;s a paradox: On the one hand, I experience a great longing for clarity in my clients (and basically all people with whom I talk for more than ten minutes and not just about the weather). After all, that is why they come to me. On the other hand, the feeling that clarity means at the same time and always unfriendliness seems to be a real obstacle for many.</p>
</p>
<p>So it&#8217;s no wonder that many people find good reasons to keep communicating unclearly. Perhaps they have actually made the experience here and there that their &#8222;too clear&#8220; (ie unambiguous) communication was not so well received.</p>
</p>
<p>My thesis is that we can already experience this in childhood, namely when we communicate with everything we have that something is not okay for us. This clear behavior, which takes place on all levels of communication (verbal, vocal, non-verbal &#8211; more on that later) and behind which there is nothing more and nothing less than an unfulfilled need, was and is still either ignored or punished by many adults . And one more thesis: even more so with girls than with boys. I know, daring, and I have no evidence either. It&#8217;s just an explanatory approach that makes sense to me.</p>
</p>
<p>I suspect that this is why I hear more often from women than from men that clear communication could be perceived as unfriendliness by the other person. And girls are friendly and don&#8217;t hit, everyone knows that.</p>
</p>
<p>I don&#8217;t want to get all Freudian on you now. I am neither a psychologist nor have I done any research on the subject. At the same time, my mind and my daily experience tell me that there might be a connection. The so-called truth is probably much more complex. And as so often, the context is decisive.</p>
</p>
<p>The crazy thing is that the unclear, veiled, around-the-bush communication really is initially (!) better received by the other person. But this is only a short-term effect. Naturally, I think it&#8217;s better if you don&#8217;t confront me with your needs so directly so that I have as much room for interpretation as possible. That pegs me less. I choose what I want to understand.<em> (Incidentally, this is <strong>always</strong> the case. And: The clearer I send, the greater the chance that my message will arrive roughly as I wanted it to.) </em>For the sender, this inevitably leads to the fact that he/she is considered a pleasant conversation partner. But &#8222;pleasant&#8220; here means that there is no need for action for me as the recipient of the message.</p>
</p>
<p>However, as soon as I want orientation (orientation = security), that no longer applies. Everyone who has ever asked himself/herself at work what &#8222;management&#8220; actually want has experienced this.</p>
</p>
<p>So if you want to act long-term, if you wish not to have to say everything 28 times, then it might make sense to communicate &#8222;through the bush&#8220; instead of around it. The good news: You don&#8217;t have to become a machine to do this. It&#8217;s not about flipping a switch. On or off. It&#8217;s about being clear at the crucial moment. There is a dimmer. I promise.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Myth #2: Only men can communicate clearly.</h4>
</p>
<p>Now this is not something I have ever heard from a man. I only hear this belief from women.</p>
</p>
<p>My experience is different. Yes, I also see that our society often makes it easier for men than for women to communicate clearly. I have already briefly described this above in connection with children. At the same time, I repeatedly see men in my communication coachings whose greatest obstacle are they themselves. And it doesn&#8217;t matter whether it&#8217;s about selling, i.e. talking to customers, communicating with colleagues in the team, or about leadership.</p>
</p>
<p>Again and again, it is the unclear communication that leads to difficulties for these men. There are different variants: Sometimes it is the salami tactic, in which is information is revealed slice by slice. Sometimes people argue and explain in umpteen loops out of personal uncertainty until the other one gives up from exhaustion. Sometimes information is withheld alltogether in negotiations because this supposedly strengthens the bargaining power.</p>
</p>
<p>An interesting difference between men and women that I observe is that men often think that they are already communicating very clearly. In my opinion, this is because they confuse argumentation with clarity. Women often already know that they are not clear enough. And then because of the various obstructive beliefs on the subject of clear communication and because of the behavior patterns that have been practiced for a long time, understandably have difficulty changing that. The result is the same in both cases: the respective interlocutors do not understand the message.</p>
</p>
<p>Just for fun: Imagine a newscaster who isn&#8217;t communicating clearly. Who talks around the bush and smiles all the time. That would be very irritating, wouldn&#8217;t it? The context is decisive. When she then announces the lottery numbers, she can smile again for a moment. <em>(Even if I personally always find this moment a bit crazy.)</em></p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Myth #3: Clear communication is really hard.</h4>
</p>
<p>Difficult? No. Complex? Definitely. All levels of communication have to fit: the verbal, the vocal, the non-verbal. The <strong>verbal</strong> level concerns the pure content of the message. <strong>What is being said? </strong>The <strong>vocal</strong> level is the one that, among other things, decides on tonality, speaking speed, rhythm and pauses, regardless of the content. <strong>How is it said? </strong>The importance of the <strong>non-verbal</strong> level, i.e. body language, is often underestimated. And this is also important in virtual conversations, even if we can only perceive a limited part. Posture also affects voice and breathing, i.e. the vocal level. Body language can be a secret weapon or kryptonite: Either it supports and strengthens our verbal message through congruence &#8211; or it destroys it if this congruence is missing. Simply put, the more congruent the verbal, vocal and non-verbal levels, the clearer our message is to others. <strong>How well does it all fit together?</strong></p>
</p>
<p>Just being clear on the verbal level is not enough. Often we still concentrate very strongly on the content level. At least when we are sending a message. As a recipient, the other two levels are suddenly very important to us. And since the recipient always decides what is perceived, it makes sense that you as the sender do as much as possible for the congruence. So really, clear communication is even easier than the usual, supposedly &#8222;friendly&#8220; communication, as long as you find targeted communication easier than 28 loops.</p>
</p>
<p><strong>For me, everything depends on how clear I am about my goals before I even start communicating with the outside world:</strong></p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>What is this really about? </strong></li>
<li><strong>What are my (maximum 3) core messages? </strong></li>
<li><strong>What do I want to achieve?</strong></li>
</ul>
</p>
<p>Because, in my experience, this is exactly the first step towards successful, clear communication, I am currently preparing a small &#8222;boot camp&#8220; on the subject of goal setting. Maybe that&#8217;s interesting for you?</p>
</p>
<p>Until next Friday! Stay clear.</p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Was Du von Dinos lernen kannst</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 11:12:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>To read this article in English, please scroll down. Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einer Freundin unterhalten. Ich habe ihr davon erzählt, dass ich super gern mehr Frauen erreichen möchten, die schon erfolgreich sind und noch erfolgreicher werden wollen. &#8222;So wie Du!&#8220;, habe ich zu ihr gesagt. Und sie so: &#8222;Ähm, Moment [&#8230;]</p>
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<p>To read this article in English, please scroll down. Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einer Freundin unterhalten. Ich habe ihr davon erzählt, dass ich super gern mehr Frauen erreichen möchten, die schon erfolgreich sind und noch erfolgreicher werden wollen. <em>&#8222;So wie Du!&#8220;</em>, habe ich zu ihr gesagt. Und sie so: <em>&#8222;Ähm, Moment mal, ich würde <strong>niemals</strong> über mich sagen, dass ich erfolgreich bin.&#8220; </em></p>
</p>
<p>Warte, <strong>was?!</strong> Und da war sie wieder, die Erkenntnis, dass selbst Frauen, die ich als wahnsinnig erfolgreich erlebe, die sichtbar sind, die sprechen können und das auch tun, die Geld verdienen, die Expertinnen sind und mega kompetent in ihrem Fachgebiet &#8211; selbst diese Frauen glauben sich ihren Erfolg manchmal einfach nicht. Das schockiert mich immer wieder aufs Neue. Gleichzeitig gibt es mir ganz viel Energie, denn genau das will ich verändern. Ich werde also gewissermaßen durch solche Erlebnisse so unter Strom gesetzt, dass ich mir sofort mein Superheldinnen-Cape überwerfen und losfliegen will.</p>
</p>
<p>Wie kann es sein, dass Frauen, die <strong>alles</strong> geben und das auch <strong>wissen</strong>, sich trotzdem nicht erfolgreich <strong>fühlen</strong>? Dieses Gefühl, dass es noch nicht reicht, scheint zu stark zu sein. Deshalb kann auch das tatsächlich vorhandene Können und Wissen im entscheidenden Moment nicht abgerufen werden. Es ist da &#8211; und doch fehlt der Zugriff. Als wäre da eine unsichtbare Mauer, die alles blockiert. Vielleicht ist es auch so ein Zaun, der unter Strom gesetzt ist, der einen kurz ausknockt, wenn man ihn berührt. Ich denke da an so einen wie bei &#8222;Jurassic World&#8220;, der die Dinos im Zaum hält. (Das mit dem Strom scheint sich heute durchzuziehen.)</p>
</p>
<p>Beispiele gibt es für die Elektroschock-Zaun-Momente en masse: Vorstellungsgespräche, davor erstmal überhaupt die Bewerbung auf eine Position, die Du eigentlich willst, Dir aber nicht zutraust, Gehaltsverhandlungen, Tagessatz-Verhandlungen, Akquisegespräche&#8230; oder auch &#8222;nur&#8220; die Formulierung des eigenen Wertes, wenn Dich jemand fragt, warum gerade Du Dich als Expertin für ein Thema bezeichnest. Oder wenn Du online oder in einem schriftlichen Angebot aufschreiben willst, was Dich so gut macht, dass man Dich für Deine Expertise bezahlen soll. Und was das dann kostet.</p>
</p>
<p>Jetzt könnte man meinen, dass es unter anderem am Mindset liegt. Ja, ist ja gut, wahrscheinlich liegt es vor allem am Mindset. Mir wird allerdings immer klarer, dass diejenigen Frauen, die Meisterinnen des selbst-sabotierendes Mindsets sind, sich bereits seit geraumer Zeit sehr intensiv und tief genau damit auseinandersetzen. Sie machen die Arbeit bereits. Sie brauchen nicht <strong>noch</strong> jemanden, der ihnen zeigt, welche Haltung sie bräuchten. Das wissen sie schon. Was sie brauchen, ist jemand, der ihnen eine Art &#8222;Erste-Hilfe-Koffer&#8220; hinstellt.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Ein First Aid Kit für Momente der Sprachlosigkeit</h4>
</p>
<p>Und zwar die Momente, in denen es darum geht, den eigenen Wert zu erkennen, zu benennen und entsprechende Gegenleistungen einzufordern. Das einzufordern, was ihnen zusteht. Was sie sich verdient haben.</p>
</p>
<p>Wäre das nicht wunderbar? Nicht noch wer-weiß-wie-viele Jahre darauf zu warten, dass die innere Arbeit abgeschlossen ist (wann ist sie das schon?), sondern <strong>jetzt</strong> etwas zu haben, das Dir für das Gespräch mit dem Kunden heute, morgen, nächste Woche hilft.</p>
</p>
<p>Die Dinos bei &#8222;Jurassic World&#8220; brechen übrigens manchmal einfach aus. Denen sind die Zäune egal. Das Mindset-Thema haben die nicht. Liegt vielleicht an den kleinen Gehirnen. Und doch können wir uns davon was abgucken. Mit dem passenden Werkzeug den Strom ausschalten und den Draht durchknipsen. Zumindest kurz. Im entscheidenden Moment. Und dann, davon bin ich überzeugt, wird immer seltener Strom auf dem Zaun sein. Bis da irgendwann gar kein Zaun mehr ist. Weil sich durch Deine erfolgreiche Kommunikation nämlich irgendwann Dein Mindset mit verändert. Jahaaaa, sorum klappt das auch. Gut, ne?</p>
</p>
<p>Rooooaaaarr.</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleib klar.</p>
</p>
<p>Deine Saskia</p>
<p style="text-align: center;">__________</p>
<p> </p>
</p>
</p>
<p>I was talking to a friend a few days ago. I told her that I would really like to reach more women who are already successful and want to become even more successful. <em>&#8222;Just like you!&#8220;</em> I said to her. And she was, like: <em>&#8222;Um, wait a minute, I would <strong>never</strong> call myself successful.&#8220;</em></p>
</p>
<p>Wait, <strong>what?!</strong> And there it was again, the realization that even women whom I experience as incredibly successful, who are visible, who can speak and do that, who earn money, are experts and mega competent in their field &#8211; even these women sometimes don&#8217;t believe their own success. That shocks me again and again. At the same time, it gives me a lot of energy, because that&#8217;s exactly what I want to change. So, to a certain extent, I am so energized by such experiences that I immediately want to put on my superheroine cape.</p>
</p>
<p>How is it possible that women who give <strong>everything</strong> and <strong>know</strong> that they do still do not <strong>feel</strong> successful? This feeling that it is not enough seems too strong. Therefore, the de facto available skills and knowledge cannot be activated in the decisive moment. It&#8217;s all there &#8211; yet there is no access. As if there was an invisible wall blocking everything. Maybe it&#8217;s a fence that is electrified that knocks you out briefly if you touch it. I&#8217;m thinking of one like in &#8222;Jurassic World&#8220; that keeps the dinosaurs in check.</p>
</p>
<p>There are plenty of examples for electric shock fence moments: job interviews, first of all applying for a position that you actually want but don&#8217;t trust yourself to be good enough for, salary negotiations, daily rate negotiations, client acquisition &#8230; or &#8222;just&#8220; the formulation of your own value when someone asks you why you call yourself an expert on a topic. Or if you want to write down online or in a written offer what makes you so good that you should be paid for your expertise. And what that expertise costs.</p>
</p>
<p>Now you might think that it is, among other things, the mindset. Yeah, yeah, alright, it is probably <strong>mainly</strong> due to the mindset. It is becoming increasingly clear to me, however, that the women who are masters of the self-sabotaging mindset have been dealing with it very intensively and deeply for some time. They&#8217;re already doing the work. They don&#8217;t need yet another person (me) to show them what kind of mindset they need. They already know. What they need is someone who can put some kind of &#8222;first aid kit&#8220; in front of them.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">A first aid kit for moments of speechlessness</h4>
</p>
<p>Exactly the moments when it comes to recognizing your own worth, naming it and demanding appropriate consideration. To demand what is due to them. What they deserve.</p>
</p>
<p>Wouldn&#8217;t that be wonderful? Not having to wait who-knows-how many years for the inner work to be completed (when is it ever, really?), But to have something <strong>now</strong> that will help you to talk to the client today, tomorrow, next week .</p>
</p>
<p>By the way, the dinosaurs in &#8222;Jurassic World&#8220; sometimes just break out. They don&#8217;t care about the fences. They don&#8217;t have the mindset topic. Maybe it&#8217;s because of the small brains. And yet we can learn something from them: Use the appropriate tools to switch off the power and clip the wire. At least briefly. At the crucial moment. And then, I am convinced, there will be less and less electricity on the fence. Until at some point there is no longer a fence. Because your successful communication will change your mindset at some point. Jahaaaa, it does work that way, too. Good, huh?</p>
</p>
<p>Rooooaaaarr.</p>
</p>
<p>Until next Friday! Stay clear.</p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
<div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/was-du-von-dinos-lernen-kannst/">Was Du von Dinos lernen kannst</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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