<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Verletzlichkeit Archive | saskiaachtruth.com</title>
	<atom:link href="https://saskiaachtruth.com/tag/verletzlichkeit/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://saskiaachtruth.com/tag/verletzlichkeit/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 04 Apr 2022 13:11:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://saskiaachtruth.com/wp-content/uploads/2022/03/cropped-saskia-achtruth-grau-2.png</url>
	<title>Verletzlichkeit Archive | saskiaachtruth.com</title>
	<link>https://saskiaachtruth.com/tag/verletzlichkeit/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Warum Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern eine Notwendigkeit.</title>
		<link>https://saskiaachtruth.com/warum-verletzlichkeit-keine-schwaeche-ist-sondern-eine-notwendigkeit/</link>
					<comments>https://saskiaachtruth.com/warum-verletzlichkeit-keine-schwaeche-ist-sondern-eine-notwendigkeit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontext]]></category>
		<category><![CDATA[Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertschätzung]]></category>
		<category><![CDATA[Verbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vulnerability]]></category>
		<category><![CDATA[zerotohero]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://relaunchsaskiaachtruth.com/?p=801</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich meine Gedanken dazu mit Euch teilen, warum wir uns meiner Meinung nach oft nicht trauen, klar zu sein. Warum fällt es uns eigentlich so schwer, klar zu kommunizieren? Was hindert uns? Was befürchten wir? So viel vorab, und das ist mir wichtig: Es macht ganz sicher nicht in allen Situationen Sinn, mehr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/warum-verletzlichkeit-keine-schwaeche-ist-sondern-eine-notwendigkeit/">Warum Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern eine Notwendigkeit.</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="thrv_wrapper tve_wp_shortcode">
<div class="tve_shortcode_raw" style="display: none"></div>
<div class="tve_shortcode_rendered">
<p>Heute möchte ich meine Gedanken dazu mit Euch teilen, warum wir uns meiner Meinung nach oft nicht trauen, klar zu sein. Warum fällt es uns eigentlich so schwer, klar zu kommunizieren? Was hindert uns? Was befürchten wir?</p>
</p>
<p>So viel vorab, und das ist mir wichtig: Es macht ganz sicher nicht in allen Situationen Sinn, mehr Klarheit in unsere Kommunikation zu bringen. In meinem Artikel &#8222;Die dunkle Seite der Macht&#8220; habe ich schon darüber geschrieben, dass Klarheit für mich kontextabhängig ist. <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/05/15/die-dunkle-seite-der-macht/">(Hier könnt Ihr den Artikel lesen.)</a> Eine sehr kluge Freundin von mir hat neulich in einem spannenden Gespräch noch den Wunsch geäußert, <em>adressatengerecht</em> klar zu kommunizieren. Das, finde ich, ist eine sehr schöne Ergänzung und macht es noch klarer. </p>
</p>
<p>Ein Kernproblem, das uns hindern kann, klar zu sein, ist für mich dieses: Wir nehmen uns zu wenig Zeit für die Reflexion, die notwendig wäre, um zu durchdringen, was wir eigentlich genau erreichen wollen. Was ist mein Ziel? Was ist die &#8222;Überschrift&#8220;? <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/05/29/wie-du-deine-ziele-klar-formulierst-und-dann-wahrscheinlich-sogar-erreichst/">(Hier könnt Ihr noch mehr zum Thema Ziele lesen.)</a> Wir sind also schon unklar, bevor wir auch nur den Mund aufgemacht haben. Und selbst wenn wir uns vorbereitet haben auf ein Gespräch, reicht das nicht immer aus. So lange wir uns in unserer Vorbereitung nur mit der Spitze des Eisbergs beschäftigen und nicht darauf schauen, was alles unter Wasser liegt, können wir uns zwar selbst auf die Schulter klopfen, weil wir uns ja so toll vorbereitet haben. Daran kann es also nicht liegen, dass das Gespräch trotzdem nicht so gelaufen ist wie geplant. Wenn wir es ehrlich meinen, braucht es aber mehr. Und dazu müssen wir gewillt sein, im wahrsten Sinne ins kalte Wasser zu springen, abzutauchen und herauszufinden, worum es uns wirklich geht. Welche unserer Werte, welche unserer Bedürfnisse führen uns dazu, mit dem anderen Menschen in eine Auseinandersetzung zu gehen? Erst wenn wir das für uns wissen, können wir den Versuch wagen, es dem Anderen zu vermitteln. </p>
</p>
<p>Ich stolpere gerade über das Wort &#8222;Auseinandersetzung&#8220;, das in meinem eigenen Sprachgebrauch irgendwie negativ belegt ist. Das klingt so nach Streit. Kurz vor fairem Kampf mit Messern. Und doch gibt es für mich auch noch eine andere, absolut positive Bedeutung dieses Begriffs: Nämlich die, dass wir ein komplexes Emotionsknäuel, das als &#8222;Sache&#8220; getarnt daher kommt, auseinander wickeln und Stück für Stück betrachten, beleuchten und hinterfragen, anstatt es einfach einem anderen Menschen an den Kopf zu werfen. Das hat für mich auch viel mit Respekt zu tun. Dass das trotzdem immer wieder passieren kann, ist ganz natürlich. Passiert mir ziemlich oft. Ich bilde mir nur ein, dass ich es im Nachgang (fast) immer bemerke. Genau so wichtig wie die Reflexion vorab ist nämlich die danach. Denn bei allen guten Vorsätzen und auch der besten Vorbereitung kann das Gespräch anders verlaufen als geplant. Da ist nämlich auch noch die andere Person mit ihren ganz eigenen Knäueln. Deshalb frage ich mich in solchen Fällen während meiner Selbstreflexion unter anderem: <em>&#8222;Was hätte ich an welcher Stelle besser machen können? Und wenn schon nicht besser, dann zumindest anders?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Vielleicht denkt Ihr jetzt: <em>&#8222;Warum überhaupt solche klärenden Gespräche führen? Ohne kommt man doch auch ganz gut zurecht. Vielleicht sogar besser.&#8220; </em>Das mag in manchen Fällen sogar stimmen. Es kommt für mich allerdings darauf an, was es zu gewinnen gibt. Nicht darauf, was es zu verlieren gibt. Und für mich kam irgendwann der Punkt, an dem ich mir dachte: <em>&#8222;Ich will zumindest versuchen, alles dafür zu tun, um mich anderen besser verständlich zu machen.&#8220;</em> </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Mein großes Ziel ist die Verbindung zu anderen. Ich glaube, dafür sind wir überhaupt da.</h4>
</p>
<p>Für mich gibt es drei Situationen, in denen ich ganz besonders für Klarheit plädiere: </p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li>Sobald es um einen Menschen geht, der Euch wirklich wichtig ist.</li>
<li>Wenn Ihr merkt, dass Ihr Euer Gesprächsziel mit der bisherigen Vorgehensweise nicht erreicht. Das können zum Beispiel Gespräche mit Mitarbeitern oder Vorgesetzten sein. Gehaltsverhandlungen. Bewerbungsgespräche. Die Liste ist lang.</li>
<li>Diese Situationen, in denen wir uns im Nachhinein wünschten, wir könnten die Zeit zurückspulen. Und dann die super schlagfertigen Dinge sagen, die uns wie immer erst eingefallen sind, als es schon zu spät war. Kurz: Das sind für mich Situationen, in denen wir für uns sorgen. Für uns einstehen. <strong>Weil wir das wert sind.</strong></li>
</ol>
</p>
<p>Manchmal ist es auch eine Kombination aus mehreren dieser Faktoren. Oder gar alle drei auf einmal. </p>
</p>
<p>Mein Gefühl ist, dass wir uns oft nicht trauen, klar zu sein, weil wir Angst davor haben, dass das für den Anderen &#8222;zu viel&#8220; sein könnte. Achtung, <em>truth bomb</em>: Ja, das kann passieren. Ich würde jetzt wirklich gern sagen, dass diese Gefahr nicht besteht. Kann ich leider nicht machen, das habe ich selbst schon oft genug sehr schmerzhaft erfahren müssen. Und ich mache trotzdem weiter mit meiner Klarheit. Denn die entscheidende Frage ist doch: Wenn es wirklich für den anderen zu viel ist &#8211; wie tief geht unsere Verbindung dann wirklich? Und auch wenn es tierisch schmerzt, manchmal ist es besser, das herauszufinden, als sich weiter etwas vor zu machen. Meine Hypothese ist, dass die Vorteile überwiegen. Die Momente, in denen wir mit unserer Klarheit den Anderen auf einer Ebene erreichen, die bisher nicht möglich war, sind magisch. Das schafft echte Verbundenheit. Und die ist es wirklich wert. Vor allem: Wir sind es wert. Da kann ich mich nur wiederholen. Mach&#8216; ich direkt nochmal: Wir sind es wert! Es ist für mich eine Frage der Selbstwertschätzung, wie sehr wir uns öffnen. Wie viel wir von uns selbst zu zeigen bereit sind. Dabei geht es um Selbstoffenbarung. Mal die Maske fallen lassen. Mal kurz den Schutzschild zur Seite legen. Die Deckung öffnen. <strong>Verletzlichkeit nicht als Schwäche begreifen, sondern als Notwendigkeit.</strong></p>
</p>
<p>Wenn wir selbst nicht glauben, dass unsere Bedürfnisse okay sind, wie soll es dann der Andere glauben? Ich habe schon Situationen erlebt, die &#8211; man kann es sich vielleicht kaum vorstellen, weil ich so viel von Verbundenheit und Bedürfnissen geschrieben habe &#8211; tatsächlich fast alle im beruflichen Kontext passiert sind. Da fiel es meinen Klienten wie Schuppen von den Augen, als sie mit ihren eigenen Werten und Bedürfnissen in Kontakt kamen und endlich gemerkt haben: Ach, darum geht es hier eigentlich. Das sind die Momente, die ich in meiner Arbeit mit am meisten liebe. Und weil ich diese Momente immer wieder erleben darf, dabei sein darf, wenn das passiert, kämpfe ich so leidenschaftlich für mehr Klarheit. Besonders in dieser total verrückten, schnellen, krisenbelasteten, ungewissen Zeit braucht es doch genau das. <strong>Weil wir das wert sind.</strong></p>
</p>
<p>Ich bekomme gerade richtig Lust, noch mehr über das Thema Selbstoffenbarung und Verletzlichkeit zu schreiben. Was denkt Ihr? Ich freue mich auf Eure Gedanken!</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia </p>
</p>
</p>
</div>
</div>
<div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/warum-verletzlichkeit-keine-schwaeche-ist-sondern-eine-notwendigkeit/">Warum Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern eine Notwendigkeit.</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://saskiaachtruth.com/warum-verletzlichkeit-keine-schwaeche-ist-sondern-eine-notwendigkeit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die innere Rampensau wachküssen: 7 Tipps fürs freie Sprechen</title>
		<link>https://saskiaachtruth.com/die-innere-rampensau-wachkuessen-7-tipps-fuers-freie-sprechen/</link>
					<comments>https://saskiaachtruth.com/die-innere-rampensau-wachkuessen-7-tipps-fuers-freie-sprechen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:56:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freies Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://relaunchsaskiaachtruth.com/?p=793</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kennt Ihr das? Diesen Moment, bevor Ihr im Meeting die wichtige Präsentation geben müsst? Das Bewerbungsgespräch habt? Vor Leuten sprechen sollt? Den Moment, in dem Ihr Euch ganz weit weg wünscht? Euer Mund trocken wird und Eure Hände feucht? Und Ihr Euch fragt, ob Euer Deo noch wirkt? Zugegeben, nicht jeder Mensch ist für die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/die-innere-rampensau-wachkuessen-7-tipps-fuers-freie-sprechen/">Die innere Rampensau wachküssen: 7 Tipps fürs freie Sprechen</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="thrv_wrapper tve_wp_shortcode">
<div class="tve_shortcode_raw" style="display: none"></div>
<div class="tve_shortcode_rendered">
<p>Kennt Ihr das? Diesen Moment, bevor Ihr im Meeting die wichtige Präsentation geben müsst? Das Bewerbungsgespräch habt? Vor Leuten sprechen sollt? Den Moment, in dem Ihr Euch ganz weit weg wünscht? Euer Mund trocken wird und Eure Hände feucht? Und Ihr Euch fragt, ob Euer Deo noch wirkt?</p>
</p>
<p>Zugegeben, nicht jeder Mensch ist für die Bühne geboren. Das wäre ja auch nahezu unerträglich. Das Problem ist leider, dass jeden Tag viele Menschen gezwungen sind, auf die Bühne zu gehen, obwohl sie sich lieber einen spitzen Gegenstand ins Auge stechen würden. Mit „Bühne“ meine ich jedwede Situation, in der wir vor anderen sprechen. Diese Situationen können in vielerlei Gestalt daherkommen: Wortmeldungen in Meetingräumen, Präsentationen in kleinem oder großem Rahmen oder (brandaktuell) Web-Konferenzen &#8211; um nur eine kleine Auswahl an Beispielen zu nennen. Besonders Führungskräfte, wenn auch nicht ausschließlich, finden sich oft in der Position wieder, auf die Bühne zu müssen, ohne wirklich zu wollen. Und wenn Ihr wüsstet, wie oft das Thema in meiner Arbeit ist, wärt Ihr vermutlich ziemlich überrascht. Ist irgendwie ein Tabu-Thema, weil in vielen Köpfen zu einem starken Anführer dazugehört, dass er gern laut brüllt (im übertragenden Sinne natürlich).</p>
</p>
<p>Ich selbst höre mich zwar zugegebenermaßen wahnsinnig gern sprechen; allerdings heißt das nicht, dass ich vollkommen angstfrei bin, wenn mich plötzlich alle anstarren. Mein Anspruch ist nämlich, zu jeder Zeit möglichst kompetent und unterhaltsam oder zumindest eins von beidem zu sein. Meine innere Latte hängt verdammt hoch. Das verträgt sich nicht so gut mit Lampenfieber. Trotzdem bringe ich mich selbst immer und immer wieder in Situationen, in denen ich vor Leuten sprechen muss. Kurz davor frage ich mich selbst manchmal: <em>„Warum?! Musste das denn wieder sein? Konntest Du Dich nicht EIN Mal hübsch bescheiden zurückhalten?“</em> Leider nein. Andere haben einen inneren Schweinehund, ich habe eine innere Rampensau. Und die lebt von Nervenkitzel und Scheinwerferlicht. </p>
</p>
<p>Weil mich immer wieder Menschen fragen, wie ich „das“ mache (auf Nachfrage habe ich erfahren, dass sie meinen, wie ich es hinbekomme, mich vor Menschen zu stellen und meistens sehr klar auf den Punkt meine Botschaften zu vermitteln, ohne vorher alles Wort für Wort ausgearbeitet und auf Moderationskarten geschrieben zu haben), habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, die ich heute gern mit Euch teilen möchte. Wichtig: Das sind meine ganz persönlichen Zutaten. Ich sage nicht, dass es die einzig wahren sind.</p>
</p>
<p>1. <strong>Ich mache nie, niemals „Trockenübungen“. </strong>Ich weiß nicht, woher das kommt, aber viele Leute scheinen zu denken, dass man nur gut vor anderen sprechen kann, wenn man vorab jedes Wort auswendig gelernt hat. Ganz ehrlich: Dann könnt Ihr auch gleich alles aufschreiben und ablesen. Der Effekt ist für mich als Zuhörer vergleichbar. Es wirkt steif &#8211; und eben auswendig gelernt. Das mag niedlich sein bei 4-jährigen, die dem Weihnachtsmann ein Gedicht aufsagen. Das war‘s. </p>
</p>
<p>2. Was ich stattdessen mache? <strong>Ich setze mir einen Rahmen.</strong> Das heißt konkret: Ich schreibe mir die ersten ein bis drei Sätze auf. Und die letzten ein bis drei. Auswendig lerne ich die trotzdem nicht, denn ich kann aus Erfahrung sagen, dass oft genug unvorhergesehene Dinge passieren, auf die ich spontan eingehen können will. Deshalb merke ich mir nur die grobe Richtung dieser ersten drei bzw. letzten drei Sätze. Das gibt mir Sicherheit. Wenn ich erstmal angefangen habe zu sprechen, kommt der Rest quasi „von allein“. Und das ist tatsächlich nicht nur bei mir so. Vertraut mir.</p>
</p>
<p>3. <strong>Ich unterstütze diesen Rahmen gern mit einem so genannten „Plan“.</strong> Ich habe mal ein spannendes Training bei Bernd Höcker besucht, das „Think on your feet“ heißt. Dort haben wir unter anderem gelernt, in Plänen zu sprechen. Gemeint ist damit, simpel ausgedrückt, mein Thema in ein Erstens, Zweitens und Drittens zu gießen. Ein Beispiel:<em> „Heute geht es um das Thema Frei Sprechen vor Leuten. Ich werde Euch als erstes etwas darüber erzählen, was Ihr gegen Lampenfieber tun könnt (Erstens). Dann werde ich Euch meine fünf besten Tipps zur Vorbereitung verraten (Zweitens). Und zum Schluss möchte ich mit Euch in den Austausch gehen und Eure Fragen beantworten (Drittens).“ </em> Wichtig ist mir dabei, dass es nicht darum geht, die Spannung wegzunehmen. Ich piekse die Themen bewusst nur an. Ziel ist, meine Zuhörer darauf vorzubereiten, was sie erwartet. Ansonsten kann sich das ein bisschen so anfühlen wie ein Meeting ohne Agenda. Grob gesagt folge ich der uralten Regel<em> „Sag, worüber Du sprechen wirst. Sprich drüber. Sag, worüber Du gesprochen hast.“</em> (Wie durch Magie wieder ein Dreischritt.) Kritiker merken jetzt eventuell an, dass große Redner wie Obama oder (Oh Gott, warum fällt mir jetzt kein anderer ein?!)&#8230; Okay. Dass große Redner wie Obama auch nicht ankündigen, worüber sie sprechen werden. Da haben sie recht. Für mich ist der entscheidende Unterschied, dass ich nun mal nicht Obama bin, bei dem bereits der Name Programm ist. So lange Menschen noch nicht Schlange stehen, um Euch sprechen zu hören, kann diese Art der Vorbereitung durchaus sinnvoll sein.</p>
</p>
<p>4. <strong>Ich schreibe niemals mehr als 3 Worte auf ein PowerPoint-Slide.</strong> Wer schon mal einen TedTalk gesehen hat, weiß warum. Wenn nicht: Schaut Euch da dringend mal um. Kleiner Tipp: Wenn auf dem Slide alles steht, was ich sage &#8211; wozu bin ich dann da?</p>
</p>
<p>5. <strong>Ich baue ziemlich am Anfang eine persönliche Anekdote ein, die zum Thema passt.</strong> Das macht mich nahbar und bricht das Eis. <em>„Ach, sie ist ja eine von uns.“ </em>Das ist auch einfacher für mich, weil ich die persönliche Anekdote ja selbst erlebt habe und deshalb besonders gut frei erzählen kann. Damit habe ich direkt meinen Start-Rahmen gesetzt. Ist das nicht unprofessionell und zu privat? Nö. Mein Ziel ist doch, die Menschen zu erreichen. Das gelingt mir persönlich nicht so gut, indem ich meine Menschlichkeit hinter einer Maske (no pun intended) verberge. Passt auch zu meinem letzten Artikel über Selbstoffenbarung und Verletzlichkeit.</p>
</p>
<p>6. <strong>Ich gehe mit den Leuten in Interaktion. </strong>Wie? Indem ich Fragen stelle. Meistens klappt es ganz gut, erstmal mit Handzeichen zu arbeiten. Das trauen sich wirklich fast alle. Und dann habe ich wirklich immer jemanden dabei, der noch mehr dazu sagen will. Schon seid Ihr im Dialog. Falls nicht: Nicht schlimm. Den meisten Leuten reichen die Handzeichen, um sich integriert zu fühlen. Die nächste Stufe ist dann, offene Fragen zu stellen, bei denen Ihr nur Schlagwörter zur Antwort hören wollt, die Ihr dann in Euren Vortrag integriert. Ich gebe zu, das ist dann schon etwas höhere Schule. Aber auch kein Hexenwerk. </p>
</p>
<p>7.<strong> Ich feiere mich innerlich selbst ein bisschen dafür, dass ich da oben/da vorne stehe.</strong> Ihr müsst ja nicht gleich stagediven, aber ein wenig innerliches Eigenlob hat selten geschadet. </p>
</p>
<p>Würde ich länger nachdenken, könnte ich die Liste vermutlich noch um 28 Punkte erweitern, aber diese sieben sind definitiv diejenigen, die für mich persönlich den größten Unterschied machen. Und klar, Ihr habt gemerkt, dass es vor meinem inneren Auge dabei eher um die „große“ Vortrags-Bühne ging. Allerdings könnt Ihr alle sieben Punkte auch auf andere „bühnenartige“ Situationen übertragen. Okay, vielleicht Nummer 5 nicht unbedingt. Die ist gut, wenn die Leute Euch noch nicht kennen. Immer im Hinterkopf behalten: Was ist Euer Ziel? Stumpf ohne Sinn und Verstand die „7 goldenen Schritte zum erfolgreichen freien Sprechen“ nach Schema F abzuarbeiten ist ganz sicher nicht das, was ich Euch empfehlen möchte. Im Gegenteil. Bitte prüft kritisch für Euch, bei welchen meiner Tipps Ihr Euch wiederfindet &#8211; und bei welchen nicht. In letzterem Fall wäre es dann toll, wenn Ihr für Euch direkt eine Alternative findet, die besser zu Euch passt. Und noch besser, wenn Ihr die mit mir teilen mögt. </p>
</p>
<p>Ich freue mich drauf, von Euch zu hören!</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag. Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
<div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/die-innere-rampensau-wachkuessen-7-tipps-fuers-freie-sprechen/">Die innere Rampensau wachküssen: 7 Tipps fürs freie Sprechen</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://saskiaachtruth.com/die-innere-rampensau-wachkuessen-7-tipps-fuers-freie-sprechen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
