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	<title>Klarheit Archive | saskiaachtruth.com</title>
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		<title>Die dunkle Seite der Macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 13:07:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eure Kommentare zu meinem ersten Blog-Artikel &#8222;Klarheit ist doch total unfreundlich. Oder?&#8220; haben mich sehr inspiriert. Das war natürlich auch meine Hoffnung: Dass ich von Euch lernen kann, was Euch bewegt. Wie ich Euch vielleicht hier und da eine andersartige Perspektive oder auch nur Grund zum Grübeln anbieten kann. Einer meiner Lieblings-Kommentare kam von meinem [&#8230;]</p>
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<p>Eure Kommentare zu meinem ersten Blog-Artikel &#8222;Klarheit ist doch total unfreundlich. Oder?&#8220; haben mich sehr inspiriert. Das war natürlich auch meine Hoffnung: Dass ich von Euch lernen kann, was Euch bewegt. Wie ich Euch vielleicht hier und da eine andersartige Perspektive oder auch nur Grund zum Grübeln anbieten kann.</p>
</p>
<p>Einer meiner Lieblings-Kommentare kam von meinem yodamäßigen Box-Trainer Rüdiger May. Er schrieb mir: &#8222;Klarheit wird oft mit Angriff verwechselt.&#8220; Wie die Faust aufs Auge, im wahrsten Sinne. Für mich ist das eine sehr treffende Beschreibung dessen, was passieren kann, wenn wir mit Klarheit und den besten aller Intentionen kommunizieren. Es ist nämlich leider nicht gesagt, dass unser*e Gesprächspartner*in diese Klarheit überhaupt möchte und entsprechend begeistert reagiert <em>(&#8222;Wow, danke, dass Du so klar kommunizierst! Das ist auch überhaupt nicht schmerzhaft für mich, denn ich werde gern ungefragt mit den Dingen konfrontiert, die ich lieber unter der Oberfläche halten möchte.&#8220;)</em>.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Ist Klarheit also wirklich immer der beste Weg?&nbsp;Nö.</h4>
</p>
<p>So sehr ich alle verfügbaren Fahnen für die Klarheit hochhalte, ich weiß um ihre Schattenseiten. Denn Klarheit in der Kommunikation setzt voraus, dass die Beziehung sie aushält. Ich weiß das deshalb besonders gut, weil ich mich ja selbst lange Zeit vor ihr gedrückt habe. Und das oft bis heute tue. Nämlich immer dann, wenn ich nicht sicher bin, ob eine Beziehung stabil genug dafür ist. Oder wenn sie mir ganz besonders viel bedeutet.</p>
</p>
<p>Achtung, menschlicher Abgrund: Klarheit ist also immer dann besonders einfach, wenn uns die Beziehung zum Gesprächspartner nicht wichtig ist. Oder wenn wir uns irgendwie mächtiger fühlen als der andere. Müsst Ihr mal drauf achten. Ist nicht immer schön, kann aber ziemlich gute Erkenntnisse für Euch liefern.</p>
</p>
<p>Mir kam vorhin beim Joggen am Rhein ein Fußgänger entgegen. Genau auf &#8222;meiner Spur&#8220;, ganz rechts außen, so nah wie möglich am Wasser. Zu meiner Linken respektive seiner Rechten jede Menge Platz zum Ausweichen. Ich sah ihn schon aus weiterer Entfernung und gebe zu, dass sich mein rebellisches Kind-Ich dachte: &#8222;So. Ich bleib&#8216; mal bockig auf meiner Spur. Er kann ja ausweichen, ist ja genug Platz da.&#8220; Er schien vergleichbar sture Gedanken gehabt zu haben und hielt gnadenlos auf mich zu. Machte dann auch noch doofe Zeichen mit den Armen. Ich bin dann schließlich doch ausgewichen &#8211; und er rief mir zu allem Überfluss zu: &#8222;Ich kann ja da runter (gemeint war der Rhein)!&#8220; Mein Comeback: &#8222;Ja, ich auch. Was soll&#8217;n das?&#8220; Mega souverän also. Dafür klar. War leicht. Beziehung zu dem Kerl ist mir Wurscht. Und ich fühle mich auch noch irgendwie schlauer als er. Also mächtiger. Igitt. Alle, die von mir oder jemand anderem schon mal was über Transaktionsanalyse gehört haben, schlagen jetzt zu recht entsetzt die Hand vor den Mund. <em>We teach best what we most need to learn.</em></p>
</p>
<p>Mir geht es auch ohne Glanzleistung in zwischenmenschlicher Kommunikation tendenziell gut nach dieser zweifelhaften Begegnung, weil ich immerhin für mich gesorgt habe. Und das ist unterm Strich genau das, was ich mit meinem Appell zu mehr Klarheit in der Kommunikation erreichen möchte: Dass Ihr mehr für Euch sorgt. Und das insbesondere dann, wenn Euch die Beziehung zum Anderen eben nicht total Wurscht ist. Sobald Ihr ein kontextbezogenes Auswirkungsbewusstsein <em>(also: Was könnte meine Vorgehensweise eventuell für Auswirkungen auf die weitere Zusammenarbeit/Freundschaft/Partnerschaft/&#8230; habe</em>n?) für Eure Art der Kommunikation entwickelt und feststellt, dass Euch die Reaktion des Anderen wichtig ist, wird es komplizierter.</p>
</p>
<p>Um das möglichst gut hinzukriegen, müsst Ihr aus meiner Sicht zunächst einmal etwas Vorarbeit leisten <em>(keine Sorge, die lohnt sich!)</em> und Eure Werte sowie die sich daraus ergebenden Bedürfnisse für Euch klar haben. Das ist für mich die Basis.</p>
</p>
<p>Folgende Reflexionsfragen könnten Euch dabei helfen:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Was ist mir wirklich wichtig? </strong><em>(Das sind Deine Werte. Es kann sein, dass Du sie leichter erkennst, wenn sie verletzt werden. Du könntest Dich also auch fragen: Was regt mich so richtig auf? Die Antworten kehrst Du dann um und hast Deinen Wert. Beispiel: Aufreger ist Ungerechtigkeit, Wert ist also Gerechtigkeit.)</em></li>
<li><strong>Was brauche ich, damit ich diesen Wert als erfüllt erlebe?</strong> <em>(Das ist Dein Bedürfnis. In unserem Beispiel mit der Gerechtigkeit könnte das sowas sein wie: Ich brauche das Gefühl, die gleichen Entwicklungschancen wie meine Kollegen zu haben.)</em></li>
</ol>
</p>
<p>Das Ganze nennt sich im Coaching Werte-Arbeit, auf die ich schwöre. Wir Menschen lieben es, mit unseren Werten in Kontakt zu kommen. Passiert leider im Alltag verdächtig selten. Und wenn, dann wie gesagt eher, wenn sie verletzt werden. Ihr könnt das aber eben auch wunderbar für Euch in der Selbstreflexion machen. Das lohnt sich wirklich sehr. Macht mal.</p>
</p>
<p>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Anneliese aus meinem letzten Blog-Artikel, die wollte, dass Ihr Mitarbeiter mehr Neukunden akquiriert. Sobald sie sich die Fragen zu ihren Werten und Bedürfnissen gestellt hatte, war im wahrsten Sinne des Wortes alles klar für sie. Vorher tappte sie im Dunkeln und konnte deshalb auch nicht von ihrem Mitarbeiter erwarten, dass er in irgendeiner Form Betroffenheit spürt und sein Verhalten ändert. Sobald sie ihre Werte und Bedürfnisse für ihn transparent gemacht hatte, konnte er nachvollziehen, worum es ihr wirklich geht. Eine der Leadership-Hauptaufgaben aus meiner Sicht: Orientierung geben. Wie soll das gehen ohne Klarheit?</p>
</p>
<p>Die Kunst ist nun also, diejenigen Situationen für Euch zu identifizieren, in denen sich der klare Weg wirklich lohnt. Ein guter Indikator dafür kann sein, wenn Ihr für Euch passende Antworten auf diese Fragen gefunden habt:</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Was ist meine positive Absicht? <em>(Hier bitte sehr streng sein. „Die sollte endlich mal&#8230;“ zählt nicht.)</em></strong></li>
<li><strong>Worum geht es wirklich?</strong></li>
<li><strong>Bin ich gut vorbereitet?</strong></li>
<li><strong>Passt der Moment?</strong></li>
</ul>
</p>
<p>Zum Glück können wir mit etwas Übung eine sehr wertschätzende Form der Klarheit erreichen. Und das ist dann die strahlend helle Seite der Macht:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Ihr erreicht Eure Ziele, und das auch noch deutlich schneller.</strong></li>
<li><strong>Der Andere kann Euch besser verstehen, was ziemlich sicher die Zusammenarbeit (oder die Partnerschaft oder oder) verbessert.</strong></li>
<li><strong>Ihr handelt selbstwirksam &#8211; und das macht Euch super souverän <em>(und attraktiv &#8211; ohne Witz)</em>.</strong></li>
</ol>
</p>
<p>Wie erlebt Ihr das? Wann fällt es Euch vielleicht leicht, klar zu sein? Wann eher nicht so? Schreibt mir, ich bin gespannt, von Euch zu lesen.</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag!</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Privilegiert ist man dann, wenn man glaubt, ein Problem gäbe es nicht, nur weil es einen selbst nicht betrifft.</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 13:01:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>This is dedicated to my sister Traci. Die Überschrift meines heutigen Artikels habe ich mir vom Plakat eines US-amerikanischen Demonstranten geklaut, dessen Foto ich im Stern gesehen habe. Sein Statement hat mich nicht mehr losgelassen. Als ich vor wenigen Wochen meinen Blog gestartet habe, habe ich mir fest vorgenommen, über zwei Dinge niemals zu schreiben: [&#8230;]</p>
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<p>This is dedicated to my sister Traci.</p>
</p>
<p>Die Überschrift meines heutigen Artikels habe ich mir vom Plakat eines US-amerikanischen Demonstranten geklaut, dessen Foto ich im Stern gesehen habe. Sein Statement hat mich nicht mehr losgelassen.</p>
</p>
<p>Als ich vor wenigen Wochen meinen Blog gestartet habe, habe ich mir fest vorgenommen, über zwei Dinge niemals zu schreiben: erstens über Politik, zweitens über Corona. Ersteres vor allem deshalb, weil Politik für mein persönliches Empfinden so oft dermaßen unklar ist, dass sie per se nicht so richtig gut in meinen Blog passt. Zweiteres, weil ich gucken wollte, ob das überhaupt geht.</p>
</p>
<p>Jetzt passieren allerdings gerade so viele unfassbare Dinge gleichzeitig, dass ich mich kaum noch beherrschen kann. Ich habe mich heute tatsächlich gefragt:</p>
</p>
<h3 class="wp-block-heading">Kann ich gerade <strong>ernsthaft</strong> einen Artikel <strong>schreiben</strong> und dabei den ganzen Kram <strong>einfach</strong> ausblenden?</h3>
</p>
<p>Ich habe es wirklich versucht, aber es will mir nicht gelingen. Zu schockiert bin ich. Ich hoffe, Ihr verzeiht mir, wenn ich heute also meinen eigenen Vorsatz breche, was die Politik betrifft. Dafür mache ich es kurz, ich habe nämlich Urlaub und nehme den ziemlich ernst. Deshalb wird es heute nur ein kleiner Artikel. Wahrscheinlich.</p>
</p>
<p>Vielleicht denkt Ihr jetzt, dass es hauptsächlich Donald Trump sein wird, der mich so fassungslos macht. Na klar, auch. Aber: Er bleibt sich ja im Grunde nur treu und zieht sein Ding durch. Auf eine unerträglich perverse Art ist er einer der klarsten Menschen, die es in der Öffentlichkeit so gibt. Unklarheit gehört zu den wenigen Dingen, die ich ihm nicht vorwerfen kann. Allerdings ist seine Form der Klarheit eine egozentrische, verletzende, ausgrenzende, rassistische, frauenfeindliche, selbstgerechte, machtmissbrauchende, „totale“ Klarheit, die mich in immer kürzeren Abständen laut ausrufen lässt: „Das kann er doch nicht wirklich so meinen!“ Doch, er kann.</p>
</p>
<p>Aber wie gesagt, es geht gar nicht so sehr um ihn. Er ist für mich nur eine Figur, ein Symbol. Eigentlich bräuchte er ein eigenes Muppet. Gibt es vielleicht sogar schon. Ich muss ihn mir bewusst ein bisschen lächerlich gestalten, damit ich überhaupt ertragen kann, dass es Menschen wie ihn gibt und ich irgendwie also auch mit ihm verbunden bin. Alternativ bleibt mir nur die Angst &#8211; und die will ich momentan noch nicht zulassen. Dazu kommt für mich persönlich erschwerend, dass auch er in meiner konstruktivistischen und systemischen Welt so handelt, wie es aus seiner (!) Sicht sinnvoll ist. Das ist harter Tobak, wenn man es ernst meint mit dem Konstruktivismus. Knacke ich täglich dran.</p>
</p>
<p>Tatsächlich geht es mir um das uralte Muster, das Trump wunderbar plakativ macht: Wir fühlen uns machtlos, angegriffen, als Opfer, wir brauchen einen Schuldigen, wir finden unseren vermeintlichen Antagonisten und wandeln unser eigenes Unvermögen und unsere Angst um in irgendeine Form von Gewalt, um nicht mehr selbst Opfer zu sein. Das gibt uns das Gefühl von Macht und Kontrolle zurück.</p>
</p>
<p>Für mich ist wie immer nicht entscheidend, ob uns das passiert. Für mich ist entscheidend, ob wir es bemerken. Und dann darüber nachdenken. Um dann beim nächsten Mal vielleicht anders zu entscheiden. Das ist das, was ein starker Leader tun würde. Ob er nun ein Land oder Mitarbeiter führt. Oder keins von beidem.</p>
</p>
<p>Nächste Woche schreibe ich wahrscheinlich darüber, was Klarheit mit Verletzlichkeit zu tun hat. Das wird dann wieder gänzlich unpolitisch. Versprochen.</p>
</p>
<p>Bis Freitag! Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</p>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Warum Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern eine Notwendigkeit.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich meine Gedanken dazu mit Euch teilen, warum wir uns meiner Meinung nach oft nicht trauen, klar zu sein. Warum fällt es uns eigentlich so schwer, klar zu kommunizieren? Was hindert uns? Was befürchten wir? So viel vorab, und das ist mir wichtig: Es macht ganz sicher nicht in allen Situationen Sinn, mehr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/warum-verletzlichkeit-keine-schwaeche-ist-sondern-eine-notwendigkeit/">Warum Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern eine Notwendigkeit.</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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<p>Heute möchte ich meine Gedanken dazu mit Euch teilen, warum wir uns meiner Meinung nach oft nicht trauen, klar zu sein. Warum fällt es uns eigentlich so schwer, klar zu kommunizieren? Was hindert uns? Was befürchten wir?</p>
</p>
<p>So viel vorab, und das ist mir wichtig: Es macht ganz sicher nicht in allen Situationen Sinn, mehr Klarheit in unsere Kommunikation zu bringen. In meinem Artikel &#8222;Die dunkle Seite der Macht&#8220; habe ich schon darüber geschrieben, dass Klarheit für mich kontextabhängig ist. <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/05/15/die-dunkle-seite-der-macht/">(Hier könnt Ihr den Artikel lesen.)</a> Eine sehr kluge Freundin von mir hat neulich in einem spannenden Gespräch noch den Wunsch geäußert, <em>adressatengerecht</em> klar zu kommunizieren. Das, finde ich, ist eine sehr schöne Ergänzung und macht es noch klarer. </p>
</p>
<p>Ein Kernproblem, das uns hindern kann, klar zu sein, ist für mich dieses: Wir nehmen uns zu wenig Zeit für die Reflexion, die notwendig wäre, um zu durchdringen, was wir eigentlich genau erreichen wollen. Was ist mein Ziel? Was ist die &#8222;Überschrift&#8220;? <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/05/29/wie-du-deine-ziele-klar-formulierst-und-dann-wahrscheinlich-sogar-erreichst/">(Hier könnt Ihr noch mehr zum Thema Ziele lesen.)</a> Wir sind also schon unklar, bevor wir auch nur den Mund aufgemacht haben. Und selbst wenn wir uns vorbereitet haben auf ein Gespräch, reicht das nicht immer aus. So lange wir uns in unserer Vorbereitung nur mit der Spitze des Eisbergs beschäftigen und nicht darauf schauen, was alles unter Wasser liegt, können wir uns zwar selbst auf die Schulter klopfen, weil wir uns ja so toll vorbereitet haben. Daran kann es also nicht liegen, dass das Gespräch trotzdem nicht so gelaufen ist wie geplant. Wenn wir es ehrlich meinen, braucht es aber mehr. Und dazu müssen wir gewillt sein, im wahrsten Sinne ins kalte Wasser zu springen, abzutauchen und herauszufinden, worum es uns wirklich geht. Welche unserer Werte, welche unserer Bedürfnisse führen uns dazu, mit dem anderen Menschen in eine Auseinandersetzung zu gehen? Erst wenn wir das für uns wissen, können wir den Versuch wagen, es dem Anderen zu vermitteln. </p>
</p>
<p>Ich stolpere gerade über das Wort &#8222;Auseinandersetzung&#8220;, das in meinem eigenen Sprachgebrauch irgendwie negativ belegt ist. Das klingt so nach Streit. Kurz vor fairem Kampf mit Messern. Und doch gibt es für mich auch noch eine andere, absolut positive Bedeutung dieses Begriffs: Nämlich die, dass wir ein komplexes Emotionsknäuel, das als &#8222;Sache&#8220; getarnt daher kommt, auseinander wickeln und Stück für Stück betrachten, beleuchten und hinterfragen, anstatt es einfach einem anderen Menschen an den Kopf zu werfen. Das hat für mich auch viel mit Respekt zu tun. Dass das trotzdem immer wieder passieren kann, ist ganz natürlich. Passiert mir ziemlich oft. Ich bilde mir nur ein, dass ich es im Nachgang (fast) immer bemerke. Genau so wichtig wie die Reflexion vorab ist nämlich die danach. Denn bei allen guten Vorsätzen und auch der besten Vorbereitung kann das Gespräch anders verlaufen als geplant. Da ist nämlich auch noch die andere Person mit ihren ganz eigenen Knäueln. Deshalb frage ich mich in solchen Fällen während meiner Selbstreflexion unter anderem: <em>&#8222;Was hätte ich an welcher Stelle besser machen können? Und wenn schon nicht besser, dann zumindest anders?&#8220;</em></p>
</p>
<p>Vielleicht denkt Ihr jetzt: <em>&#8222;Warum überhaupt solche klärenden Gespräche führen? Ohne kommt man doch auch ganz gut zurecht. Vielleicht sogar besser.&#8220; </em>Das mag in manchen Fällen sogar stimmen. Es kommt für mich allerdings darauf an, was es zu gewinnen gibt. Nicht darauf, was es zu verlieren gibt. Und für mich kam irgendwann der Punkt, an dem ich mir dachte: <em>&#8222;Ich will zumindest versuchen, alles dafür zu tun, um mich anderen besser verständlich zu machen.&#8220;</em> </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Mein großes Ziel ist die Verbindung zu anderen. Ich glaube, dafür sind wir überhaupt da.</h4>
</p>
<p>Für mich gibt es drei Situationen, in denen ich ganz besonders für Klarheit plädiere: </p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li>Sobald es um einen Menschen geht, der Euch wirklich wichtig ist.</li>
<li>Wenn Ihr merkt, dass Ihr Euer Gesprächsziel mit der bisherigen Vorgehensweise nicht erreicht. Das können zum Beispiel Gespräche mit Mitarbeitern oder Vorgesetzten sein. Gehaltsverhandlungen. Bewerbungsgespräche. Die Liste ist lang.</li>
<li>Diese Situationen, in denen wir uns im Nachhinein wünschten, wir könnten die Zeit zurückspulen. Und dann die super schlagfertigen Dinge sagen, die uns wie immer erst eingefallen sind, als es schon zu spät war. Kurz: Das sind für mich Situationen, in denen wir für uns sorgen. Für uns einstehen. <strong>Weil wir das wert sind.</strong></li>
</ol>
</p>
<p>Manchmal ist es auch eine Kombination aus mehreren dieser Faktoren. Oder gar alle drei auf einmal. </p>
</p>
<p>Mein Gefühl ist, dass wir uns oft nicht trauen, klar zu sein, weil wir Angst davor haben, dass das für den Anderen &#8222;zu viel&#8220; sein könnte. Achtung, <em>truth bomb</em>: Ja, das kann passieren. Ich würde jetzt wirklich gern sagen, dass diese Gefahr nicht besteht. Kann ich leider nicht machen, das habe ich selbst schon oft genug sehr schmerzhaft erfahren müssen. Und ich mache trotzdem weiter mit meiner Klarheit. Denn die entscheidende Frage ist doch: Wenn es wirklich für den anderen zu viel ist &#8211; wie tief geht unsere Verbindung dann wirklich? Und auch wenn es tierisch schmerzt, manchmal ist es besser, das herauszufinden, als sich weiter etwas vor zu machen. Meine Hypothese ist, dass die Vorteile überwiegen. Die Momente, in denen wir mit unserer Klarheit den Anderen auf einer Ebene erreichen, die bisher nicht möglich war, sind magisch. Das schafft echte Verbundenheit. Und die ist es wirklich wert. Vor allem: Wir sind es wert. Da kann ich mich nur wiederholen. Mach&#8216; ich direkt nochmal: Wir sind es wert! Es ist für mich eine Frage der Selbstwertschätzung, wie sehr wir uns öffnen. Wie viel wir von uns selbst zu zeigen bereit sind. Dabei geht es um Selbstoffenbarung. Mal die Maske fallen lassen. Mal kurz den Schutzschild zur Seite legen. Die Deckung öffnen. <strong>Verletzlichkeit nicht als Schwäche begreifen, sondern als Notwendigkeit.</strong></p>
</p>
<p>Wenn wir selbst nicht glauben, dass unsere Bedürfnisse okay sind, wie soll es dann der Andere glauben? Ich habe schon Situationen erlebt, die &#8211; man kann es sich vielleicht kaum vorstellen, weil ich so viel von Verbundenheit und Bedürfnissen geschrieben habe &#8211; tatsächlich fast alle im beruflichen Kontext passiert sind. Da fiel es meinen Klienten wie Schuppen von den Augen, als sie mit ihren eigenen Werten und Bedürfnissen in Kontakt kamen und endlich gemerkt haben: Ach, darum geht es hier eigentlich. Das sind die Momente, die ich in meiner Arbeit mit am meisten liebe. Und weil ich diese Momente immer wieder erleben darf, dabei sein darf, wenn das passiert, kämpfe ich so leidenschaftlich für mehr Klarheit. Besonders in dieser total verrückten, schnellen, krisenbelasteten, ungewissen Zeit braucht es doch genau das. <strong>Weil wir das wert sind.</strong></p>
</p>
<p>Ich bekomme gerade richtig Lust, noch mehr über das Thema Selbstoffenbarung und Verletzlichkeit zu schreiben. Was denkt Ihr? Ich freue mich auf Eure Gedanken!</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia </p>
</p>
</p>
</div>
</div>
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		<title>Die innere Rampensau wachküssen: 7 Tipps fürs freie Sprechen</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:56:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kennt Ihr das? Diesen Moment, bevor Ihr im Meeting die wichtige Präsentation geben müsst? Das Bewerbungsgespräch habt? Vor Leuten sprechen sollt? Den Moment, in dem Ihr Euch ganz weit weg wünscht? Euer Mund trocken wird und Eure Hände feucht? Und Ihr Euch fragt, ob Euer Deo noch wirkt? Zugegeben, nicht jeder Mensch ist für die [&#8230;]</p>
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<p>Kennt Ihr das? Diesen Moment, bevor Ihr im Meeting die wichtige Präsentation geben müsst? Das Bewerbungsgespräch habt? Vor Leuten sprechen sollt? Den Moment, in dem Ihr Euch ganz weit weg wünscht? Euer Mund trocken wird und Eure Hände feucht? Und Ihr Euch fragt, ob Euer Deo noch wirkt?</p>
</p>
<p>Zugegeben, nicht jeder Mensch ist für die Bühne geboren. Das wäre ja auch nahezu unerträglich. Das Problem ist leider, dass jeden Tag viele Menschen gezwungen sind, auf die Bühne zu gehen, obwohl sie sich lieber einen spitzen Gegenstand ins Auge stechen würden. Mit „Bühne“ meine ich jedwede Situation, in der wir vor anderen sprechen. Diese Situationen können in vielerlei Gestalt daherkommen: Wortmeldungen in Meetingräumen, Präsentationen in kleinem oder großem Rahmen oder (brandaktuell) Web-Konferenzen &#8211; um nur eine kleine Auswahl an Beispielen zu nennen. Besonders Führungskräfte, wenn auch nicht ausschließlich, finden sich oft in der Position wieder, auf die Bühne zu müssen, ohne wirklich zu wollen. Und wenn Ihr wüsstet, wie oft das Thema in meiner Arbeit ist, wärt Ihr vermutlich ziemlich überrascht. Ist irgendwie ein Tabu-Thema, weil in vielen Köpfen zu einem starken Anführer dazugehört, dass er gern laut brüllt (im übertragenden Sinne natürlich).</p>
</p>
<p>Ich selbst höre mich zwar zugegebenermaßen wahnsinnig gern sprechen; allerdings heißt das nicht, dass ich vollkommen angstfrei bin, wenn mich plötzlich alle anstarren. Mein Anspruch ist nämlich, zu jeder Zeit möglichst kompetent und unterhaltsam oder zumindest eins von beidem zu sein. Meine innere Latte hängt verdammt hoch. Das verträgt sich nicht so gut mit Lampenfieber. Trotzdem bringe ich mich selbst immer und immer wieder in Situationen, in denen ich vor Leuten sprechen muss. Kurz davor frage ich mich selbst manchmal: <em>„Warum?! Musste das denn wieder sein? Konntest Du Dich nicht EIN Mal hübsch bescheiden zurückhalten?“</em> Leider nein. Andere haben einen inneren Schweinehund, ich habe eine innere Rampensau. Und die lebt von Nervenkitzel und Scheinwerferlicht. </p>
</p>
<p>Weil mich immer wieder Menschen fragen, wie ich „das“ mache (auf Nachfrage habe ich erfahren, dass sie meinen, wie ich es hinbekomme, mich vor Menschen zu stellen und meistens sehr klar auf den Punkt meine Botschaften zu vermitteln, ohne vorher alles Wort für Wort ausgearbeitet und auf Moderationskarten geschrieben zu haben), habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, die ich heute gern mit Euch teilen möchte. Wichtig: Das sind meine ganz persönlichen Zutaten. Ich sage nicht, dass es die einzig wahren sind.</p>
</p>
<p>1. <strong>Ich mache nie, niemals „Trockenübungen“. </strong>Ich weiß nicht, woher das kommt, aber viele Leute scheinen zu denken, dass man nur gut vor anderen sprechen kann, wenn man vorab jedes Wort auswendig gelernt hat. Ganz ehrlich: Dann könnt Ihr auch gleich alles aufschreiben und ablesen. Der Effekt ist für mich als Zuhörer vergleichbar. Es wirkt steif &#8211; und eben auswendig gelernt. Das mag niedlich sein bei 4-jährigen, die dem Weihnachtsmann ein Gedicht aufsagen. Das war‘s. </p>
</p>
<p>2. Was ich stattdessen mache? <strong>Ich setze mir einen Rahmen.</strong> Das heißt konkret: Ich schreibe mir die ersten ein bis drei Sätze auf. Und die letzten ein bis drei. Auswendig lerne ich die trotzdem nicht, denn ich kann aus Erfahrung sagen, dass oft genug unvorhergesehene Dinge passieren, auf die ich spontan eingehen können will. Deshalb merke ich mir nur die grobe Richtung dieser ersten drei bzw. letzten drei Sätze. Das gibt mir Sicherheit. Wenn ich erstmal angefangen habe zu sprechen, kommt der Rest quasi „von allein“. Und das ist tatsächlich nicht nur bei mir so. Vertraut mir.</p>
</p>
<p>3. <strong>Ich unterstütze diesen Rahmen gern mit einem so genannten „Plan“.</strong> Ich habe mal ein spannendes Training bei Bernd Höcker besucht, das „Think on your feet“ heißt. Dort haben wir unter anderem gelernt, in Plänen zu sprechen. Gemeint ist damit, simpel ausgedrückt, mein Thema in ein Erstens, Zweitens und Drittens zu gießen. Ein Beispiel:<em> „Heute geht es um das Thema Frei Sprechen vor Leuten. Ich werde Euch als erstes etwas darüber erzählen, was Ihr gegen Lampenfieber tun könnt (Erstens). Dann werde ich Euch meine fünf besten Tipps zur Vorbereitung verraten (Zweitens). Und zum Schluss möchte ich mit Euch in den Austausch gehen und Eure Fragen beantworten (Drittens).“ </em> Wichtig ist mir dabei, dass es nicht darum geht, die Spannung wegzunehmen. Ich piekse die Themen bewusst nur an. Ziel ist, meine Zuhörer darauf vorzubereiten, was sie erwartet. Ansonsten kann sich das ein bisschen so anfühlen wie ein Meeting ohne Agenda. Grob gesagt folge ich der uralten Regel<em> „Sag, worüber Du sprechen wirst. Sprich drüber. Sag, worüber Du gesprochen hast.“</em> (Wie durch Magie wieder ein Dreischritt.) Kritiker merken jetzt eventuell an, dass große Redner wie Obama oder (Oh Gott, warum fällt mir jetzt kein anderer ein?!)&#8230; Okay. Dass große Redner wie Obama auch nicht ankündigen, worüber sie sprechen werden. Da haben sie recht. Für mich ist der entscheidende Unterschied, dass ich nun mal nicht Obama bin, bei dem bereits der Name Programm ist. So lange Menschen noch nicht Schlange stehen, um Euch sprechen zu hören, kann diese Art der Vorbereitung durchaus sinnvoll sein.</p>
</p>
<p>4. <strong>Ich schreibe niemals mehr als 3 Worte auf ein PowerPoint-Slide.</strong> Wer schon mal einen TedTalk gesehen hat, weiß warum. Wenn nicht: Schaut Euch da dringend mal um. Kleiner Tipp: Wenn auf dem Slide alles steht, was ich sage &#8211; wozu bin ich dann da?</p>
</p>
<p>5. <strong>Ich baue ziemlich am Anfang eine persönliche Anekdote ein, die zum Thema passt.</strong> Das macht mich nahbar und bricht das Eis. <em>„Ach, sie ist ja eine von uns.“ </em>Das ist auch einfacher für mich, weil ich die persönliche Anekdote ja selbst erlebt habe und deshalb besonders gut frei erzählen kann. Damit habe ich direkt meinen Start-Rahmen gesetzt. Ist das nicht unprofessionell und zu privat? Nö. Mein Ziel ist doch, die Menschen zu erreichen. Das gelingt mir persönlich nicht so gut, indem ich meine Menschlichkeit hinter einer Maske (no pun intended) verberge. Passt auch zu meinem letzten Artikel über Selbstoffenbarung und Verletzlichkeit.</p>
</p>
<p>6. <strong>Ich gehe mit den Leuten in Interaktion. </strong>Wie? Indem ich Fragen stelle. Meistens klappt es ganz gut, erstmal mit Handzeichen zu arbeiten. Das trauen sich wirklich fast alle. Und dann habe ich wirklich immer jemanden dabei, der noch mehr dazu sagen will. Schon seid Ihr im Dialog. Falls nicht: Nicht schlimm. Den meisten Leuten reichen die Handzeichen, um sich integriert zu fühlen. Die nächste Stufe ist dann, offene Fragen zu stellen, bei denen Ihr nur Schlagwörter zur Antwort hören wollt, die Ihr dann in Euren Vortrag integriert. Ich gebe zu, das ist dann schon etwas höhere Schule. Aber auch kein Hexenwerk. </p>
</p>
<p>7.<strong> Ich feiere mich innerlich selbst ein bisschen dafür, dass ich da oben/da vorne stehe.</strong> Ihr müsst ja nicht gleich stagediven, aber ein wenig innerliches Eigenlob hat selten geschadet. </p>
</p>
<p>Würde ich länger nachdenken, könnte ich die Liste vermutlich noch um 28 Punkte erweitern, aber diese sieben sind definitiv diejenigen, die für mich persönlich den größten Unterschied machen. Und klar, Ihr habt gemerkt, dass es vor meinem inneren Auge dabei eher um die „große“ Vortrags-Bühne ging. Allerdings könnt Ihr alle sieben Punkte auch auf andere „bühnenartige“ Situationen übertragen. Okay, vielleicht Nummer 5 nicht unbedingt. Die ist gut, wenn die Leute Euch noch nicht kennen. Immer im Hinterkopf behalten: Was ist Euer Ziel? Stumpf ohne Sinn und Verstand die „7 goldenen Schritte zum erfolgreichen freien Sprechen“ nach Schema F abzuarbeiten ist ganz sicher nicht das, was ich Euch empfehlen möchte. Im Gegenteil. Bitte prüft kritisch für Euch, bei welchen meiner Tipps Ihr Euch wiederfindet &#8211; und bei welchen nicht. In letzterem Fall wäre es dann toll, wenn Ihr für Euch direkt eine Alternative findet, die besser zu Euch passt. Und noch besser, wenn Ihr die mit mir teilen mögt. </p>
</p>
<p>Ich freue mich drauf, von Euch zu hören!</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag. Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</div>
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		<title>Was Klarheit mit Achtsamkeit zu tun hat</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:52:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Body, Mind &#38; Soul &#8211; so hießen in meiner Welt bis heute schlechte Yoga-Studios aus den 90ern. Das war für mich immer eine Kategorie mit allen Läden, die am Ende ein &#8222;&#38; mehr&#8220; in ihrem Namen stehen haben. Irgendwie nicht klar halt. Jetzt macht mein Mann gerade eine Fortbildung zum Thema Resilienz. Eigentlich scheint es [&#8230;]</p>
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<p>Body, Mind &amp; Soul &#8211; so hießen in meiner Welt bis heute schlechte Yoga-Studios aus den 90ern. Das war für mich immer eine Kategorie mit allen Läden, die am Ende ein &#8222;&amp; mehr&#8220; in ihrem Namen stehen haben. Irgendwie nicht klar halt. Jetzt macht mein Mann gerade eine Fortbildung zum Thema Resilienz. Eigentlich scheint es eher um Achtsamkeit zu gehen, aber die ist ja auch nicht verkehrt und aus meiner Sicht eine Voraussetzung für Resilienz. Von beidem habe ich persönlich erschreckend wenig. Jedenfalls hat er mir davon erzählt, dass drei Säulen entscheidend sind für die Achtsamkeit: 1. der Körper, 2. der Verstand, 3. die Emotionen. Nur wenn alle drei gleichwertig betrachtet werden, können wir echte Achtsamkeit mit uns erleben. So funktioniert ja auch Meditation, sagte er mir. Und damit habe ich endlich kapiert, wieso Meditation für mich bisher eben <strong>nicht</strong> so funktioniert hat wie ich mir das vorstelle: Ich habe irgendwie immer mindestens eins der drei ausgeblendet. Oder alternativ eines über-fokussiert. Und wenn ich jetzt Körper, Verstand und Emotion mal frei übersetze, kommt dabei doch tatsächlich Body, Mind &amp; Soul raus. Verrückt. Vielleicht also doch gar kein so schlechter Name für ein Yoga-Studio. &amp; mehr.</p>
</p>
<p>Ich bin grundsätzlich ein Mensch, der mit Ruhe nicht viel am Hut hat. Passivität ist für mich die Vorstufe von Schlendrian. Und der kommt mir nicht ins Haus. Ich fühle ich immer dann wertvoll, kompetent und &#8222;richtig&#8220;, wenn ich in Aktion bin. Das hat viele positive Effekte, zum Beispiel den, dass ich in wahnsinnig kurzer Zeit wahnsinnig viel schaffe. Und meine Pulsuhr behauptet, dass meine Leistungsfähigkeit mit 41 der einer Anfang-20-Jährigen entspricht. (Meine Haut hat das leider irgendwie nicht mitbekommen, aber man kann eben nicht alles haben. Von Weitem geht&#8217;s.)</p>
</p>
<p>Kurzum: Ich bin wirklich großer Fan meiner Hummeln im Hintern, die treiben mich schließlich an und haben wesentlich dazu beigetragen, dass ich heute da bin, wo ich sein will. Es kommt ab und zu vor, dass ich gefragt werde: <em>&#8222;Wie machst Du das?&#8220;</em> Mit &#8222;das&#8220; ist meistens der Fitness-Part gemeint. Eine echte Antwort habe ich nicht. Sehr unbefriedigend für alle Beteiligten. Es ist irgendwie eine Mischung aus einem von Natur aus hohen Energielevel, Disziplin, Ehrgeiz, Antrieb, innerer Unruhe, Genen und Koffein (Über die Wirkung von Red Bull will ich lieber gar nicht erst sprechen. Manche gruseln sich zu Recht schon bei der Vorstellung.). Ich wünschte, ich könnte das genauer beschreiben und eine Art Plan daraus entwickeln, den andere nutzen können. Vielleicht kommt das noch. </p>
</p>
<p>Der Nachteil meines quasi permanenten Aktionismus ist der, dass weder mein Körper, noch mein Verstand, noch meine Emotionen eine Chance haben, beachtet zu werden. Schon gar nicht alle gleichzeitig. Das ist natürlich keine gute Voraussetzung für Achtsamkeit. Meditation? Für mich eher schwierig. Ich versuche es immer wieder. Und schlafe dabei ein. Das soll man, glaube ich, eher nicht. Und wenn ich jetzt den Faden weiterspinne, dass Klarheit und Achtsamkeit nicht nur viel miteinander zu tun haben, sondern sich echte Klarheit erst aus Achtsamkeit ergeben kann, könnte mir das fast ein bisschen Angst machen. Wie kann ich klar sein, ohne vorher achtsam gewesen zu sein? </p>
</p>
<p>Während ich gerade so streng mit mir bin, stelle ich fest, dass es mir ja stellenweise durchaus gelingt, mich in die notwendige Reflexion zu bringen, die am Ende Klarheit bringt. Puh. Also ist doch noch nicht alles verloren. Ich nenne das halt nur nicht Meditation, sondern Nachdenken. Das ist ein bisschen wie mit dem Plan für andere, den ich eben beschrieben habe, nach dem ich bei mir noch suche, wenn es um Fitness geht. Erst wenn ich etwas genau erklären kann, habe ich es verstanden. Und dann kann ich es wiederholen. Und bewusst einsetzen. Und es anderen vermitteln. Zum Glück passiert das zumindest jetzt gerade mit meiner Erkenntnis zur Achtsamkeit im Zusammenhang mit Klarheit. Hier also meine Erklärung: Immer dann, wenn ich achtsam mit meinem Körper, meinem Verstand <strong>und</strong> meinen Emotionen umgehe, erzeuge ich Klarheit. Die so entstandene Klarheit ist dann in sich stimmig und hat ziemlich hohe Erfolgschancen beim Gegenüber. Und immer dann, wenn ich eins davon vernachlässige oder ein anderes überbetone, gerät das System aus dem Gleichgewicht &#8211; und das Ergebnis, sprich meine klare Kommunikation, funktioniert nicht. Dingdingding!</p>
</p>
<p><strong>Was bedeutet das Schritt für Schritt?</strong> Mal angenommen, Ihr habt eine Situation, für die Ihr Euch Klarheit wünscht (die gibt es bei mir jeden Tag):</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Nehmt Euch die <strong>Zeit zur Reflexion</strong>. Ihr merkt schon, das sage ich Euch immer wieder. Ich empfehle für den Anfang 3 bis 10 Minuten am Tag. Das reicht. Gleich morgens ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es nicht untergeht. Ihr müsst es ja nicht gleich Meditation nennen, wenn sich da Widerstände in Euch aufbauen. Ihr dürft es auch zum Beispiel &#8222;Nachdenken&#8220; nennen. </li>
<li><strong>Achtet auf alle drei Faktoren:</strong>
<ol>
<li><strong>Körper:</strong> Was spüre ich wo im Körper, wenn ich an meine Situation denke? Wo gibt es vielleicht eine Anspannung? Die soll nicht &#8222;weggemacht&#8220; werden, es reicht, sie erstmal wahrzunehmen. </li>
<li><strong>Verstand: </strong>Welche Gedanken nehme ich wahr? Auch die dürft Ihr beobachten, ohne sie zu bewerten.</li>
<li><strong>Emotionen:</strong> Welche Emotionen entstehen dazu in mir? Wahrnehmen und interessant finden. </li>
</ol>
</li>
<li>Macht Euch direkt im Anschluss <strong>Notizen über Eure Erkenntnisse</strong>.</li>
</ul>
</p>
<p>Es ist eine langsame und doch wunderbare Entwicklung, dass Achtsamkeit auch als Leadership-Kompetenz immer stärker in den Vordergrund rückt. Das macht mich wirklich froh, insbesondere aufgrund meiner heutigen Erkenntnis über die Zusammenhänge zwischen Klarheit und Achtsamkeit. Wir brauchen Führungskräfte auf der Welt, die Klarheit bieten. Euer Job ist es, Orientierung zu geben. Und wie soll das gehen ohne Klarheit? Wenn Ihr schon nicht wisst, wo es hingeht &#8211; wie könnt Ihr dann erwarten, dass Euch irgendjemand folgt? </p>
</p>
<p>Ich für meinen Teil werde gleich heute Abend beim Yoga im Ring nach meinem Boxtraining meine Achtsamkeit trainieren. Ich habe zumindest die Acht schon im Namen. Ist ja schon mal ein gutes Om(en).</p>
</p>
<p>Wie schafft Ihr es denn so, achtsam zu sein? Und falls jemand einen guten Tipp hat, wie ich beim Meditieren <strong>nicht</strong> einschlafe, immer her damit. </p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</div>
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		<title>Wie Du mit der Frage &#8222;Wofür&#8220; endlich Deine Ziele erreichst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:51:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leadership]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>To read this article in English, please scroll down. Thank you! Kennst Du das auch? Du setzt Dir ein Ziel, bist total motiviert, es zu erreichen, legst los &#8211; und nach ein paar Wochen fragst Du Dich, warum zur Hölle Du Dir das aufgehalst hast? Und das auch noch vollkommen freiwillig? Ich stecke gerade mitten [&#8230;]</p>
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<p>To read this article in English, please scroll down. Thank you!</p>
</p>
<p>Kennst Du das auch? Du setzt Dir ein Ziel, bist total motiviert, es zu erreichen, legst los &#8211; und nach ein paar Wochen fragst Du Dich, warum zur Hölle Du Dir das aufgehalst hast? Und das auch noch vollkommen freiwillig? Ich stecke gerade mitten in so einer Krux.</p>
</p>
<p>Zugegeben, ich hab&#8216; mir viel vorgenommen, was das Bloggen betrifft. Ich schreibe jede Woche einen neuen Artikel. Und mir ist dabei total wichtig, nicht irgendein irrelevantes Blabla zu schreiben, sondern ich möchte stattdessen über Dinge schreiben, die für meine Leser interessant/neu/spannend oder &#8211; Minimalziel &#8211; zumindest unterhaltsam sind. Das Bloggen an sich ist dabei für mich nur ein Unterziel. Mein ganz großes Lebensziel ist es, die Welt in meinem Einflussbereich positiv zu verändern (*Einspieler Superhelden-Geräusch*). Dass das mein Ziel ist, habe ich bei einer Visionsarbeit herausgefunden, wo es darum ging, mit meinem eigenen Sinn in Kontakt zu kommen. Die große Frage war dabei: Wofür bin ich eigentlich da? Wir Systemiker fragen quasi dauernd nach dem Wofü<em>r: &#8222;Wofür wäre das gut? &#8230; Und wofür wäre <strong>das</strong> gut? &#8230; Und wofür wäre <strong>das</strong> dann gut?&#8220; </em></p>
</p>
<p>Nach dem &#8222;Wofür&#8220; gefragt zu werden kann ziemlich aufwühlend sein, jedenfalls ist es das für mich. Und gleichzeitig sehr erkenntnisreich, denn sobald Du den Sinn kennst, kannst Du Deine Ziele danach ausrichten. Der Mensch an sich ist da recht einfach gestrickt, denn der innere Schweinehund (meiner heißt Schlendrian) macht meistens Sitz und Platz und Bleib, wenn er merkt, dass unser Vorhaben Sinn-getrieben ist. Neudeutsch und im Zusammenhang mit &#8222;New Work&#8220; wird dieser gute alte Sinn konsequenterweise &#8222;Purpose&#8220; genannt. Wäre ja sonst verwirrend, deutsch und englisch zu vermischen. Außerdem klingt es cooler. (Oh Gott, jetzt mache ich das auch schon&#8230;.)</p>
</p>
<p>Meine Blog-Artikel sind also ein Schritt auf dem Weg hin zur Erfüllung meines Sinns. Man sollte meinen, dass mir also nichts passieren kann, was die Umsetzung betrifft, wenn man der Kraft des Sinns vertraut. Gleichzeitig passiert es komischerweise (meistens so ab Mittwochnachmittag), dass ich leichte Anflüge von Panikattacken bekomme, wenn ich daran denke, dass ich ja am Freitag wieder einen Artikel schreiben &#8222;muss&#8220;. Super hilfreich ist es in diesem Szenario dann, wenn wohlmeinende Menschen in meinem Umfeld mich fragen, ob mir das nicht manchmal zu stressig wird, jede Woche ein Artikel sei ja auch echt ganz schön viel. Das hört der Schlendrian natürlich sofort und hebt schon mal erwartungsvoll den Kopf vom Boden. Er flüstert mir zu: <em>&#8222;Hey, hör doch, die anderen finden auch, dass das viel zu krass ist! Wir können ruhig auf alle zwei Wochen gehen.&#8220; </em>Aus, Schlendrian! Böser Schweinehund!</p>
</p>
<p>Meine Analyse dazu ist, dass ich den Kontakt zum Sinn verliere. Das ist erstmal nicht schlimm, so lange ich das merke (Reflexion, da bist Du ja wieder, alter Freund!). Und mich dann wieder an den Sinn erinnere. </p>
</p>
<p>Noch dramatischer kannst Du Dir das vorstellen, wenn das Ziel von anderen gesetzt und zu Deinem gemacht wurde. In Unternehmen passiert das täglich. Dagegen spricht jetzt an sich erstmal nichts, denn ohne Ziele wird es aus meiner Sicht für jede Unternehmung schwierig, irgendetwas zu erreichen. Nur: Ich unterstelle, dass ganz oft der Sinn hinter diesen Zielen nicht klar ist. Im schlimmsten Fall noch nicht mal demjenigen, der das Unternehmen vermeintlich führt. Vielleicht ist ihr oder ihm der Sinn aber auch klar, nur wird versäumt, diesen mit allen anderen zu teilen. Und mit teilen meine ich nicht, irgendwelche Zahlen in 12pt auf Powerpoint-Slides zu schreiben und die dann im Townhall Meeting zu präsentieren. Wenn an der Stelle also die Hausaufgaben nicht gemacht wurden, muss man sich nicht wundern, wenn irgendwie nix passiert. Dafür, dass es eigentlich recht einfach ist, eine Vision zu teilen, schockiert mich das immer wieder. Voraussetzung ist natürlich, dass eine Vision da ist. </p>
</p>
<p>Die Unternehmensspitze wünscht sich oft von mir in meiner Arbeit, dass ich &#8222;die Leute motivieren&#8220; soll. Und das am besten innerhalb eines Tages. Das finde ich immer sehr spannend. (So nehme ich den Auftrag übrigens niemals an, das wäre absolut unseriös. Ich kläre in solchen Fällen den Auftrag, bis ich einen habe, den ich umsetzen kann.) In meinem Ideal-Szenario mit meinem idealen Kunden würde ich erstmal Visionsarbeit mit dem Auftraggeber machen. Und diese Vision gepaart mit dem Sinn würden wir dann für die Mannschaft runterbrechen. So einen Auftrag hatte ich bisher genau ein Mal. Komisch, oder?</p>
</p>
<p>Sowohl für Ziele, die Du Dir selbst setzt, als auch für die, die Du vielleicht anderen setzt oder von anderen gesetzt bekommst, gilt also: Es lohnt sich, nach dem Wofür zu fragen. Dann braucht es auch keine Motivation von außen mehr. Die klappt langfristig eh nicht, wenn Du mich fragst. Simon Sinek hat dazu seinen legendären TED-Talk &#8222;Start with Why&#8220; gemacht. Ich würde dieses &#8222;Why&#8220;, also &#8222;Warum&#8220;, in ein &#8222;Wofür&#8220; (&#8222;What for&#8220;) verändern. Das ist doch dasselbe, sagst Du? Für mich bringt ein Warum tendenziell schneller ein Gefühl von Defensive mit sich. Das Wofür eröffnet bei mir Raum zur Reflexion. Fühl mal in Dich rein, ob das für Dich auch stimmt. Im Umkehrschluss bedeutet das für mich übrigens auch, dass diejenigen Ziele, für die Du kein überzeugendes Wofür findest, zumindest mal mit einem Fragezeichen versehen werden könnten. </p>
</p>
<p>So, und jetzt habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: </p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li>Ich bin wieder im Kontakt mit dem &#8222;Wofür schreibe ich eigentlich jede Woche diese Artikel?&#8220;</li>
<li>Mein Artikel ist fertig. 🙂</li>
</ol>
</p>
<p>Zum Abschluss habe ich für Dich noch ein paar Reflexionsfragen, die Dir helfen können, Deine Motivation wieder zu finden:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li>Wofür ist das gut, wenn ich mein Ziel xy erreiche?</li>
<li>Und wofür ist <strong>das</strong> dann gut?</li>
<li>Und wofür ist <strong>das</strong> dann gut?</li>
<li>Und was wird dadurch für mich möglich? (Danke an Nora Zekorn für meine neue Lieblingsfrage!)</li>
</ol>
</p>
<p>Es ist wirklich erstaunlich, wie die Kraft des <strong>Wofür</strong> uns fokussieren kann. Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Experimentieren! Ich für meinen Teil werde mich genau an dieses Gefühl erinnern, wenn ich morgen mein Lauftraining vor mir her schiebe. Gewöhn&#8216; Dich dran, Schlendrian! Du kannst ja liegen bleiben.</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleibt klar.</p>
</p>
<p>Eure Saskia</p>
</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">How you can finally reach your goals by asking „what for“</h2>
</p>
<p>Do you know the feeling? You set a goal for yourself, you’re totally motivated to achieve it, get started – and after a few weeks you’re wondering why the hell you took it on? And that completely voluntarily? I’m in the middle of such a hitch.</p>
</p>
<p>Admittedly, I have set myself high goals when it comes to blogging. I write a new article every week. And it is totally important to me not to write any irrelevant blah, but instead I want to write about things that are interesting/new/exciting for my readers or – minimally – at least entertaining. Blogging itself is only a sub-goal for me. My big goal in life is to change the world in my sphere of influence (*superhero sound*). I found out that this is my goal during a so-called visionary work, which was about coming into contact with my own purpose. The big question was: What am I actually here for? We systemic people keep asking&nbsp;what for: “What would that be good for? … And what would&nbsp;that&nbsp;be good for? … And what would&nbsp;that&nbsp;be good for?“</p>
</p>
<p>Being asked „what for“ can be quite challenging, at least for me it is. And at the same time very insightful, because as soon as you know the meaning, you can align your goals accordingly. The human being is quite simple, because the inner „Schweinehund“ (swine dog), which is a German expression for lack of willpower, (mine is called „Schlendrian“, which is German for „being in a rut“) usually sits and stays when he realizes that our project is meaning-driven.&nbsp;</p>
</p>
<p>So my blog articles are a step towards fulfilling my purpose. One would think that nothing can happen to me regarding implementation if you trust the power of meaning. At the same time, strangely enough (usually from Wednesday afternoon onwards), I get slight touches of panic attacks when I think that I „have to“ write an article again on Friday. In this scenario, it is super helpful (not!) when well-meaning people around me ask me whether it sometimes becomes too stressful for me, that an article every week is really a lot. Of course, Schlendrian hears that immediately and lifts his head from the floor in anticipation. He whispers to me: „Hey, listen, the others also think that this is far too much! We can go to every two weeks.” Drop it, Schlendrian! Bad dog!</p>
</p>
<p>My analysis of this is that I am losing touch with my purpose. That is not a bad thing as long as I notice it (reflection, there you are again, old friend!). And then remember the purpose again.</p>
</p>
<p>You can imagine this even more dramatically if the goal has been set by others and made yours. This happens every day in companies. Nothing speaks against this at first, because without goals it will be difficult to accomplish anything. Only: I assume that the purpose behind these goals is often not clear. In the worst case, not even to the one who supposedly runs the company. Perhaps the purpose is clear to him or her, only the obligation to share it with everyone else is neglected. And by sharing I don’t mean to write any numbers in 12pt on PowerPoint slides and then present them in the townhall meeting. If you didn’t do your homework there, you should not be surprised if nothing happens. Considering that is actually quite easy to share a vision, I am shocked by this again and again. The prerequisite is of course that there is a vision.&nbsp;</p>
</p>
<p>Top management often asks me to „motivate the staff“. Preferably within a day. I find that to be a very interesting request. (By the way, I never accept that kind of order, that would be absolutely untrustworthy of me. In such cases, I clarify the order until I have one that I can implement.) In my ideal scenario with my ideal customer, I would first do vision work with the client. And we would then break this vision together with the purpose down for the team. So far I have had exactly&nbsp;one&nbsp;such job. Weird, isn’t it?</p>
</p>
<p>For goals that you set yourself as well as for those that you may set for others or that others may set for you, the following applies: it is worth asking what for. Then there is no longer any need for external motivation. It won’t work in the long run anyway if you ask me. Simon Sinek did his legendary TED talk “Start with Why” on this. I would change his „why“ into a „what for“. It’s the same thing, you say? For me, a „why“ tends to bring a feeling of defense more quickly. „What for“ opens up room for reflection. Search inside yourself if that’s true for you too. Conversely, for me, this also means that those goals for which you cannot find a convincing „what for“ should at least be challenged.</p>
</p>
<p>So, now I’ve killed two birds with one stone:</p>
</p>
<ol class="wp-block-list">
<li>I am again in contact with the „What do I actually write these articles for every week?“</li>
<li>My article is finished. 🙂</li>
</ol>
</p>
<p>Finally, I have a few questions of reflection for you that can help you find your motivation again:</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>What is it good for if I reach my goal xy?</li>
<li>Then what would&nbsp;that&nbsp;be good for?</li>
<li>Then what would&nbsp;that&nbsp;be good for?</li>
<li>And what would&nbsp;that&nbsp;make possible for me? (Thanks to Nora Zekorn for my new favorite question!)</li>
</ul>
</p>
<p>It’s really amazing how the power of „what for“ can bring us back our focus. Good luck experimenting! For my part, I will remember this feeling when I procrastinate my running training tomorrow. Get used to it, Schlendrian! You can stay put.</p>
</p>
<p>Till next Friday! Stay clear.</p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/wie-du-mit-der-frage-wofuer-endlich-deine-ziele-erreichst/">Wie Du mit der Frage &#8222;Wofür&#8220; endlich Deine Ziele erreichst</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein langweiliges Online-Format ist wie eine  schlechte Party: 3 Tipps für glückliche Teilnehmende</title>
		<link>https://saskiaachtruth.com/ein-langweiliges-online-format-ist-wie-eine-schlechte-party-3-tipps-fuer-glueckliche-teilnehmende/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:44:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[clarity]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[glückliche Teilnehmende]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für Online-Formate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>To read this article in English, please scroll down. Nach meinem Artikel letzte Woche mit meinen 7 Lieblings-Tipps für großartige Video-Calls hat mich mehrfach die Bitte erreicht, doch zusätzlich noch Tipps dazu zu geben, wie Du Deine Teilnehmenden immer wieder aufs Neue begeistern kannst. Ich habe erstmal darüber nachgedacht, wie es mir als Teilnehmende virtueller [&#8230;]</p>
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<p>To read this article in English, please scroll down. Nach meinem Artikel letzte Woche mit meinen <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/08/28/meine-7-lieblings-tipps-fur-grosartige-video-calls/" target="_blank">7 Lieblings-Tipps für großartige Video-Calls</a> hat mich mehrfach die Bitte erreicht, doch zusätzlich noch Tipps dazu zu geben, wie Du Deine Teilnehmenden immer wieder aufs Neue begeistern kannst. Ich habe erstmal darüber nachgedacht, wie es mir als Teilnehmende virtueller Meetings so ergeht. Was mich selbst begeistert hat, welche guten Trainings oder Meetings ich online schon mitgemacht habe. Die Bilanz war ziemlich ernüchternd.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Was tun Gäste, die sich auf einer Party langweilgen? Sie trinken zu viel Schaps.</h4>
</p>
<p>Inzwischen ist es schon so normal für die meisten Menschen geworden, an Video-Trainings, -Calls, -Konferenzen und so weiter teilzunehmen, dass sich nach der anfänglichen Aufregung nun langsam Gewöhnung einstellt. Und darauf folgt unter Umständen erste Langeweile. Insbesondere dann, wenn sich der jeweilige Dozent/Meetingleiter/Trainer nicht an die schon noch neue Situation anpasst, sondern seinen alten Stiefel weiter macht, weil er oder sie froh ist, dass überhaupt irgendwie alles weiterläuft. Und mit dieser Trägheit des Gastgebers kommt unter Umständen schleichend die Langeweile der Gäste. Was tun Gäste, die sich auf einer Party langweilen? Sie trinken zu viel Schnaps. Oder sie durchsuchen neugierig die Badezimmerschränke. Kurz gesagt: Sie benehmen sich auf die eine oder andere Art daneben. Im übertragenden Sinne kann ich dieses schlechte Benehmen bei mir als Teilnehmende virtueller Formate immer öfter feststellen. Zum Glück habe ich es bisher (noch) nicht bei meinen eigenen Teilnehmenden erlebt. Vielleicht können die es aber auch einfach nur richtig gut verbergen.</p>
</p>
<p>Was &#8222;damals&#8220; zur Zeit der Präsenz-Meetings das mehr oder weniger heimliche Getippe auf dem Smartphone unterm Tisch oder (für mich aufgrund der Dimension des Geräts und der physischen Abschirmung noch respektloser) dem aufgeklappten Laptop war, kann heute gänzlich schamlos betrieben werden. Es ist ja auch um einiges einfacher geworden, weil nur ein Ausschnitt des Körpers zu sehen ist. Ich kann also gleichzeitig so aussehen, als würde ich zuhören, meine Mails checken, den Getränke-Lieferservice bestellen und anderen Teilnehmern WhatsApp-Nachrichten schreiben. Die ganz Verwegenen unter uns lackieren sich sogar die Fingernägel. (Das habe ich selbst noch nicht ausprobiert, aber es dauert sicher nicht mehr lange.) </p>
</p>
<p>Mein Mann hat seine Fahrradrolle im Arbeitszimmer stehen. Ich habe schon ein paar Mal überlegt, ob ich nicht mal ein bisschen strampeln sollte, wenn ich an einem mehrstündigen Training teilnehme. Dieses Rumgesitze ist eh nichts für mich &#8211; und außerdem bringe ich meine Gehirnhälften miteinander in Kontakt und lerne vielleicht sogar besser. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und meinen Sport schon mal in den Tag einbauen? Bisher hat mich meine Erziehung davon noch abgehalten. Ich weiß gar nicht genau, ob ich das gut finden soll&#8230; Eventuell würde ich mich viel besser konzentrieren, wenn ich mich zwischendurch bewegen könnte. Dann bräuchte mein Hirn vielleicht nicht so viel Ablenkung, wenn das Training oder Meeting mal eine kleine inhaltliche Schlappe hat. Ich glaube, mir persönlich wäre eine Teilnehmende, die für sich sorgt und gleichzeitig bei der Sache ist, deutlich lieber als die, die &#8211; bildlich gesprochen (hoffentlich) &#8211; den Schnaps suchen geht. </p>
</p>
<p><strong>Und so kommen sie hier nun also, meine 3 Tipps, wie Du als (Online-)Gastgeber Deine Teilnehmenden begeisterst:</strong></p>
</p>
<p><strong>1. Mach Deine Teilnehmenden zu Teilgebenden. </strong>Für mich war das Allerwichtigste, was ich damals in meiner Trainerausbildung gelernt habe, dass ich als Trainerin die Aufgabe habe, meine Teilnehmenden ins Arbeiten zu bringen. Im besten Fall mache ich 20%, die anderen 80%. Das entlastet mich und ist gleichzeitig total wertschätzend für meine Teilnehmenden: Jeder Mensch, mit dem ich arbeite, bringt ganz viel eigenes Wissen und Erfahrungen mit, die wertvoll für die Gruppe sind. Jeder von uns wird gern danach gefragt. Ich habe jedenfalls noch nie etwas anderes erlebt. Das gilt immer, auch wenn Du kein Training gibst, sondern zum Beispiel ein Meeting leitest. Nutze es. Einfache Beispiele für aktivierende Fragen sind: </p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;Wie erlebt Ihr das?&#8220; </li>
<li>&#8222;Welche Erfahrungen habt Ihr mit xy bisher gemacht?&#8220; </li>
<li>&#8222;Was wisst Ihr über xy?&#8220; </li>
<li>&#8222;Wie geht Ihr mit xy um?&#8220; </li>
</ul>
</p>
<p>Du merkst schon, die guten alten W-Fragen, also offene Fragen, helfen. Das ist echt kein Hexenwerk &#8211; und wirkt doch geradezu magisch.</p>
</p>
<p><strong>2. Mache ausreichend Pausen. </strong>Das kann ich nicht oft genug wiederholen. Es hat schon seinen Sinn, dass eine reguläre Schulstunde 45 Minuten lang ist. Meine Erfahrung mit Erwachsenen ist, dass spätestens alle 90 Minuten 10-15 Minuten Pause gut tun. Gerne darfst Du eine außerplanmäßige Pause vorschlagen, wenn Du merkst, dass Du oder Deine Gäste sie brauchen. Dafür musst Du natürlich sowohl mit Dir selbst als auch mit Deinen Teilnehmenden achtsam sein. Es kommt auch darauf an, wie die Zeit verbracht wird. Auch hier ist meine Erfahrung: Je länger ein Teilnehmender passiv ist, also &#8222;nur&#8220; zuhört, desto eher braucht er eine Pause. Je aktiver alle Teilnehmenden eingebunden sind, desto länger am Stück kann gearbeitet oder diskutiert werden. Aber eben maximal 90 Minuten. Ich sage meinen Teilnehmenden auch immer, dass sie jeder Zeit aufstehen und/oder sich bewegen sollen, wenn sie das brauchen. Das ist für mich nebenbei ein guter visueller Indikator, ob es Zeit für eine Pause sein könnte. </p>
</p>
<p><strong>3. Bitte, BITTE übertrage Dein Präsenz-Format nicht 1:1 in ein virtuelles. Du <span style="text-decoration:underline;">musst</span> es anpassen. </strong>Das gilt aus meiner Sicht insbesondere für Trainingsformate, aber auch für Meetings. Anzupassen sind mindestens die Dauer (virtuell = kürzer) und die Methoden. Das ist auch eine gute Chance, um insgesamt die Inhalte und die Darreichungsform zu hinterfragen. Ich bin, wie Du vielleicht schon weißt, kein Freund von Slides. Wenn Du die in Präsenz-Formaten oft benutzt hast, ist jetzt Deine Chance, Dich davon zu verabschieden. Spätestens in virtuellen Formaten machen Slides überhaupt keinen Sinn mehr. Die kann sich jeder auch allein auf dem Klo angucken. Mach Dich vertraut mit den tollen technischen Möglichkeiten, die verschiedene Anbieter entwickelt haben. Break-Out-Rooms sind zum Beispiel super für größere Gruppen. So kann man sehr gut Gruppenarbeiten durchführen lassen oder auch Diskussionen in der Kleingruppe. Bringt alles Dampf in die Veranstaltung, weil die Leute was zu tun bekommen, anstatt sich passiv beschallen zu lassen. Wenn Du schon mal versucht hast, 25 Leute gleichzeitig online zu moderieren, weißt Du, wovon ich rede. Auch für Meetings finde ich den einen oder anderen Break-Out eine feine Sache. Das geht übrigens auch in Präsenz. Bring die Leute ins Tun. Da schließt sich der Kreis zum ersten Tipp. </p>
</p>
<p>Du hast es gemerkt: Für Online-Formate gelten dieselben Erfolgsrezepte wie für Präsenz-Formate. Nur ist es so, dass Online-Versionen um ein Vielfaches deutlicher zeigen, was funktioniert und was nicht. Sie sind irgendwie gnadenloser, auch weil Du weniger durch den persönlichen Kontakt wettmachen kannst. Ich sehe es als großartige Chance, mich weiter zu verbessern. Es gibt in den Unternehmen so, so viele miese virtuelle Meetings. Der Markt ist überschwemmt von richtig schlechten Web-Trainings. Lass uns die Welt Stück für Stück davon befreien. </p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleib klar.</p>
</p>
<p><p>Deine Saskia</p>
</p>
</p>
<p><h1>A boring online format is like a bad party: 3 tips for happy attendees</h1>
</p>
</p>
<p>After my article last week with my <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/08/28/meine-7-lieblings-tipps-fur-grosartige-video-calls/" target="_blank">7 favorite tips for amazing video calls</a>, I was asked several times for some tips on how to inspire your participants again and again. First of all, I thought about how I feel as a participant in virtual meetings. What inspired me, what good trainings or meetings I have already participated in online. The balance sheet was pretty disillusioning .</p>
</p>
<p><h4>What do bored guests at a party do? They get wasted on your schnaps.</h4>
</p>
</p>
<p>In the meantime it has become so normal for most people to take part in video trainings, calls, conferences and so on that after the initial excitement they have slowly got used to it. And this may be followed by first signs of boredom. Especially when the respective lecturer/meeting host/trainer does not adapt to the new situation, but continues his or her old boot because he or she is happy that everything is still going on somehow. And with the host&#8217;s indolence, the guests may gradually become bored. What do guests who are bored at a party do? They drink too much of your schnaps. Or they curiously browse the bathroom cabinets. In short, they are misbehaving in one way or another. Metaphoircally speaking, as a participant in virtual formats, I observe this bad behavior more and more often &#8211; on myself. Fortunately, I have not (yet) witnessed it on my own participants. Or maybe they can just hide it really well.</p>
</p>
<p>What was &#8222;back in the day“, at the time of mainly face-to-face meetings, the more or less secret typing on the smartphone under the table or (even more disrespectful for me due to the size of the device and the physical shielding) the opened laptop, can now be done without any shame whatsoever. It has also become a lot easier to do because only a section of the body can be seen. So at the same time, I can look as if I&#8217;m listening, check my emails, order the beverage delivery service and send WhatsApp messages to other participants. The very daring among us even paint do their nails. (I haven&#8217;t tried that one myself yet, but it sure won&#8217;t be long.)</p>
</p>
<p>My husband has his bicycle roll in the study. I&#8217;ve already wondered a few times whether I should ride the bike a little bit when I take part in a training session lasting several hours. Sitting around is not for me anyway &#8211; and besides, I bring my brain halves into contact and maybe even learn better. So why not kill two birds with one stone and incorporate my workout into the day? So far, my upbringing has kept me from doing it. I&#8217;m not sure if I should like that … Maybe I would concentrate much better if I could move around in between. Then my brain might not need so much distraction if the training or meeting has a little content problem. I think that personally I would prefer a participant who takes care of themselves and is at the same time involved than the one who &#8211; figuratively speaking (hopefully) &#8211; goes looking for the schnaps.</p>
</p>
<p><strong>And so here they come, my 3 tips on how you as an (online) host inspire your participants:</strong></p>
</p>
<p><strong>1. Transform your participants into contributors. </strong>For me, the most important thing that I learned in my training to be a trainer at the time was that it is my job to get my participants to work. In the best case, I&#8217;ll do 20%, the others 80%. That relaxes me and at the same time is really appreciative for my participants: Every person I work with brings a lot of their own knowledge and experience that are valuable for the group. Each of us is happy to be asked about it. I&#8217;ve never experienced anything else. This always applies, even if you do not give any training, but host a meeting, for example. Take advantage of it. Simple examples of activating questions are:</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;How do you experience that?&#8220;</li>
<li>&#8222;What experiences have you had with xy so far?&#8220;</li>
<li>&#8222;What do you know about xy?&#8220;</li>
<li>&#8222;How do you deal with xy?&#8220;</li>
</ul>
</p>
<p>You can already tell that the good old open questions help. This really isn’t rocket science &#8211; and yet it works downright magically.</p>
</p>
<p><strong>2. Take enough breaks. </strong>I cannot repeat that often enough. It does make sense that a regular school lesson in Germany is 45 minutes long. My experience with adults is that a 10-15 minute break every 90 minutes is good. You are welcome to suggest an unscheduled break if you notice that you or your guests need it. To do this, of course, you have to be mindful with yourself as well as with your participants. It also depends on how the time is spent. Here, too, my experience is: The longer a participant is passive, i.e. &#8222;just&#8220; listens, the sooner he needs a break. The more actively all participants are involved, the longer you can work or discuss a topic without a break. But for a maximum of 90 minutes. I also always tell my participants that they should get up and/or move around whenever they need it. For me, this is also a good visual indicator of whether it might be time for a break.</p>
</p>
<p><strong>3. Please, PLEASE do not transfer your presence format 1:1 into a virtual one. </strong>You have to adjust it. In my opinion, this applies in particular to training formats, but also to meetings. At least the duration (virtual = shorter) and the methods must be adapted. This is also a good chance to question the content and the dosage form as a whole. As you may already know, I am not a fan of slides. If you&#8217;ve used them a lot in presence formats, now is your chance to say goodbye. In virtual formats at the latest, slides no longer make any sense. Anyone can Book at those alone on the toilet. Familiarize yourself with the great technical possibilities that various providers have developed. Break-out rooms, for example, are great for larger groups. This is a very good way of having group work carried out or discussions in small groups. Gets everyone to work. If you&#8217;ve ever tried to moderate 25 people online at the same time, you know what I&#8217;m talking about. I also think that one or two break-outs are a great idea for meetings. Incidentally, this also works in presence. Get people to act. That closes the circle on my first tip.</p>
</p>
<p>As you can see, the same „recipes“ for success apply to online formats as to face-to-face formats. The thing is that online versions show much more clearly what works and what doesn&#8217;t. They are somehow more merciless, also because you can’t really make up for bad content using personal contact as much as you used to be able to. I see it as a great opportunity to keep improving. There are so, so many lousy virtual meetings in companies. The market is inundated with really bad web training. Let us rid the world of it little by little.</p>
</p>
<p>Till next Friday! Stay clear.</p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Übers Müssen</title>
		<link>https://saskiaachtruth.com/uebers-muessen/</link>
					<comments>https://saskiaachtruth.com/uebers-muessen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:36:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>To read this article in English, please scroll down. Da geht es direkt los. Ich muss endlich rausfinden, wie ich es hinbekomme, dass meine armen englischsprachigen Leser nicht immer durch den ganzen deutschen Artikel scrollen müssen, um die englische Version zu finden. Das muss ich schon seit Wochen. Und habe es trotzdem noch nicht gemacht. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/uebers-muessen/">Übers Müssen</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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<p>To read this article in English, please scroll down. Da geht es direkt los. Ich <strong>muss</strong> endlich rausfinden, wie ich es hinbekomme, dass meine armen englischsprachigen Leser nicht immer durch den ganzen deutschen Artikel scrollen müssen, um die englische Version zu finden. Das muss ich schon seit Wochen. Und habe es trotzdem noch nicht gemacht. Ich muss auch unbedingt jeden Freitag einen neuen Artikel veröffentlichen. Und ich muss, während ich diesen Artikel schreibe, unbedingt noch zwei Ladungen Wäsche waschen und daran denken, unseren Putzmann zu bezahlen, den ich im Hintergrund rumoren höre. Und ich muss endlich meditieren lernen und aufhören, Kaffee zu trinken.</p>
</p>
<p>An einem einigermaßen normalen Tag bin ich so gegen 10 Uhr vormittags vermutlich schon bei ungefähr 328 Müssens, die ich noch abarbeiten muss (argh!). Neulich habe ich mit einer Freundin übers Loslassen gesprochen. Sie hat da so ein paar Dinge, die sie gern loslassen möchte &#8211; und irgendwie will es nicht gelingen. Jedenfalls nicht so, wie sie sich das vorstellt, glaube ich. Da es mir naturgemäß ziemlich leicht fiel, ihr zu sagen, was sie alles loslassen soll (sollen ist irgendwie auch schon wieder ganz schön nah an müssen dran&#8230;), habe ich mal drüber nachgedacht, was ich selbst eigentlich alles loslassen könnte. </p>
</p>
<p>Das ist für mich als Leistungskind gar keine leichte Übung. Ich definiere mich ja zu einem großen Teil über meine inneren Checklistenpunkte, die ich abzuhaken habe. Grundsätzlich spricht da auch nichts gegen, denn meine größten Antreiber &#8222;Beeil Dich&#8220; und &#8222;Sei stark&#8220; haben mich maßgeblich dorthin gebracht, wo ich heute bin. Gleichzeitig könnten sie gern ab und zu mal ihre Peitschen wegpacken und die Klappe halten. Mich sein lassen, mit all meinen Unzulänglichkeiten, Fehlern und, igitt, Imperfektionen. Es geht nämlich in Wirklichkeit gar nicht um To Do-Listen, sondern um das Annehmen meiner Selbst. Oder, ganz pathetisch ausgedrückt: um Liebe. Dafür braucht es, denke ich, eine intensive Auseinandersetzung mit uns selbst. Und die versuchen wir nur allzu oft durch permanente Aktion und Deflektion zu vermeiden. Schnell, gebt mir ein Smartphone, ich sitze schon seit 10 Sekunden untätig herum!</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Wo lohnt sich das Müssen wirklich?</h4>
</p>
<p>Das Müssen halte ich für eine andere Form von Deflektion. Es ist sozusagen ein drängender Impuls, der oft zunächst von außen kommt und sich dann auf unser Inneres überträgt. Selten hinterfragen wir dieses Müssen. Manche „Müssens“ sind schon so uralt, dass wir glauben, sie gehören zu uns. Ich denke, es lohnt sich, genau dort mal hinzuschauen: </p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Wo lohnt sich das Müssen wirklich? </strong></li>
<li><strong>Wo nicht? </strong></li>
<li><strong>Wo lässt sich das Müssen durch ein Können oder ein Dürfen ersetzen? </strong></li>
<li><strong>Wo gar durch ein Wollen?</strong></li>
</ul>
</p>
<p>Aber wie geht das praktisch? Ich finde, auch hier hilft es wieder, mich zu fragen, wofür es gut wäre, wenn ich xy hätte/könnte/wäre. Und wofür das dann gut wäre. Und wofür wiederum das gut wäre. Und so weiter. Wenn ich dabei irgendwann auf einen Wert stoße, dann könnte es sein, dass dieses Müssen sich lohnt. Meine Erfahrung im Coaching sagt, dass es im Schnitt 5 Mal die Frage &#8222;Wofür wäre das gut&#8220; braucht, bis der Wert kommt. So kannst Du zum Beispiel gut rausfinden, ob es sich um alte Glaubenssätze handelt, die mit Dir bei genauerer Betrachtung wenig bis nichts zu tun haben, oder ob da mehr hintersteckt. Diese alten Glaubenssätze sind ganz oft ein Produkt unserer Sozialisation. Wenn mir zum Beispiel ein für mich wichtiger Erwachsener im Laufe meiner Kindheit immer wieder signalisiert, dass ich nur okay bin, wenn ich mich auf eine bestimmte Weise verhalte, dann ist die Chance (oder Gefahr) groß, dass daraus ein Glaubenssatz für mich wird. Ein Beispiel könnte sein: Ich bin nur liebenswert, wenn ich gefalle. So entstehen im übrigen, stark vereinfacht erklärt, auch die oben erwähnten Antreiber. Ich zum Beispiel trage tief in mir den Glaubenssatz: Ich bin nur okay, wenn ich schnell bin. Das gilt bei mir sowohl fürs Handeln als auch fürs Denken. </p>
</p>
<p>Wenn ich also solche mächtigen Glaubenssätze habe, führen sie mich fast automatisch ins Müssen. Wichtig ist mir dabei, dass ich gar nichts gegen Glaubenssätze habe. Sehr oft sind die sehr hilfreich! Systemisch ausgedrück: Alle Glaubenssätze sind Kompetenzen und haben eine positive Absicht. Entscheidend ist, ob ich sie erkenne, sie dann reflektiere und prüfe, inwiefern sie mir gut tun. Dafür ist der Kontext mal wieder extrem wichtig. Nicht in allen Situationen ist jeder meiner Glaubenssätze mein Freund, positive Absicht hin oder her.</p>
</p>
<p>Was ich ebenfalls herausfordernd finde beim Loslassen, ist, dass ich mir ja nun mal leidenschaftlich gern Ziele setze und verfolge. Und erreiche. Außerdem sind Ziele ein wesentlicher Teil meiner Coachings und Trainings. Und Ziele beinhalten doch auch immer ein Müssen. Oder nicht? Ein gesetztes Ziel, das auf dem Weg (oder schon bereits vor dem Start) wieder losgelassen wird, löst zunächst großen Widerstand in mir aus. Das fühlt sich nach Versagen an. Wenn ich da nun aber mein noch stärkeres Motiv, die Klarheit, drüberlege, dann merke ich schnell, dass beides einander bedingt: Durch das Loslassen habe ich mehr Klarheit (aka Fokus auf die wesentlichen Ziele, die ich erreichen WILL, nicht muss), durch die Klarheit, die ich durch die Frage nach dem Wofür erreiche, kann ich leichter loslassen. Vielleicht möchtest Du das jetzt sondieren und mich fragen: &#8222;Was kommt zuerst, hast Du mehr Klarheit, wenn Du loslässt, oder lässt Du leichter los, wenn Du Klarheit hast?&#8220; Ich muss Dich enttäuschen. Es ist tatsächlich beides. Und das macht es so kraftvoll, glaube ich. </p>
</p>
<p>To Do-Listen sind total okay. Sie geben Struktur und parken Dinge aus Deinem Hirn auf einem Blatt Papier, damit Du wieder mehr Platz für wichtige Gedanken hast. Ich lade Dich lediglich dazu ein, diese Listen zu hinterfragen. Besonders wenn sie gar nicht Deine To Dos enthalten, sondern die von anderen. Das nächste Mal, wenn Du denkst oder Dich sagen hörst: &#8222;Ich muss noch&#8230;&#8220;, halte Dich vielleicht an Helmut Schmidt. Der soll auf nervige Fragen von Journalisten immer mal wieder gesagt haben: <strong>&#8222;Wo steht das?&#8220; </strong>Selbstverständlich nachdem er zunächst einen ordentlichen Zug von seiner obligatorischen Zigarette genommen hatte. Das kannst Du weglassen. </p>
</p>
<p>Vielleicht lohnt es sich auch, statt an Deiner To Do-Liste öfter mal an Deiner Bucket-Liste zu arbeiten. Oder auch Löffel-Liste, wie ich kürzlich gelernt habe. Das ist die Liste der Dinge, die Du machen willst, bevor Du den Löffel abgibst. Das klingt doch nach einer To Do-Liste, die ganz viel Wollen und ganz wenig Müssen beinhaltet, oder? Und daraus ergeben sich, ich bin sicher, ganz wunderbare Ziele für Dein Leben, die viel größer und kraftvoller sind als die alten. Wenn Dir das dann bewusst wird, ist ganz bestimmt auch das Loslassen auf einmal ein Klacks. Ich hol&#8216; mir jetzt noch &#8217;nen Kaffee. Den will ich nämlich gar nicht loslassen. Dafür habe ich durchgeschrieben und nicht eine einzige Ladung Wäsche gewaschen. Yes!</p>
</p>
<p>Was möchtest Du gern loslassen? Und was &#8222;musst&#8220; Du so alles? Ich bin gespannt, von Dir zu hören.</p>
</p>
<p>Bis nächsten Freitag! Bleib klar.</p>
</p>
<p>Deine Saskia</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">About „musts“</h2>
</p>
<p>To read this article in English, you had to scroll down all the way here. It starts right there. I <strong>must</strong> finally figure out how to make sure that my poor English-speaking readers don&#8217;t have to scroll through the whole German article to find the English version. I&#8217;ve had to for weeks. And still haven&#8217;t done it yet. I also <strong>have to</strong> publish a new article every Friday. And while I am writing this article, I absolutely have to wash two loads of laundry and remember to pay our cleaning man, whom I can hear rumbling in the background. And I finally have to learn to meditate and stop drinking coffee.</p>
</p>
<p>On a fairly normal day, around 10 a.m., I&#8217;m probably already at about 328 musts or have-tos that I still have to work through (argh!). I was talking to a friend the other day about letting go. She has a few things that she would like to let go of &#8211; and somehow it won&#8217;t work. At least not in the way she would like it to, I think. Since it was naturally quite easy for me to tell her what she should let go of  („should“ is somehow pretty close to „must“…), I thought about what I could actually let go of myself.</p>
</p>
<p>As a performance child, this is no easy exercise for me. I define myself to a large extent by my inner checklist points that I have to tick off. Basically nothing speaks against it, because my biggest motivators “Hurry up” and “Be strong” have brought me to where I am today. At the same time, they might like to put their whips away from time to time and shut up. Let me be, with all my shortcomings, mistakes and, yuck, imperfections. It&#8217;s actually not about to-do lists, but about accepting myself. Or, to put it very pathetically: about love. For that, I think, we need an intensive examination of ourselves. And we all too often try to avoid this through permanent action and deflection. Quick, give me a smartphone, I&#8217;ve been sitting idly for 10 seconds!</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">When is <strong>i</strong>t really worth <strong>i</strong>t to „must“?</h4>
</p>
<p>I consider the „must“ to be another form of deflection. It is, so to speak, an urgent impulse that often first comes from outside and then transfers to our inner being. We seldom question this must. Some musts are so ancient that we believe they belong to us. I think it&#8217;s worth taking a look there:</p>
</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>When is it really worth it to „must“?</strong></li>
<li><strong>When is ist not?</strong></li>
<li><strong>Where can the „must“ be replaced by a „could“ or an „allow myself to“?</strong></li>
<li><strong>Where even by „want to“?</strong></li>
</ul>
</p>
<p>But how does that work in practice? I think that here too it helps to ask myself what it would be good for if I had/could/would be xy. And what that would be good for. And what that would be good for. And so on. If at some point I come across a value, then it could be that this „must“ is actually worthwhile. My experience in coaching says that it takes an average of 5 questions of &#8222;What would that be good for&#8220; before the value comes up. For example, you can find out whether these are old beliefs that, on closer inspection, have little or nothing to do with you, or whether there is more to it than that. These old beliefs are quite often a product of our socialization. If, for example, an adult that is important to me repeatedly signals to me in the course of my childhood that I am only okay if I behave in a certain way, then the chance (or danger) is great that it will turn into a belief for me. An example could be: I am only loveworthy if I am being kind . This is how, in a very simplified way, the drivers mentioned above are also created. For example, I have the belief deep down: I&#8217;m only okay if I&#8217;m quick. For me, this applies to both acting and thinking.</p>
</p>
<p>So when I have such powerful beliefs, they almost automatically make me „have to“. It is important to me to say that I have nothing against beliefs. Very often they are very helpful! To put it systemically: all beliefs are competencies and have a positive intention. The decisive factor is whether I recognize them, then reflect on them and check to what extent they are good for me. The context is extremely important for this. Not all of my beliefs are my friends in all situations, positive intention or not.</p>
</p>
<p>What I also find challenging when letting go is that I am passionate about setting and pursuing goals. And achieving them. In addition, goals are an essential part of my coaching and training sessions. And goals always include a must. Or not? A set goal that is let go on the way (or even before the start) initially triggers great resistance in me. That feels like failure. But when I think about my even stronger motive, the clarity, then I quickly notice that both are mutually dependent: By letting go, I have more clarity (aka focus on the essential goals that I WANT to achieve, I don&#8217;t have to), the clarity I achieve by asking „what for“ helps me to let go. Perhaps you would like to dig deeper now and ask me: “Which comes first, do you have more clarity when you let go, or do you let go easier when you have clarity?” I have to disappoint you. It is actually both. And that&#8217;s what makes it so powerful, I think.</p>
</p>
<p>To-do lists are totally okay. They give structure and park things from your brain on a piece of paper so that you have more space for important thoughts. I just invite you to question these lists. Especially if they don&#8217;t contain your to-dos at all, but those of others. The next time you think or hear yourself say: &#8222;I still have to …&#8220;, maybe stick to Helmut Schmidt, my favorite former German Chancellor. In response to annoying questions from journalists, he is said to have replied time and again: “Where is that written?” Naturally for him, he did so after deeply inhaling some nicotine. You can leave that out.</p>
</p>
<p>Perhaps it is also worthwhile to work on your bucket list more often instead of your to-do list. If you’re fairly new to this, like me: This is the list of things you want to do before you die. That sounds like a to-do list that contains a lot of „wants“ and very few „musts“, doesn&#8217;t it? And that results in, I am sure, very wonderful goals for your life, which are much bigger and more powerful than the old ones. When you become aware of this, letting go is definitely a piece of cake. </p>
</p>
<p>I&#8217;ll go get another cup of coffee now. I really don&#8217;t want to let go of my caffeine. The good news is: I wrote this article without stopping and did not do a single load of laundry. Yes!</p>
</p>
<p>What would you like to let go of? And what do you &#8222;have to&#8220; do? I look forward to hearing from you.</p>
</p>
<p>Till next Friday! Stay clear.</p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/uebers-muessen/">Übers Müssen</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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		<title>Ein bisschen Größenwahn hat noch keinem geschadet</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:29:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>To read this article in English, please scroll down. &#8222;Das kannst Du nicht. Was bildest Du Dir eigentlich ein? Das können andere viel besser als Du. Dafür kannst Du doch kein Geld nehmen. Du musst erst noch mindestens 12 Jahre studieren, ganz vielleicht bist Du dann qualifiziert genug. Wen interessiert schon, was Du dazu zu [&#8230;]</p>
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<p>To read this article in English, please scroll down. &#8222;Das kannst Du nicht. Was bildest Du Dir eigentlich ein? Das können andere viel besser als Du. Dafür kannst Du doch kein Geld nehmen. Du musst erst noch mindestens 12 Jahre studieren, ganz vielleicht bist Du dann qualifiziert genug. Wen interessiert schon, was Du dazu zu sagen hast? Und überhaupt: Das gibt es doch alles schon. Und zwar besser.&#8220; Schluck.</p>
<p>Walt Disney würde sich im Grab umdrehen, wenn er hören würde, wie unser innerer Kritiker manchmal mit unseren Träumen umgeht. Lieblos. Richtig gemein. Böse. Ich stelle mir dabei so eine hagere Alte vor, die zu viel Haut hat und nach Erfrischungsstäbchen riecht. Diese fiesen, kennst Du die noch, Schokolade mit Orange oder Zitrone drin? Wuäh.</p>
<p>Ich traue mich fast nicht, das hier laut zu schreiben, und flüstere es Dir deshalb zu: Ich selbst fühle mich meistens eher der Fraktion Größenwahn zugehörig. Das ist generell ganz gut für mich, weil es dazu führt, dass ich tatsächlich große Träume habe und die dann fast immer auch umsetze. &#8222;Nur keine falsche Bescheidenheit. Dream big!&#8220; Das sind die Sätze, die mir meine innere Diva dann zuruft. Das ist übrigens ein Kerl mit lila Federboa und Glitzer-Brille, der mich entfernt an Elton John erinnert. Und doch sind mir auch die kleinmachenden Sätze der Oma nicht fremd. Die kenne ich von früher. Aus meiner Zeit v.S. (vor Sinnfindung). Inzwischen glaube ich fest daran: Sobald wir unseren Sinn gefunden haben, macht die Oma sich vom Acker. Weil sie merkt, dass ihre Zeit vorbei ist. Zum Glück ist sie so selbstreflektiert, dass sie das erkennt. Sie bleibt natürlich trotzdem im Hintergrund, denn selbst sie hat ja eigentlich was Gutes mit uns vor. Positive Absicht und so. Aber sie reicht nur noch Tee und Erfrischungsstäbchen.</p>
<h4>Am Anfang standen eine Maus und ein Traum</h4>
<p>Die selbstzerfleischenden Glaubenssätze höre ich heute viel von anderen. Sowohl von Klienten als auch im Freundeskreis. Dann bin ich gedanklich immer ganz bei Walt und hole meine Pompons raus. &#8222;Doch! Wohl! Du schaffst das!&#8220;, brülle ich aus Leibeskräften. Es gibt Plakate und Tröten. Ich will einfach nicht einsehen, dass es so viele Menschen gibt, die sich nicht trauen, große Gedanken zu haben. Und die dann auszusprechen. Und zu leben. Ich träume von einer Welt, in der die Menschen ihren Sinn kennen und mit allem verfolgen, was sie haben. Nur so, glaube ich, kann die Welt besser werden. &#8222;If you can dream it, you can do it.&#8220; Das soll Disney gesagt haben. Am Anfang standen eine Maus und ein Traum. Die Legende sagt, dass er in seinem Haus ein Zimmer hatte, in das er zum Träumen ging. Ob das stimmt oder nicht, ist mir egal &#8211; ich finde die Vorstellung schön. Und was Walt kann, können wir schon lange. (Größenwahnsinnig genug?)</p>
<p>Wenn es um die Entwicklung neuer Ideen oder Lösungsansätze geht, arbeite ich in Workshops gern mit der nach ihm benannten <strong>Disney-Methode</strong> von Robert B. Dilts, bei der man sich nacheinander in verschiedene &#8222;Räume&#8220; begibt: Den Träumer-Raum, den Realisten-Raum und dann den Kritiker-Raum. Man dreht ein paar Runden, bis man am Ende etwas hat, das alle Räume vereint, um die Idee in die Tat umsetzen zu können. Es gibt dazu wirklich ordentliche Anleitungen im Internet zu finden. Die Methode ist deshalb so effektiv, weil &#8211; ähnlich wie bei den &#8222;6 thinking hats&#8220; von Edward De Bono &#8211; die Rollen nacheinander statt gleichzeitig eingenommen werden. So bekommt jeder Part im wahrsten Sinne des Worte den nötigen Raum. Je nach Veranlagung kann es ansonsten schnell passieren, dass wir uns eine Spitzen-Idee schon nach 1 Minute kaputtkritisiert haben mit unseren &#8222;Ja, abers&#8220;.</p>
<p>Dabei fällt mir direkt eine weitere schöne Kreativitätstechnik ein. Da ich nicht weiß, wem wir sie zu verdanken haben und wie sie in Wirklichkeit heißt, nenne ich sie die <strong>&#8222;Ja, und&#8220;-Methode</strong>. Falls Du es weißt, sag mir doch bitte Bescheid, damit ich Credit geben kann. Sie könnte aus dem Improvisationstheater kommen. Die Übung geht gut mit mindestens drei Leuten. Je mehr, desto spannender. So mache ich das ungefähr:</p>
<ol>
<li>Einer startet und stellt kurz seine Fragestellung vor.</li>
<li>Der nächste knüpft an. Dabei ist ausschließlich erlaubt, mit einem &#8222;Ja, und&#8230;&#8220; weiterzumachen.</li>
<li>Jetzt kommt der Dritte. Gleiche Regel wie bei 2. Und so weiter, bis nichts mehr geht. Und dann macht Ihr noch eine letzte Runde. Quantität vor Qualität. Dabei entstehen verrückte und/oder geniale Ideen.</li>
</ol>
<p>Ich gucke ja auch immer gern, was neurowissenschaftlich im Spitzensport so alles genutzt wird, und übertrage das dann in die private und noch lieber in die Business-Welt. Da gibt es viel zu lernen. Was mich total fasziniert, ist zum Beispiel der so genannte <strong>Carpenter-Effekt</strong>, benannt nach dem Naturwissenschaftler William Benjamin Carpenter. Es handelt sich dabei um eine ideomotorische, d.h. eine unbewusst ausgeführte Reaktion. Das bedeutet, dass eine intensive Bewegungsvorstellung bereits Nervenimpulse an die Muskulatur sendet (wenn Dich das interessiert, kannst Du bei Ebersbächer, 1995, mehr darüber lesen). Manchmal kann man gut beobachten, wie Profi-Sportler diese Technik in der Wettkampf-Vorbereitung nutzen. Als der Weltklasse-Sprinter Carl Lewis 1983 die 100 Meter in unter 10 Sekunden (9,86s) gelaufen war, wurde er gefragt, wie sich das anfühlt. Er sagte daraufhin, dass es nicht sein erstes Mal gewesen sei. In seiner Vorstellung sei er schon viele Male unter 10 Sekunden gelaufen. Auch bei vielen Skifahrern sieht es für mich im Fernsehen so aus, als wenn sie gedanklich die Strecke so oft abfahren, bis ihr Gehirn beim tatsächlichen Rennen genau weiß, an welcher Stelle welches Signal an den Körper zu senden ist. Vermutlich stellen sie sich auch vor, wie sie am Ende des Rennens die Arme in Siegerpose hochreißen und danach ganz oben auf dem Treppchen stehen, um ihre Goldmedaille in Empfang zu nehmen. So würde ich das jedenfalls an ihrer Stelle machen. Über das wiederholte &#8222;Durchleben&#8220; einer Zielvorstellung kann ich meinem Gehirn demnach gewissermaßen beibringen, sich auf das Erreichen dieses Ziels auszurichten. Das klappt meiner Erfahrung nach auch ohne die Zuschaltung der Muskulatur.</p>
<h4>Vision, Vorbild, Teilziele</h4>
<p>Warum sollen wir diese wirksamen Techniken nur den Profi-Sportlern überlassen? Auch Du kannst die Macht der Vorstellung für Dich und die Erreichung Deiner Ziele nutzen, ob nun sportlich, beruflich oder privat (falls das für Dich unterschiedliche Dinge sind). Ich mache das so:</p>
<p>1. Setz Dich bequem hin und schließe die Augen. Schreib das Drehbuch für Deinen eigenen Film: Stell Dir mithilfe der so genannten <strong>VAKOG</strong>-Technik (das steht für <strong>v</strong>isuell, <strong>a</strong>uditiv, <strong>k</strong>inästhetisch, <strong>o</strong>lfaktorisch, <strong>g</strong>ustatorisch) so detailliert wie möglich vor, wie es ist, Dein Ziel erreicht zu haben. Bitte stell Dir wirklich vor, dass es bereits so ist. Schmeiß also bitte auch alle Konjunktive (würde, hätte, wäre, &#8230;) raus. Konjunktive sind eindeutig nicht größenwahnsinnig genug. Ich halte diese Technik für noch stärker als die reine Visualisierung, weil sie alle unsere Sinne einbezieht &#8211; und bekanntermaßen nicht jeder Mensch eine Präferenz für das Visuelle hat. Diese Fragen kannst Du zum Beispiel für Dich beantworten: Was siehst Du? Wo bist Du? Wer ist noch da? Was hast Du an? Was hörst Du Dich sagen &#8211; zu Dir selbst und zu anderen? Was hörst Du sonst noch? Was fühlst Du? Was riechst Du? Was schmeckst Du? Was ist sonst noch wichtig?</p>
<p>2. Wiederhole das immer wieder, so oft es geht. Am besten täglich mehrmals. Je häufiger Du das machst, desto stabiler werden die Verknüpfungen in Deinem Gehirn. Du strickst sozusagen ein neues Nervenmuster, bis Du irgendwann auf Autopilot umschalten kannst.</p>
<p>Unterstützen kann es Dich zusätzlich, wenn Du Dir ein Vorbild suchst. Jemanden, der das geschafft hat, was Du auch schaffen willst. Das macht es realistischer und weckt vielleicht den Gedanken in Dir: &#8222;Wenn die das kann, kann ich das auch.&#8220; Wenn Du dann noch Deine große Idee in kleine Schritte unterteilst, erhöhst Du signifikant die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Vision zur Realität wird.</p>
<p>Weißt Du übrigens schon, wofür Du da bist? Was Dein Sinn ist? Wenn ja, möchte Dich dringend ermutigen, Deinen Weg zu gehen. Trau Dich. Es wäre so eine Verschwendung, wenn Du es nicht machst. Du kannst das und hast alles, was Du brauchst. Vielleicht weiß Dein Bewusstes das nur noch nicht.</p>
<p>Du hast noch keine Ahnung, weder bewusst noch unbewusst, was Dein Sinn des Lebens ist? Dann kommt hier noch eine <strong>mega gute Reflexions-Übung für die eigene Sinnfindung</strong>, die ich ganz frisch letztes Wochenende bei Kathrin Scheel kennengelernt habe:</p>
<ul>
<li>Such Dir einen lieben Menschen und geht <strong>mindestens eine halbe Stunde</strong> gemeinsam spazieren, wie früher die alten Philosophen. Einer von Euch (A) fängt an und fragt den anderen (B): <strong>&#8222;Wer bist Du und was ist Deine Aufgabe?&#8220;</strong></li>
<li>B antwortet. A stellt direkt wieder dieselbe Frage. B antwortet. <strong>Das macht Ihr mindestens 15 Minuten lang.</strong> Dann wechselt Ihr. <strong>Ja, mindestens 15 Minuten lang.</strong></li>
</ul>
<p>Wenn wir große Ideen und Träume mit Spinnereien und Lügen in einen Topf werfen, dürfen wir uns nicht wundern, dass sie negativ konnotiert sind. Wenn Du ein Kind hast, schau doch mal, wie Du mit dessen Fantasie so umgehst. Und wenn Du jemanden kennst, vielleicht sogar einen Erwachsenen, der ein &#8222;Träumer&#8220; oder ein &#8222;Spinner&#8220; ist, kannst Du auch das mal für Dich prüfen. In meiner Welt sind wir alle Visionäre. Manche von uns haben nur aufgehört, zu träumen. Du hast die Wahl: Willst Du hübsch bescheiden sein oder echte Zufriedenheit erleben?</p>
<p>Zum Schluss möchte ich noch bemerken, dass es Mitarbeitern deutlich leichter fällt, einer Führungskraft zu folgen, die eine klare Vision hat und diese mit ihnen teilt. Dazu muss man nicht der Inhaber des Unternehmens sein. Auch Abteilungen oder Teams können Visionen folgen. Im besten Fall passt der Sinn des einzelnen Mitarbeiters zu dieser Vision. Das sorgt für hohe Motivation und entsprechende Performance. Falls Du also Führungskraft bist und noch visionsfrei durch die Gegend läufst: Es lohnt sich, eine zu entwickeln. Das funktioniert auch mit Deinem Team gemeinsam. Mehr Team-Building geht fast nicht. Und falls Du dabei merkst, dass Deine Vision, Dein Sinn einfach nicht zu Deinem Arbeitgeber passen will &#8211; dann ist auch das eine Erkenntnis, die Dir neue Möglichkeiten eröffnen kann. Du schaffst das! Trööööt!</p>
<p>Bis nächsten Freitag. Bleib klar.</p>
<p>Deine Saskia</p>
<h2>A little megalomania has never hurt anyone</h2>
<p><span class="tlid-translation translation" lang="en">&#8222;You can&#8217;t do this. Who do you think you are? The others are much better than you. You can&#8217;t seriously ask for money for that. You have to study for at least another 12 years, and then you might be qualified enough &#8211; maybe. Who cares what you have to say? And by the way: somebody else is already doing it anyhow. And better.”</span></p>
<p>Walt Disney would turn in his grave if he could hear how our inner critic sometimes deals with our dreams. Loveless. Really mean. Evil. I imagine a gaunt old woman with too much skin who smells like really old chocolate. Yikes.</p>
<p>I almost don&#8217;t dare to write this out loud, and that&#8217;s why I&#8217;m whispering it to you: I myself mostly feel that I am part of the megalomania fraction. This is generally very good for me, because it means that I actually have big dreams and then almost always implement them. “Don&#8217;t be too humble. Dream big!” These are the sentences my inner diva calls out to me. By the way, he&#8217;s a guy with a purple feather boa and glittery glasses who reminds me faintly of Elton John. And yet I am not unfamiliar with Grandma&#8217;s petty sentences. I know them from before. From my time b.f.m. (before finding meaning). I now firmly believe that as soon as we have found our purpose, grandma will leave the field. Because she realizes her time is over. Fortunately, she&#8217;s self-reflective enough to realize that. Of course, she stays in the background, because even she actually has something good in mind for us. Positive intention and all. But now she&#8217;s simply offering tea and chocolates. The good kind.</p>
<h4>In the beginning there were a mouse and a dream</h4>
<p>Today I hear a lot of self-tearing beliefs from others. Both from clients and friends. When that happens, I&#8217;m always with Walt and get my pompoms out. &#8222;Come on! You can do it!”, I shout with all my might. There are posters and horns. I just will not accept it that there are so many people who don&#8217;t dare to think big. And then to proclaim those big thoughts. And to live them. I dream of a world in which people know their purpose and pursue it with everything they have. This is the only way I believe the world can get better. &#8222;If you can dream it, you can do it.&#8220; Disney is supposed to have said that. In the beginning there were a mouse and a dream. Legend has it that in his house he had a room that he went to to dream. I don&#8217;t care whether that&#8217;s true or not &#8211; I think the idea is beautiful. And what Walt can do, we can sure as hell do too. (Megalomaniac enough for ya?)</p>
<p>When it comes to developing new ideas or approaches in workshops, I like to use the <strong>Disney method</strong> by Robert B. Dilts. Y<span class="" title="">ou go into different &#8222;rooms&#8220;, one after the other: first the dreamer room, then the realist room and then the critic room.</span> <span class="" title="">You do a few rounds until you end up with something that unites all the rooms in order to be able to put the idea into practice.</span> <span class="" title="">There are several good instructions to be found on the internet.</span> <span class="" title="">The method is so effective because &#8211; similar to the &#8222;6 thinking hats&#8220; by Edward De Bono &#8211; the roles are taken one after the other instead of simultaneously.</span> <span class="" title="">In this way every part gets the necessary room in the truest sense of the word.</span> <span title="">Depending on the disposition, it can otherwise quickly happen that we have killed a top idea after just 1 minute with our &#8222;Yes, buts&#8220;. </span></p>
<p><span class="tlid-translation translation" lang="en">Another nice creativity technique immediately comes to mind. Since I don&#8217;t know who we owe it to or what it&#8217;s actually called, I&#8217;m going to call it the <strong>&#8222;yes, and&#8220;-method.</strong> If you know its origin, please let me know so I can give the inventor credit for it. The exercise works best with at least three people. The more participants, the more fun. Here&#8217;s roughly how I do it:</span></p>
<p>1. One person starts and briefly presents their question.<br />
2. The next one ties in. You are <strong>only</strong> allowed to continue with a <strong>&#8222;Yes, and &#8230;&#8220;.</strong><br />
3. Now comes the third person. Same rule as for #2. And so on, until nothing will come out of you anymore. And then you do one last round. Quantity over quality. This creates crazy and/or ingenious ideas.</p>
<p><span class="tlid-translation translation" lang="en">I always like to look at what neuroscientific &#8222;tricks&#8220; are used in top-class sports, and then transfer them to the private and, even better, the business world. There&#8217;s a lot to learn there. What totally fascinates me, for example, is the so-called <strong>Carpenter effect</strong>, named after the natural scientist William Benjamin Carpenter. It describes an ideomotor, i.e. an unconscious reaction. This means that an intensive idea of movement already sends nerve impulses to the muscles (if you are interested, you can read more about it in Ebersbächer, 1995). Sometimes you can see how professional athletes use this technique in preparation for competitions. When world-class sprinter Carl Lewis ran the 100 meters in under 10 seconds (9.86s) in 1983, he was asked how it felt. He then said it was not his first time. In his mind he had run under 10 seconds many times. For many skiers, too, it looks to me on television as if they mentally drive down the route so often that their brain knows exactly which signal to send to the body during the actual race. Presumably they also imagine how at the end of the race they raise their arms in a winning pose and then stand at the top of the podium to receive their gold medal. At least that&#8217;s how I would do it if I were them. By repeatedly &#8222;experiencing&#8220; a goal, I can, as it were, teach my brain to align itself with achieving this goal. In my experience, this also works without engaging the muscles.</span></p>
<h4>Vision, role model, small steps</h4>
<p>Why should we leave these effective techniques only to professional athletes? You too can use the power of imagination for yourself and to achieve your goals, whether sporty, professional or private (if these are different things for you). I do it like this:</p>
<p>1. Sit comfortably and close your eyes. Write the script for your own film: Use the so-called <strong>VAKOG</strong> technique (which stands for visual, auditory, kinesthetic, olfactory, gustatory) to imagine in as much detail as possible how it is to have achieved your goal. Please really act like it&#8217;s already happening. So please get rid of all subjunctives (would, could, should, &#8230;). Subjunctives are clearly not megalomaniac enough. I consider this technique to be even stronger than pure visualization, because it involves all of our senses &#8211; and it is well known that not everyone has a preference for the visual. You can answer these questions for yourself, for example: What do you see? Where are you? Who is with you? What are you wearing? What do you hear yourself saying &#8211; to yourself and to others? What else do you hear? What are you feeling? What do you smell? What do you taste? What else is important?</p>
<p>2. Repeat this over and over as often as possible. Preferably several times a day. The more often you do this, the more stable the connections in your brain become. You are &#8222;knitting&#8220; a new nerve pattern, so to speak, until you can switch to autopilot at some point.</p>
<p><span class="tlid-translation translation" lang="en">It may also support you if you look for a role model. Someone who has already done what you want to achieve. That makes it more realistic and maybe arouses the thought in you: &#8222;If she can do that, I can do it too.&#8220; If you then break down your big idea into small steps, you significantly increase the likelihood that your vision will become reality.</span></p>
<p>By the way, do you already know what you are here for? What is your purpose? If so, I would like to strongly encourage you to go your own way. I dare you. It would be such a waste if you didn&#8217;t do it. You can do it and have everything you need. Maybe your conscious mind just doesn&#8217;t know it yet.</p>
<p>You have no idea, neither consciously nor unconsciously, what your purpose in life is? Then here is a really good reflection exercise for finding your own meaning, which I learned very recently from Kathrin Scheel:</p>
<p>Find someone you like and go for a walk together <strong>for at least half an hour</strong>, like the ancient philosophers used to do. One of you (A) starts and asks the other (B): <strong>&#8222;Who are you and what is your task?&#8220;</strong> B answers. A immediately asks the same question again. B answers. <strong>You do this for at least 15 minutes.</strong> Then you switch. <strong>Yes, for at least 15 minutes.</strong></p>
<p>If we lump big ideas and dreams together with crazy ideas and lies, we shouldn&#8217;t be surprised that they have negative connotations. If you have a child, take a look at how you deal with their imagination. And if you know someone, maybe even an adult, who is a &#8222;dreamer&#8220; or a &#8222;crank&#8220;, you can check that for yourself too. In my world we are all visionaries. Some of us simply stopped dreaming. The choice is yours: Do you want to be modest or do you want to experience real satisfaction in life?</p>
<p>To close, I would like to say that it is much easier for employees to follow a leader who has a clear vision and shares it with them. You don&#8217;t have to be the owner of the company to do this. Departments or teams can also follow visions. In the best-case scenario, the purpose of the individual employee fits this vision. This ensures a high level of motivation and corresponding performance. So if you are a leader and still walking around without a vision: It is worth developing one. This also works with your team. More team building is almost impossible. And if you notice that your vision, your purpose just doesn&#8217;t seem to fit your employer &#8211; then this is also an insight that can open up new opportunities for you. You can do it! Hooooooonk!</p>
<p>Till next Friday. Stay clear.</p>
<p>Yours, Saskia</p>
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		<title>Wir sind alle Genies. Sobald wir mit dem Planen aufhören.</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2022 12:19:11 +0000</pubDate>
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<p>To read this article in English, please scroll down. Am Mittwochabend hat die deutsche Nationalelf gegen Tschechien gespielt. Ich weiß erst seit heute Morgen, wie das Spiel ausgegangen ist. Wir haben gewonnen. 1:0. Normalerweise wüsste ich das Ergebnis aus erster Hand, weil ich selten ein Spiel unserer Mannschaft verpasse. Am Mittwoch habe ich mich zum ersten Mal bewusst gegen das Spiel im Fernsehen und für das sehr frühe Zubettgehen entschieden. Das ist insofern etwas artfremd für mich, weil ich normalerweise das Gemecker und Gemäkel &#8222;der Anderen&#8220; an Jogi Löw und seinen Jungs richtig ätzend finde und ihnen optimistisch und zuversichtlich die Stange halte. Dass selbst ich in meiner grenzenlosen Loyalität jetzt lieber die Augen schließe als mir das Spiel anzusehen, spricht für mich alarmierende Bände. Und es bringt mich zum Nachdenken: Was ist es, dass uns Menschen begeistert, uns mitreißt, uns unterhält? Und was hat das mit menschlichem Verhalten in der Kommunikation im Unternehmenskontext zu tun?</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Kreative Spieler*innen beherrschen die mentale Simulation</h4>
</p>
<p>In meiner Recherche zum Thema fiel mir ein Artikel von Tobias Bug wieder ein, den ich vor einigen Monaten in der Zeit Wissen gelesen hatte. Der Artikel trägt die Überschrift &#8222;Der tödliche Pass&#8220; und behandelt die Verbindung zwischen Neurowissenschaft und Fußball. Die Quintessenz: Kreative Spieler*innen beherrschen die mentale Simulation. Das bedeutet, sie haben die Fähigkeit, verschiedene Lösungsoptionen im Kopf durchzuspielen. Wenn diese Kompetenz dann gepaart wird mit Spielintelligenz, also die jeweils beste Lösung für ein aktuelles Problem zu finden, haben wir es mit Genie zu tun. Das klappt dadurch, dass bekannte, &#8222;normale&#8220; Denkmuster mit ihren &#8222;alten&#8220; Lösungen hinterfragt werden. Je mehr sich ein*e Spieler*in dann für die Umgebung öffnet (in diesem Falle für die Gegen- und Mitspieler*innen und deren Bewegungen), desto kreativer die Entscheidung. Das hat Daniel Memmert, der Leiter des Instituts für Trainingswissenschaft und Sportinformatik in Köln, über seinen Kreativitätstest für Fußballer herausgefunden. Den hat er gemeinsam mit Neurowissenschaftlern der Universität Graz entwickelt. Und seitdem ich das weiß, erscheint es mir absolut logisch, dass die wenigen Momente in einem Spiel, in denen genau das passiert und die Spieler kreative Lösungen finden, diejenigen sind, die mich begeistern. Das erklärt auch, weshalb Weltklasse-Spieler wie Ronaldo oder Messi nur dann wirklich ihre Genialität zeigen können, wenn sie ihre Mitspieler einbeziehen: &#8222;Abschotten und die Umgebung ausblenden ist hinderlich&#8220;, das ist eine der Erkenntnisse von Daniel Memmert. </p>
</p>
<p>Langweilige Spiele sind diejenigen, in denen scheinbar nur nach Plan gespielt wird. Jeder bleibt brav auf seiner Position und tut das, was der Gegner, der vorher selbstverständlich x Videoanalysen gesehen hat, erwartet. Ein Torhüter, der wie Neuer plötzlich &#8222;mitspielt&#8220;, ein Sechser, der ein völlig unerwartetes Tor macht, das ist das, was uns begeistert. Diese These lässt sich wunderbar auf alle mir bekannten Sportarten übertragen. Klar, ich denke da auch schnell ans Boxen. Die wirklich großen Boxer waren schon immer diejenigen, die für Überraschungen gesorgt haben. Diese Begeisterung, die wir spüren, wenn wir ein solches Spiel, einen solchen Kampf sehen, dieses Kribbeln, darum geht es. </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Planung gaukelt uns vor, wir könnten die Zukunft beherrschen</h4>
</p>
<p>Im Umkehrschluss heißt das vielleicht: Wenn wir uns zu intensiv, zu genau vorbereiten, kann es passieren, dass uns genau das im entscheidenden Moment handlungsunfähig macht. Mein Bruder hat neulich einen Kommentar in diese Richtung zu meinem Artikel <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/10/30/back-to-base-teil-2-was-du-tun-kannst-wenn-dir-dein-plan-um-die-ohren-fliegt/" target="_blank">&#8222;Back to Base Teil 2&#8220;</a> hinterlassen: Er fragte sich (und mich), inwiefern seine Angst vor dem Versagen ihn zum &#8222;Über-Vorbereiten&#8220; verleitet &#8211; und inwiefern das wiederum erst Recht zum Versagen des Plans führen mag. Ich bin da ganz bei ihm. Ich denke auch, dass wir uns durch die extensive Planung im Vorfeld gern die Illusion vorgaukeln möchten, wir könnten die Zukunft vorhersehen. Oder gar beherrschen. Da bist Du ja wieder, Kontrolle, alte Freundin. Und das klingt wie? Genau, langweilig. Von unrealistisch einmal ganz abgesehen. Und es führt unweigerlich zu Frustration, wenn wir einen (bestimmt guten) Plan für alle möglichen Szenarien vorbereitet haben und die Wirklichkeit dann etwas ganz anderes vor hat. </p>
</p>
<p>Spätestens hier wird die Parallele zum Unternehmenskontext für mich deutlich: Aus lauter Sorge davor, schlecht da zu stehen, fokussieren wir uns oft stärker darauf, möglichst viele Pläne auszuarbeiten, als darauf, neue innovative Lösungen zu generieren, die uns und andere begeistern. Zu oft sind wir schon im Nachhinein gefragt worden: <em>Wieso waren wir darauf nicht vorbereitet? </em>Du merkst es längst, das hat auch viel mit Fehlerkultur zu tun. Die ist in Deutschland noch ausbaufähig, um es freundlich zu formulieren. Es ist natürlich gut, zu analysieren, um denselben Fehler in Zukunft nicht noch einmal zu machen. Aber doch bitte nicht als Rechtfertigungs-Strategie. Im Sinne von: Ich plane, um später Antworten geben zu können, wenn es schief gegangen ist. <em>Guck mal, ich hab&#8216; soooo viel geplant, an mir lag es nicht. </em>Das ist rückwärtsgerichtet und das Gegenteil von Agilität. Und doch wird genau dieses Verhalten weiterhin von vielen Führungskräften gefördert. </p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Krisen verstärken das, was eh schon vorhanden ist</h4>
</p>
<p>Wohin das führen kann, zeigt uns aktuell sehr klar und teilweise schmerzhaft die Pandemie. Achtung, schlimmes Wortspiel: P(l)andemie. Mein Eindruck ist, dass diejenigen, die sich selbst den Raum für Kreativität geben &#8211; ob Privatperson oder Unternehmen &#8211; gut für sich mit der Krise umgehen. Krisen haben generell gemein, dass sie bereits Vorhandenes verstärken. Das gilt im Guten wie im Schlechten. Will sagen: Ein Unternehmen, das bereits vor der Krise zu wenig zukunftsfähig agiert hat, schafft es vielleicht nicht durch die Krise. Wenn ich mir erst in der Krise Gedanken mache, wie ich relevant bleibe, kann es zu spät sein. Mache ich mir diese Gedanken permanent, hilft mir diese Agilität in der &#8222;Entspannung&#8220; auch in der Krise. Klingt nach Planung? Jein. Gemeint ist echtes Unternehmertum, und das braucht aus meiner Erfahrung heraus ein ständiges Beobachten des Marktes, inklusive agiler Anpassung. Ich bin, sozusagen, stets bereit für den überraschenden Pass. Ich halte mich anspielbar. Klug finde ich es, wenn wir Pläne eher als Ideen oder Möglichkeiten betrachten. Das macht es psychologisch irgendwie auch viel einfacher, sie wieder loszulassen. Viele verschiedene Ideen für verschiedene Szenarien zu haben, ist für mich Intelligenz. Und dann auf Basis dieser vorbereiteten Ideen im passenden Moment aus dem alten Muster auszubrechen und etwas völlig anderes zu machen als bisher. So entsteht etwas Geniales.</p>
</p>
<p>Das Virus ist wenig planbar. Das ist für viele Menschen sehr schwierig. &#8222;Aber ich fahre doch immer zwei Mal im Jahr in den Urlaub!&#8220; oder &#8222;Weihnachten ohne die Großfamilie? Das geht doch nicht!&#8220; sind zwar absolut verständliche Bedürfnisse; die Frage ist nur, wie hilfreich es ist, wenn wir uns an unserem Plan festkrallen in einer Situation, auf die wir so wenig Einfluss haben. Mich macht das eher depressiv, weshalb ich mich in der Regel ziemlich schnell mit den Gegebenheiten abfinde und versuche, die Veränderung als neugewonnene Freiheit zu erleben. Das klingt vielleicht erstmal paradox, funktioniert aber überraschend gut, wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat. Je öfter du die Change-Kurve bewusst durchläufst, desto schneller kannst Du darin werden, in den &#8222;Ausprobier-Bereich&#8220; zu gelangen (siehe hierzu auch meinen Artikel <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/10/30/back-to-base-teil-2-was-du-tun-kannst-wenn-dir-dein-plan-um-die-ohren-fliegt/" target="_blank">Back to Base Teil 2 &#8211; Was Du tun kannst, wenn Dir Dein Plan um die Ohren fliegt</a>). Vielleicht stellst Du ja plötzlich fest, dass Du es gar nicht so schlimm findest, Dich am Weihnachtsabend mal nicht über Deine Schwiegermutter aufzuregen. </p>
</p>
<p>Ich mache nächste Woche übrigens Urlaub. Eigentlich hatten wir geplant (!), in die Eifel zu fahren. Da das jetzt nicht geht, bleiben wir zu Hause und kuscheln uns hier ein. Und ich werde mir mal wieder eine kurze Schreib-Pause gönnen, damit habe ich ja im Sommer bereits gute Erfahrungen gemacht. Wer weiß, was die Musterunterbrechung an Kreativität zu Tage fördert. </p>
</p>
<p>Zum Abschluss meine Einladung an Jogi Löw: Vielleicht lohnt es sich, Ihre Offenheit für Kreativität zu reflektieren? Lassen Sie die Jungs kurz raus Ihrem System, um den Raum für neue Ideen zu öffnen. Dann gucke ich auch gern wieder zu und feuere Sie und Ihre Mannschaft an. Sie können mich gern dazu anrufen. 🙂</p>
</p>
<p>Bis übernächsten Freitag! Bleib klar.</p>
</p>
<p>Deine Saskia</p>
</p>
<h2 class="wp-block-heading">We are all geniuses. As soon as we stop making plans.</h2>
</p>
<p>The German national team played against the Czech Republic on Wednesday evening.&nbsp;I&#8217;ve only found out how the game ended this morning.&nbsp;We won.&nbsp;1-0.&nbsp;I usually know the result firsthand because I rarely miss a &#8222;Die Mannschaft&#8220; game.&nbsp;On Wednesday I made a conscious decision not to watch the game on TV and to go to bed very early for the first time.&nbsp;This is somewhat alien to me, because I usually find the mumbling and grumbling of &#8222;the others&#8220; about Jogi Löw and his team really annoying and manage to stay optimistic and confident.&nbsp;That even I, in my boundless loyalty, would rather close my eyes than watch the game, alarms me.&nbsp;And it makes me think: What is it that inspires us, carries us away, entertains us?&nbsp;And what does this have to do with human behavior in communication in a corporate context?</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Creative players are proficient in mental simulation</h4>
</p>
<p>In my research on the topic, I remembered an article by Tobias Bug that I had read a few months ago in the magazine Zeit Wissen. The article is entitled &#8222;The Deadly Pass&#8220; and discusses the connection between neuroscience and football. The quintessence: Creative players master the mental simulation. This means that they have the ability to work out different solution options in their heads. When this competence is then paired with game intelligence, i.e. finding the best solution for a current problem, we are dealing with genius. This works because known, &#8222;normal&#8220; thought patterns with their &#8222;old&#8220; solutions are challenged. The more a player opens up to perceive his or her environment (in this case  the opponents and fellow players and their movements), the more creative the decision. Daniel Memmert, the head of the Institute for Training Science and Sports Informatics in Cologne, found this out through his creativity test for footballers. He developed it together with neuroscientists from the University of Graz. And since I&#8217;ve learned this, it seems absolutely logical to me that the few moments in a game when that is exactly what happens and the players come up with creative solutions are the ones that inspire me. This also explains why world-class players like Ronaldo or Messi can only really show their genius if they include their teammates: &#8222;Isolating and blocking out the surroundings is a hindrance,&#8220; that is one of Daniel Memmert&#8217;s findings.</p>
</p>
<p>Boring games are those that seem to just be played according to plan.&nbsp;Everyone stays in his or her position and does what the opponent, who of course has seen many video analyzes beforehand, expects.&nbsp;A goalkeeper who like Neuer suddenly &#8222;plays along&#8220;, a defensive player who scores a completely unexpected goal, that&#8217;s what inspires us.&nbsp;This thesis can be applied wonderfully to all sports known to me.&nbsp;Naturally, I quickly think of boxing.&nbsp;The really great boxers have always been the ones who caused surprises.&nbsp;This enthusiasm that we feel when we see such a game, such a fight, this tingling sensation, that&#8217;s what it&#8217;s all about.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Planning leads us to believe that we can rule the future</h4>
</p>
<p>Conversely, this might mean: If we prepare too intensively, too precisely, it can happen that precisely that makes us unable to act at the crucial moment.&nbsp;My brother recently left a comment on my article <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/10/30/back-to-base-teil-2-was-du-tun-kannst-wenn-dir-dein-plan-um-die-ohren-fliegt/" target="_blank">&#8222;Back to Base Part 2&#8220;</a>: He asked himself (and me) to what extent his fear of failure led him to &#8222;over-prepare&#8220; &#8211; and to what extent that may even more so lead to said failure of the plan.&nbsp;I am with him on this one.&nbsp;I also think that through extensive planning in advance, we would like to give ourselves the illusion that we can foresee the future.&nbsp;Or even master it.&nbsp;There you are again, control, old friend.&nbsp;And that sounds &#8230; ?&nbsp;Exactly, boring.&nbsp;Not to mention unrealistic.&nbsp;And it inevitably leads to frustration when we have prepared a (certainly good) plan for all possible scenarios and reality then has something completely different in mind.</p>
</p>
<p>At this point, at the latest, the parallel to the corporate context becomes clear to me: Out of sheer concern about looking bad, we often focus more on working out as many plans as possible than on generating new, innovative solutions that inspire us and others.&nbsp;Too often have we been asked in retrospect: <em>Why weren&#8217;t we prepared?</em>&nbsp;You have long since noticed that it has a lot to do with the culture of mistakes.&nbsp;In Germany there is still room for improvement, to put it in a friendly way.&nbsp;It is of course good to analyze so as not to make the same mistake again in the future.&nbsp;But please not as a justification strategy.&nbsp;In the sense of: I plan to be able to give answers later if it went wrong.&nbsp;<em>Look, I&#8217;ve planned soooo much, it wasn&#8217;t my fault.&nbsp;</em>This is backward thinking and the opposite of agility.&nbsp;And yet it is precisely this behavior that continues to be encouraged by many managers.</p>
</p>
<h4 class="wp-block-heading">Crises reinforce what is already there</h4>
</p>
<p>The pandemic is currently showing us very clearly and sometimes painfully where this can lead. Warning, pun intended: p(l)andemic. My impression is that those who give themselves the space to be creative &#8211; whether private individuals or companies &#8211; deal with the crisis well for themselves. Crises generally have in common that they reinforce what is already there. This applies to both good and bad. That is to say: a company that did not act enough for the future before the crisis may not make it through the crisis. If I only start thinking about how to stay relevant during the crisis, it can be too late. If I keep thinking about these things, this agility helps me to &#8222;relax&#8220; even in a crisis. Sounds like planning? Yes and no. What is meant is real entrepreneurship, and in my experience that requires constant observation of the market, including agile adaptation. I am, so to speak, always ready for the surprising pass. I keep myself &#8222;playable&#8220;. I think it&#8217;s wise if we see plans more as ideas or possibilities. That makes it a lot easier psychologically to let go of them. Having lots of different ideas for different scenarios is intelligence for me. And then, on the basis of these prepared ideas, break out of the old pattern at the right moment and do something completely different than before. This creates something ingenious.</p>
</p>
<p>The virus is hard to plan. This is very difficult for many people. &#8222;But I always go on vacation twice a year!&#8220; or &#8222;Christmas without the extended family? No way!&#8220; are absolutely understandable needs; the only question is, how helpful it is when we cling to our plan in a situation over which we have so little control. It makes me more depressed, which is why I usually come to terms with the circumstances pretty quickly and try to experience the change as a newfound freedom. That might sound like a paradox at first, but it works surprisingly well once you get used to it. The more you consciously go through the change curve, the faster you can get to the &#8222;try out area&#8220; (see also my article <a href="https://saskiaachtruth.com/2020/10/30/back-to-base-teil-2-was-du-tun-kannst-wenn-dir-dein-plan-um-die-ohren-fliegt/" target="_blank">Back to Base Part 2 &#8211; What you can do when your plan is up to you flies</a>). Maybe you suddenly realize that you don&#8217;t think it&#8217;s so bad not to get pissed at your mother-in-law on Christmas Eve.</p>
</p>
<p>By the way, I&#8217;m on vacation next week. We had actually planned (!) to go to the Eifel. Since that is not possible now, we stay at home and cuddle up here. And I&#8217;ll take a short break from writing again, as I&#8217;ve already had good experiences with that in the summer. Who knows what creativity the pattern interruption brings to light.</p>
</p>
<p>Finally, my invitation to Jogi Löw: Perhaps it is worthwhile to reflect on your openness to creativity?&nbsp;Just let them go out of the system for a little bit to open up space for new ideas.&nbsp;Then I promise to watch again and cheer you and your guys on.&nbsp;You are welcome to give me a call.&nbsp;🙂</p>
</p>
<p>Until Friday after next! Stay clear.</p>
</p>
<p>Yours, Saskia</p>
</p>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://saskiaachtruth.com/wir-sind-alle-genies-sobald-wir-mit-dem-planen-aufhoeren/">Wir sind alle Genies. Sobald wir mit dem Planen aufhören.</a> erschien zuerst auf <a href="https://saskiaachtruth.com">saskiaachtruth.com</a>.</p>
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